Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 23 (8.6.1864)
- Date
- 1864-06-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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306 Gesetze Jeder, und wenn er sich auch ausdrücklich davon lossagt, Jude bleibt) wie Jude und Nichtjude unterscheidet; daß aber beide miteinander nichts zu thun haben dürften, gehört nicht einmal zu den Mißverständiffen, welchen die Erklärung Vorbeugen wollte; denn an solcheEhrlichkeit(!)der Interpretation hat Niemand gedacht; das nennt der Vers. Vpp 'b2 -I8b .-r2'rr 8)1 -»1-n erb. Eine Sache, die mit solchen Waffen vertheidigt werden muß, ist eigentlich durch sich selbst schon gerichtet; bei solchem Umspringen mit dem Vertrauen der Leser kann man allerdings den Gegner Alles sagen lassen, was man Lust hat, wie es wirklich in gewissen Kreisen in frechster Weise geschieht. — Vers, fährt fort: „Der Ausdruck „orthodox" ist ursprünglich fremden Ursprungs und bei uns nur importirt." — Ganz richtig, und zwar ursprünglich als vermeintlicher Schimpfname von Seiten der Rationalisten; später als relativ paffend acceptirt. — Zwei Hauptgruudsätze werden nun ausgestellt, nämlich der Glaube an die Einheit Gottes und an die uns am Sinai überlieferte Thora. *) Warum gerade diese — warum die Einheit, und nicht wie bei Jckarim die Existenz Gottes, welche die Einheit involvirt ("i"o -r"v), und warum nicht wie letzterer auch jenseitige Bestrafung und Belohnung ->2w. Darüber uns Aufklärung-zu geben, hält der Vers, nicht der Mühe werth. — „Wer diese Hauptursache leugnet, stellt sich außerhalb des Gesetzes. Ich sage „sich", denn wir muffen ihn immer als betrachten." O wie klug und gelehrt! Hat denn irgend Einer etwas Anderes gesagt? Solcher Art sind eben die unaufrichtigen Expretorationen jener literarischen Betrüger, die dem leichtgläubigen Leser so ganz nebenbei gleichsam in den Rücken kommend den Glauben beizubringen suchen, als ob der Gegner das Gegentheil gesagt hätte. Das haben diese aber nicht gethau und werden es hübsch bleiben lassen. Ja, sie behaupten sogar, daß Gott dies nicht erst aus dem Mund des brrpiw, wie Verf. meint, sondern schon durch den des ersten und größten Propheten ri"p ->"v, nämlich: (Deut 29, 18. 19. 20) klar, deutlich und ausführlich verkünden ließ; und daß sich die aus 'r>psi2 2"r> /.ip /rnmr, citirte Stelle, die sich allerdings an rnpni' anzulehnen für nöthig findet, keineswegs nur den Grundsatz der Unmöglichkeit des freien Austrittes aus der Religionsverpflichtung erhärten will, denn dieser ist, wie erwähnt, klar und deutlich in der.-iurr selbst ausgesprochen; sondern zu constatiren, daß bei selbst im rnbz der Grundsatz i'.pp' brri gilt, und wir nicht berechtigt sind, zu behaupten, wie gewisse Leute sogar von der Kanzel *) §?b auch an die E ugebungkn der O*-k'2Z und der S"p2VN, darüber hüllt sich der vorsichtige Vcrf. in ein erklär» Uchrs Dunkel. herab eiudriuglichst anzuempfehlerr beflissen sind, daß wir in aller und jeder Beziehung in dem Volke, unter welchem wir leben, anfgehen, jede Besonderheit aufgeben, um jeden Preis auch um den der höchsten Glaubenssätze jede Disharmonie im conventionellen Leben vermeiden sollen, gegen diese vvov gegen diese willkürliche, für Judenthum ausgegebene 7>-?L2 wendet sich eben Gott durch brrpim mit dem '121 :ipm i'2 -rb v-r. Als vollgültiger Beweis dafür, daß das der oberste Grundsatz des Judenthums sei, gilt dem Vers. S. 9 die Stelle b22 Ti-av lbx2 i"p2 ^12.1 bv?>bi2 was, höchst auffallend, nur dadurch zu erklären, daß durch die bloße Leugnung der i"p die Zugehörigkeit zu uns ausgesprochen wird. (Siehe auch Israelit Rr. 4 und 5 d. I.) Wie aber, wenn jeder Schulbube sieht und weiß, daß das Citat nur ein euphemistischer Ausdruck für das gerade Gegentheil ist, nämlich, daß das Vekenntnrß der der Leugnung der ganzen Thora gleichkommt, wie (es ist lächerlich, hiervon noch reden zu müssen) aus Chulin 5 und Schebuoth 29, wo es heißt, .iiivn deutlich erhellt, und, um dem Blödsinne auch eine vollgültige Autorität anzuführen, auch '"w-, Chul. Schlgw. rori ausdrücklich ausspricht. Natürlich weiß dies auch der Vers, recht gut; allein er braucht gerade das Gegentheil und das ist die Hauptsache. Sowirthschaften die Helden des modernen Judenthums in den heiligen Hallen unserer Religionswissenschaft. (Fortsetzung folgt.) Gau jüdischer Armen- und PiLgerwohnungen in Jerusalem. Durch Sußmann Mayer in Sickershausen von 2 Ungenannten 3 fl.; abz. Porto 2 fl. 40 kr. — Durch L. Massenbacher in Fürth gesammelt 2fl.; von Frau Wetzlar bei wohlthätigen Frauen gesammelt 15 fl.; zusammen 17 fl. (der größere Theil der Sammlung wurde f. d. A. d. h. L. Herrn M. Zimmer übergeben). — Durch Rabb. D. S. Weiskopf in Wallerstein von Sal. Ettenheirner aus Klemerdlingen bei einer Hochzeit gesammelt 3 fl. 30 kr. — (F. d. A. d. h. L.: durch Leop. Frank in Stuhlweißenburg: M. L. Deutsch in Szilas-Balhas 3 fl. 60 kr.; Ungenannter 3 fl.; Ungenannter Ifl.; zusammen 7st. 60 kr. ö. W. — Durch Vorsteher Jonas Mayer in Trebur: Mach. Hasch. 2 fl. 36 kr. — Durch Lob Sulzbach in Darmstadt desgl. 13 fl. 5 kr.; von der isr. Gern, zu Heppenheim desgl. 2 fl. 18 kr. — Durch Levi Josephs in Emmerich: von ihm selbst 1 fl.; von Jos. Levy in Glehm 1 fl Mach. Hasch.; zusammen 2 fl.; abz. Porto 1 fl. 47 kr. — Durch Abraham Oppenheimer, Lehrer in Theilheim, f. T. CH. im h. L. 11 fl.; abz. Porto 10fl. 54kr. —)