Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 19 (11.5.1864)
- Date
- 1864-05-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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250 gebens gesucht, dieselbe in einer sehr alten Gntion *) vom Jahre 2"si7 gefunden habe. Dieselbe lautet das. 8"p wie folgt: rppv i"^p sv'O ^Opb p'pi p**) P2172 8b. Da ich nun den Ort der Herausgabe des genannten Wertes nicht anzugeben im Stande bin, so konstatire ich hier zur näheren Bezeichnung, daß die vier Theile des Schulchan- Aruch in einem Bande, jedoch mit vier Titelblättern, sich befinden. Auf den Wunsch der verehrl. Redaction bin ich bereit, derselben die Copie des Titel-Blattes einzuschicken. Für jetzt begnüge ich mich jedoch, folgende Stelle aus demselben hier anzuführen: 1)22 ii78 2')i'L i)2L.i '2 1'21.1)22 .1172 11 ".12 P8)2 18117' 1)"? .1811.1 82' 2217' 2) 2'1712 2'POIO 18 2121172 218 bp 1112' 2'.1' 2.l")22 11P2 21P2 I7P22 12 2'21 22217 22")2.1 1221 '211 ^>11)2 11122 1122 212 1212 28 21pb 2822' bp)2 N"S17 2)17 PL?2 2"l '2 21'2 1228^2 2'1781 '.121-2172 da man hieraus ersieht, daß die im Rema mit vorkommenden () eingeschloffenen Quellen-Angaben nicht vom Verfasser, sondern von den Verlegern beigegeben worden sind, was für den gründlich Lernenden von nicht zu unterschätzendem Interesse sein dürfte. Ich will noch zur näheren Einsicht in das genannte Werk den Namen des „Magiha" hier veröffentlichen, der sich also unterfertigt b2p2 111 '1212b8, wie auch den Namen des 82812 b8pm' 12 „Madfis", zu dessen Ehre ein hebräisches Gedicht am Schluffe des Choschen Mispat seinen Platz findet. Derselbe hieß 1222 22)2 i".i2 p 111, wie es in den ersten Wörtern jeder Strophe des gen. Gedichtes zu ersehen ist. — 5) — Daß R. Jes. Berlin die Mischna Megilla 23 d. übersehen haben sollte, erscheint unmöglich, da es einem ganz gewöhnlichen Bachur, der nur ein einziges mal Megilla durchgelernt hat, nicht zu verzeihen wäre, wenn er eine Correctur dieser Art vornehmen würde. Es ist nach meiner unmaßgeblichen Ansicht eher anzunehmen, daß diese Correctur nicht von R. Jes. Berlin herrühre 2bp W22 ^'p)2l7D i8bi, wie das nicht selten vorkömmt. Vergl. Ketubot 2 a, wo von „Ben Seeb" eine Glosse beigedruckt ist. Zur Erhärtung meiner Ansicht möge ein „Hagah" hier Platz finden, der besonders geeignet ist, unsere Aufmerksamkeit zu fesseln. Siehe Berach. 7 a, wo es in der Gemara heißt 2182 2)2171 2'2d8 2)2171 8121 217222 128 Z21 .1221 2PI72 2)2171 2')2171 die Glosse hierauf lautet also: O,1)bl ^2 8121.1 P122i> P2) 121'1 ,8121 2)217 PO11) 17' .1112 'P1O2 1)) s1l22^ 2"21 2182 .1)2^ 2'D^>8-2)217. Daß nun eine Leseart existirt haben müsse, wo anstatt 8121 21722 ,8121 2)217 gestanden, geht aus Jal- *) kleine Taschenausgabe, die blos p"l7 und 8"21, aber Beer ha Gola noch nicht enthält. **) und nicht wie in unseren gewöhnlichen Ausgaben. kut Thillim 638 (Ed. Frankfurt an d. Oder) deutlich hervor. Was aber hinzugefügt wird, daß es besser wäre, das „Ribu" zu streichen, weil sodann die übrigbleibende Zahl gerade so viel ausmacht als die Psukim der Thora, ist unbegreiflich, da die Zahl der „Psuke- Thora" bekanntlich die Ziffer 5845 nicht übersteigt. (Vergleiche verschiedene Bibelausgaben, Ende derThora.) Daß diese höchst irrthümliche Correctur nicht R. Jes. Berlin zum Verfasser haben könne, wird wohl Niemand in Abrede stellen wollen. Wir sind daher zu der Annahme berechtigt, daß nicht alle „Hagahos" von R. Jes. Berlin ausgegangen, sondern daß auch manche Correcturen von Unberufenen sich eingeschlichen haben. Högyesz, am 5. Adar 5624. E. M. Goitein, Rabbiner. Zeitungsnachrichten und Correspondenze«. Deutschland. Mainz. Wie alljährlich wurden auch in diesem Jahre die hier garnisonirenden österr., preußischen und hessischen Soldaten während des verflossenen Peßachfestes vollständig verköstigt; es wurden an circa 40 Mann, an jeden 17 Mahlzeiten, also im Ganzen gegen 700 Mahlzeiten verabreicht. Die von dem Herausgeber dieser Blätter veranstaltete Collecte machte es möglich, den größten Theil der Kosten zu decken. DaS Verhältniß gestaltete sich derart, daß die Religionsgesellschaft (die Minorität) die Gemeinde hingegen (die überwiegend große Majorität) nur der Kosten trug. Von der renommirten Weinhandlung der Herren Hugo Bon di u. Comp, wurde eine nicht unbeträchtliche Masse Weines für die Sedernächte unentgeltlich geliefert. Mainz, den 1. Mai. Herr vr. Lorje, Gründer und Leiter des Colonisations-Vereins für Palästina, zu Frankfurt a. O., hat eine schwärmerische Ansprache erlassen. Er beginnt mit den Worten: „Kein Bettler trete ich vor Dich hin, sondern ein König im Reiche der Geister, ein Gesandter Gottes," und bezieht auf sich das Wort der h. Schrift ^i)i O.i^ 2'P8 8'2) „einen Propheten will ich ihnen aufrichten aus der Mitte ihrer Brüder, wie Du (Moscheh Rabbenu) bist (5. B. M. 18, 18)". Wir erfahren aus dieser Ansprache, daß das Capital des Colonisationsvereins auf 3000 Thaler augewachsen ist. Freilich eine noch sehr geringe Summe im Vergleich zu der Großartigkeit der zu realisirenden Zwecke. Frankfurt a. M. Der Verein zur Unterstützung armer Wöchnerinnen in hiesiger Umgegend