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Der Israelit · 1864-05-11 · Heft 19 (11.5.1864) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 19 (11.5.1864)
Date
1864-05-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
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S49 Literarisches. 4) — Gestatten Sie mir, geehrter Herr Redac- 4rvr, Ihre geehrten Leser auf eine Stelle in dem rühmlichst bekannten Werke ^82" aufmerksam z» mache», die der besonder» Erwähnung würdig ist. Wir wollen dadurch nicht den Beweis liefern, daß sich zuweilen auch die größten Gelehrten irren können, denn der Satz ,,p2' '2 7ii8^V" bedarf unserer urkundlichen Bestätigung ebensowenig, als der, der ihn aufgestellt, nnfere Zustimmung nöthig hat. Wir wollen uns vielmehr dadurch den bewährten Spruch P222 .22^2 2'71S782 ins Gedächtniß rufen, und es abermals einsehen lernen, daß die 2^2782 und 2'pviD, aus deren unversiegbarem Quell wir stets neue Labung schöpfen, kein Wort überflüssig oder unbedachtsam niedergeschriebe« haben. Wir wollen daher an die Pflicht erinnern, dem gründlichen Talmud- und Poskim-Studium mehr Zeit zu weihen, als all der oberflächlichen Vielwifserei aus den magern Compendien. Nun zur Sache. S. Chulin 100 a. ^121 82122 ^'22bi. Zu dieser Stelle bemerkt der Rosch Josef, daß er die vom -8"Q 1V"S 2"2 und 2"1' '"2 angeführte Meinung von Raschi "O 'p2 V2'2 V2'2 nicht habe finden tonnen. Dann glaubt er in dem von Raschi in Bezug auf die Stelle ^121 7ib'2i .22'7i7i «-,"222 ^22 angeführten Worte.22'2Qi die gen. Zustimmung zum Raabed gefunden zu haben. Wir lesen jedoch im Rasba Torat Hab. (Ed. Wien v. I. "b82L"^„ 2w -j8) 69 a '"^2 *2222 22 71822 ^21 ohne nähere Anweisung, wo die Worte Raschi's zu finden seien. In den R. G. A. 425 deutet R. auf die Stelle hin, indem er sagt: 1^ 88v7>i7 122 s'2Oi8.-> ^O"^"i '"1721. So wird im 2"2 w"osr im Namen des „Ran" 2.2:2 2"2 2172 beschem RaSba aus Raschi's Worten Bab. Mez. 53 a. 71821 2718 'P2 8^>1 2122 ^>222 hergeleitet, daß er sich der Ansicht des 22"82 gänzlich anschließe. Die Worte des w"O8 finden sich in den R. G. A. des Rasba 272 und lautm also: 12 ,2822 s?"i '"L?2 »2222 2^1 71821 2718 'P2 8°?1 2122 ^22 ^>"l '"^22 ^121 2.21.2 P222 — ^121 'P2 8.2'2 s'21O'8.2 28^2 O'r7l72 2N7^2 .282^1 Wir ersehen hieraus, daß die einfachen Worte des obgenannten Kesef Mischna '"22'2222 2 "21 in Raschi's Erklärung zur Gemara ihre Begründung haben, auf welche schon von den Rischvnim hingewiesen wird. Es ist daher zu verwundern, daß die oben angeführten Rischonim von dem Verfasser des „Pri Megadim" außer Acht gelassen worden sind. 2) — Die in Nr. 43 dieser geschätzten Blätter mitgetheilte Cvrrectur des i"i' p"c> i"i' '->v 71 "8 i"io (dem Elia Raba den Fehler nachgeschrieben), findet sich Ln de« in talmudischen Kreisen rühmlichst bekanntm Werke „Kerem Schlomo" zu O. CH. zur St. (Ed. Preßburg — Anton Schmid 1643) und lautet wörtlich also: 2"p 2 p)22 81.21 P22P l7'2 V"81 O"v;'22p k)1O '21712 P"V ^81 O"v l"l271 ^2V 2P2 712'7> 21 si2 P21'7I 7l"22 OPV 127121 O'O'222.2 IIL^I. 3) aä vovorn „Kerem Schlomo" kann ich nicht umhin, die Aufmerksamkeit Ihrer geehrten Leser auf folgende Stelle des genannten Werkes zu lenken. Im Jore Deah Cap. 246*) sagt der Verfasser, daß sich der 71U71271 712222 in demHagah al Ho-Rambam 8"2 ^22 "2 p2s Halacha 11 wunderbarer Weise sehr geirrt habe, indem er unter „LTnp^kivi" „Gelehrten-Streit" verstanden, was aber nichts Anderes als „Abtheilungen" bedeute. Da nun hier bloß das Werk.21^2.2 712222 und nicht der Name seines Verfassers genannt wird, und man daher leicht glauben könnte, daß der weltberühmte R. Salomon (ehemaliger Oberrabbiner zu Lemberg) Verfasser des bei uns bekannten dreitheiligen Werkes .21172.2 712222 sich so geirrt habe, so fühle ich mich verpflichtet, seine Bemerkung zur oben angeführten Stelle des Rambam hier wörtlich folgen zu lassen. Dieselbe lautet: i'"i2 812^2 2">.2 sTiipbrivi p-iip'l77i ^2 /IV2P2 s>2N,22;.2'711P1^7!21 228 1^>82 ^l".2 k)"lp 2718 81,217 22OP1 .212 172.2171 sl8'^> '"l72 71^2711-7122 1221 '^181 ,"P287I .2^172.2 7>2222221 2"O1 „7>P1^7I2" Pl7^2 .21.2 L72L>> '71^22^ 2")1 '2 'P'2O '2,2 1^71' 2'82.2 711212 b"2p. Wir ersehen nun zur Genüge, daß die in dieser Bemerkung ausgesprochene Vermuthung zur Wirklichkeit geworden. Denn es scheint dem scharfsinnigen Verf. des Kerem Schlomo, der die obige Erklärung des Wortes „s7iip^7i2i" als die Seinige hinstellt, entgangen zu sein, daß der Magiha al ho-Rambam und der oben genannte Rabbiner zu Lemberg zwei verschiedene Personen waren. — Daß es aber, nebenbei bemerkt, nicht gerade darauf ankömmt, ob das i nach oder vor dem p steht, geht aus Chron. I. 27,2 und mehreren Stellen das. deutlich hervor. 4) — In Nr. 5 dieser geschätzten Blätter macht H. D. Deutsch, Rabbiner, auf Rema zu Eben Haeser 145, 5 aufmerksam und schließt seinen diesbezüglichen Artikel mit folgenden Worten: „Es wird mich freuen und zu Dank verpflichten, wenn Jemand eine Edition namhaft machen sollte, in welcher dieser Fehler sich nicht findet". Um nun dem Herrn Deutsch sowohl als auch Ihren geehrten Lesern eine Freude zu bereiten, beehre ich mich, Ihnen anzuzeigen, daß ich, nachdem ich die richtige Leseart des Rema in fünf verschiedenen Ausgaben des Eb. Hass. (Wien. Amsterdam. Fijurda) ver- *) S. auch O. CH. Cap. 241 Ende.

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