Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 15 (13.4.1864)
- Date
- 1864-04-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Beilage zu Nr. 15 des Israelit. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Österreichischer Kaiserstuat. Kecökem^t im März. Unser pseudonyme Gegner in der Chorfrage beharrt in seiner Replik Nr. 10 d. Bl. nicht nur bei seiner Behauptung vom 212,2 ->'2x der Choralien, sondern auch bei seiner Taktik, einen Kamvf zu führen ohne Waffen, Behauptungen aufzustellen, ohne sie durch Belege zu begründen, und begnügt sich mit der vornehmthuenden Phrase: '21 27'222 X2'227, während es doch noch bescheidene Leute gibt, die sich nicht weise dünken und mit bloßen Andeutungen sich nicht begnügen. Die beiden einzigen auf die beregte Frage bezüglichen Stellen aus dem Schulchan Aruch werden von Hrn. Siruonides nur «v paL- 8ant berührt. Beim Anfuhren des: 2'22: p22 2"x x"22, wird die einschränkende Erklärung: xpi2 :"p 2'22 221'2L7 PD abermals übergangen, ja mit dem Zitate aus Joreh-dea 178 noch übler verfahren, indem die wichtigen Schlußworte ausgelassen und verschwiegen werden. Diese Stelle lautet nämlich : px 12'X 27 >71 — b7l 22b;'222 X>1 212p.-. 21P27;'7>12 IX — H71 21-22? 21^7 217P2 12 DM 2222 x7x 21OX V2'2> X2X2 22-12 2P2 i'XI pribl 2252^7 D22L7 2222 22'212X2 212p 12 '212X2 '222 21L/2!2'2 Herr S. räumt wohl ein, die Schire Zion seien keine Kirchenmelodien, erklärt sie aber dennoch für 2iO'x 2122, weil im Kirchenstyle komponirt, demgemäß das in der frömmsten ung. jüd. Gemeinde neuerbauete 22:22 2'2 weil mit Thürmen versehen, also ebenfalls im Kirchenstyle erbauet ein 2122 2D'x wäre, wofür 2L'2 'D px:,2 22,2 verantwortlich gemacht und von gewissen Leuten ungehört und schonungslos verurtheilt zu werden verdiente. Nachdem er bewiesen hatte, daß Antiphonien oder Wechselgesänge echtjüdischen, uralten und heiligen Ursprungs sind — 2'pvx 1222 21H2P22 — 7xiir" 21P22 — vertheidigt sich unser Gegenpart, er habe bloß die im M—er Tempel bewirkten Antiphonien als unjüdisch charakterisiren wollen; weil — ja das „Weil" pflegt Hr Simonides gewöhnlich schuldig zu bleiben, und X2222 X2'2n^> '21; man wird in M. schon die Gründe herausfinden, weßhalb gerade nur die dortigen Antiphonien standrechtlich verurtheilt werden müssen. Jedenfalls haben wir die Genugthuung, daß durch die aus »«erwiesenen und unbegründeten Machtsprüchen bestehende neuerliche Replik des Hrn. S. unsere Ansicht gerechtfertigt ist, zufolge deren die Chorfrage als eine lokale Angelegenheit und den örtlichen Verhältnissen gemäß zu behandeln sei. womit wir jeder weiteren Polemik hierüber enthoben ' sind. Jedoch verbietet es uns die einer anerkannten rabbinischen Autorität schuldige Achtung folgende zwei- > deutige Auslassung des Hrn. S. stillschweigend M übergehen. Derselbe sagt: Er habe das 2ix:p2 202! nicht zur Hand, zweifle aber nicht, daß '22 '.212 pxan ^''7 21,2 sich weder gegen X27 noch gegen x"22 etwas ' erlaubt, und wenn er es thäte, dürfte er nicht berück-! sichtigt werden. Der Beharrlichkeit des Hrn. S. im , Behaupten und Nichtbeweiseu werben wir auch hier wie immer Belege und Zitate entgegenstellen. Die? bezügliche Stelle im 2ix:p2 22:2 Fol. 1. lautet i wörtlich: '>22 22'7LX Ü12: X12 '2 .217.2P22 2'V21 222227 2'X'2:2 '2'2 21p 2172P22 2'L>2 2 7^X ^'2 2X! (>-.2.2 2"2 .2212) .222 .22'^ 2P'P 7"',71 L-2P2.2 '22VQ! 22'2'722 71X7 'X2 2"L' X7 7"S27 .27?DP i.'.2X2 122V 2.21' .7 "2P 12>2 X^> Wir glauben, dies ist deutlich gesprochen unk jeder muß erkennen, daß diesem 7"L2;ix: die diesbezüglichen Stellen des p"L> bekannt waren; freilich hatte derselbe keine Abnung davon, das später ei» Herr S. in 2'22: '2'p den Kirchenstyl hinein escamo- Liren, oder um den talmudischen Ausdruck Zu gebrauchen X.222- X2 P2 X7'L!?"P2 sein werde. Gegen welchen x''22 hat sich dieser;ix: etwas erlaubt, so dasi Sie, Herr S.. ihm die Berücksichtigung absprechen? Ja wohl gegen den x"2-, den Sie eitirL haben unter Weglassung des Nachsatzes. Und gegen welche X2vä hat jener Verfasser sich versündigt? Etwa gegen die von uns zuerst citirte Stelle in .2212, woraus deutlich zu erfahren ist, daß der?N2 das P2V bloß intoniren und dann mit 72p einstimmig singen soll, während i» vielen Tempeln das p2L' vom y2 allein gesungen und dann erst von 7.2p wiederholt wird; aber kann mau dieserwegen schon die Choralien überhaupt für 212« 2122 erklären, da es wohl genügt, dielen specielleu Verstoß gegen den 22:2 einfach zu beseitigen, wie solches vor vielen Jahren schon von uns thatsächlich geschehen und auch in M. empfohlen wurde. Dieses Faktum beweist, daß uns nichts ferner lag, als diese» von uns gerügten und abgeschafften Verstoß in Schutz zu nehmen, wie Herr S. uns insinuiren will. Wir sagen in unserer früher» Entgegnung ausdrücklich: „Eben daselbst kann Herr S. die Widerlegung all dessen finden, was er über das Singen des 7x22" poe? behauptet." Also nicht die Zulässigkeit des Schweigens, sondern die des Singens sollte bewiesen werden aus der 2:^2: X21P2 22ix.2'O2: '2 ... .22'^ 12LX -m'Z p2L? nx und zwar nach ver einfachsten logischen Regel, wenn ist auch d—s. Die 22'N wird wir das p2n, also auch pvw wie 22'n intonirl, worauf die Gemeinde einsällt, dies ist somit ein Wechselgesang