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Der Israelit · 1864-06-15 · Heft 24 (15.6.1864) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 24 (15.6.1864)
Date
1864-06-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
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glauben, aber, haß. vom,Offenba,rungssta»dp«nkte aus solche Unterschiede völlig aufhör««. Freilich gab es auch, mit Ausnahme des von Moschek Nabbenu Gesprochenen, eine gewisse Seite der SnbjecLivität in der göttlichen Poesie, indem das GemLth, die Tempera» mentsanlage des Propheten, wie die äußern Zustände des Staates dem manifestirten Offeubarungsworte eiue gewisse Färbung nach Außen gaben, wie dies schon unsere unübertrefflichen Weisen andeuten O'X'^."iHv ^'2.1 TIL'O /">'X!2 71^'X^ X'">VSPO'X2 7I">'XL."I X'"^2PO'X2 (Jebamoth 49 3.) cf. ferner hierzu die sehr wichtige Stelle Maimonides, Mischnah- Commentar, Kelim 30, 2, wie auch Abschnitt 7 in Schemonah-Perakim des Maimonides, ebenso den Spruch ->ro p!) .-P21" 'XP'N' ''pw' ."ix"> ^xpui' "x^V 1^271 NX ""'v flp 71L1" ^P^-> "Qpl ^Vr2."! NX ."!X"L> ^Chagiga 13 b.) Es ist jedoch, wie sich von selbst versteht, hier das Objective der Kern des Ausgesprochenen, urrd das Subjective nur Farbe und Hülle. In Israels Poesie ist es daher nicht ein Blicken und Schauen um sich, sondern über sich, es sieht zu seinem, dem mächtigen Weltengott empor mit ungetrübtem Auge, es sieht ihn Welten schaffen (Ps. 92, 104.), es kennt ihn aber auch als liebenden Vater, der wachend und schützend an seinem Lager steht. Während der dahinscheidende Erzvater Jakob seinen Kindern, die gleich einem herrlichen und leuchtenden Zwölfgestirn sein Todesbette umstehen, die Rolle der Zukunft mit prophetischem'Blicke öffnet und ihnen ihre Geschichte, in der sie einst spielen sollen, vorführt, schaut er auf zu seinem Gott; mit einem p -sripiL"- (I.Mos. 48 , 19) verknüpft er seinen Geist mit dem Himmel, er selbst das Abbild jener Jakobsleiter, mit. dem Haupte die Himmel berührend und mit . den süßen auf die Erde sich stützend, ein würdiges Bild, das der alte Heide vergebens in seinem die Himmelsveste tragenden Atlas suchen mochte. — Der königliche Sänger, der in göttlicher Begeisterung jenes erhabene Sturm- und Dranglied (Ps. 18) sang: „Wenn mir angst ist, so rufe ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott, so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren. Die Erde betrete'und ward bewegt, und die Grundveste der Erde neigte sich. Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. Vom Glanz vor ihm trennten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen," derselbe Sänger sprach (Ps. 41): „Heil dem, der auf den Armen achtet, am Tage des Unglücks rettet ihn der Herr. Gott stützt ihn auf seinem Schmerzenslager, du machtest ihm das Bett in seinem Siechthum." Das ist Israels Gotteserkenntniß; bei der höchsten Abstraktion ist ihm sein Gott ganz nahe, wie diesen großen Gedanken bereits pm? andeutete in dem Spruche irHii xwv X2M nnx 2N. Mt einem Gebet schwingt es sich zu ihm empor uyd Legt in seinen Vaterarmen. Das ist die Seele feiner Poesie, das war Israels Gotteserkenntniß und das ist sie noch jetzt, eine Kenntniß, die nur aus der göttlichen Offenbarung fließen konnte. Während noch die übrigen Nationen mit ihrer Poesie tändelnd zu den Füßen der Natur spielten und nur manchmal einen Blick nach oben richteten, während sie, wenn wirklich ein Strahl der Wahrheit i ihr Auge berührt hatte, nur den Dank herstammelten z in kindischen Worten, oder wie Kleanthes in seinem Hymnos an den höchsten Gott die! Form unter dem Stoff vergaßen und Worte desDan- I kes sagten, die voll der traurigsten Verirrungen wa-! ren, stand das jugendliche Israel, als Kind schon ein! Mann, als Weltverwalter vor dem Herrn der Schöpfung,! sich wohl bewußt seines hohen Berufes, kein Kind, i sondern ein Mann zu sein, nicht von der Welt und Menschheit geleitet zu werden, sondern geistig sie selbst zu lenken, zu beeinflussen und zu einem bessern Sein emporzuziehen. Dies ist auch der Schlüssel jener Wett und Völker umfassenden und darum auch Universalprophetie Israels. Sein Jesajas, Jeremias und Ezechiel und die anderen Propheten, wie Obadia, Jona u. A. sollen nicht nur für Israel Trostreduer, väterliche Ermahner und Zuchtmeister sein, nein, auch die anderen Völker des Erdkreises sollen sie durch geoffenbarten heilsamen Nath, durch mahnenden Spruch, durch weise Anordnung zum richtigen Ziele Hinweisen. In seiner Universalprophetie zeigt sich so recht die kosmopolitische Bedeutung Israels; yier liegt der Grundstein zu dem großen Ende und Zielpunkt, dcm mechanischen Reiche, wo es endlich als weltnormirend hervortreten soll, nachdem es den ärmlichen Mantel der Verkennung *) und verdunkelnden Zurücksetzung abgelegt, das solange seinen königlichen Purpur den Augen der Welt verhüllte, wie Jesajas, in die fernste Zukunft blickend, ausruft: s^i-, cv-ixO x2."ii'Q 71p" -^-12 '2X 17W "PL ">1"7! 7ir 7I">LH2 P'NITIP 2"> „Wer ist der, so von Edom kommt, mit röthlichen Kleidern von Bazra? der so geschmückt ist mit seinen Kleidern, und einher tritt in seiner großen Kraft? Ich bin es, der Gerechtigkeit lehret und ein Meister bin zu helfen" (Jesaj. 93, 1). Dem Ziele aber, dem es jetzt entgegenstrebl, ging es auch von Anfang an mit vollem Bewußtsein entgegen, es kannte die große Aufgabe, die vor chm lag, schon in seiner Jugend, und erhob sich Mer die in Schlummer begrabene Welt mit Adlersittigen empor in den hohen Aetherkreis, wo aus dem rosigen Morgenrothe sein Vater ihm entgegenstrahlte und die Mündigkeitserkkä-- rung über ihn aussprach nnp ui v'Nv (2. Mos. 19, 6> *) v!6. Klagclied 2, t7 N1"1SX PS2 nach Erklärung unserer TO'X iplv ^'S"11O PH

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