Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 14 (6.4.1864)
- Date
- 1864-04-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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185 Literarisches. 11. Halberftadt, 24. Febr. (Schluß.) Herr Redacteur! Ihrem Württemberger Correspondenten in Nr. 4 danke ich für den, gleichwohl von ihm selbst als problematisch gehaltenen, Beitrag zu der von mir in Nr. 1 nachgewiesenen Thatsache, daß;2"22 wenigstens mit einigen Partien des Sohar bekannt war. Denn das Weggehen des Schattens in der Hoschana-Rabba- Nacht, dessen p"O2 in seinem Commentar zu 272^2 erwähnt, findet sich meines Wissens weder in dem babylonischen, noch in dem hierosalemitischen Talmud, noch in einem Midrasch, und somit kann fast apodiktisch angenommen werden, daß;2"22 dies dem 0222 '2"L72 entnommen. Ich vertraue bei diesem Ausspruche keineswegs auf meine geringe Belesenheit, sondern auf die des R. David Abüdarham (lebte ungefähr vor 550 I.), der in seinem Werke über Gebete und jüdische Ritualien von dem Beschauen des Schattens in der Hoschana-Rabba-Nacht in einer Weise spricht 1).2)L7 2'L')x L", daß angenommen werden kann, daß dieser Sammler weder in den Talmuden, noch im Midrasch eine Spur davon gefunden. Meines Wissens findet sich diese Schattenprobe, aber ohne Bezugnahme auf die Hoschana- Rabba-Nacht, oder eine andere Zeit, im Talmud Kritut Fol. 6 und heißt: 'p2i X7I21X2 p2)2;X2 'X7i 71X1227 71X122 271 X27122 X7V22 21p') ,.2'2'27 22712 P2')2 ,X22 X7>7O 1X7l ,7I22'2p X2X2 P2') (H^H >2 '^"22) 71'7l2 P2.221 ''2P2 XL'771 XQ72. Es wird also, wie aus Vorstehendem zu ersehen, ausdrücklich bemerkt, daß man von solchen Auspicien keinen Gebrauch machen solle, weil sie unzuverlässig und für den Unternehmer beunruhigend feien. Besitzt Ihr Württemberger Korrespondent das Buch 'xrii' p von R. Moses Könitz, so wird er sich überzeugen, daß noch viele andere. Stellen im Pentateuch-Kommentar des p"Q2 auf die Thatsache hindeuten, daß demselben mehrere Partien des Sohar bekannt waren. Inzwischen haben meine fortgesetzten Studien über das Alter des Sohar zu dem Ergebniß geführt, daß auch die § onim mit vielen Stellen des Sohar vertraut waren und in ihren Resp. davon Gebrauch gemacht haben. In 2')'X).2 Nr. 5 anfangend: 22) dp 7idXL7 si2i 7IL712 2WX sagt PX) 'X71 22: Eure Debatten P)P2 71-1)71 und in Betreff eurer Annahme, man könne durch die Gesetze der Natur die Sache ergründen... wisset, das ist nicht der Weg, auf welchem ihr die Absicht Gottes und unsrer heiligen Thora findet. Erhabener, als das menschliche Denkvermögen sind die göttlichen Gesetze . . . Doch wenn ihr den tiefen Sinn des Pesach erkannt und warum vom Pesachfeste 7 Wochen bis zum Tage der Gesetzgebung gezählt werden, dem Tage, 2'2L?2l5 27V2X2 2'227122 7X2L"Lk, dann werdet ihr auch das Wesen und die Bedeutung des in Rede stehenden Gegenstandes verstehen. Diese Idee findet man in derselben Weise ausgesprochen in der Soharstelle 212x^2, anfangend: 222221 22V, welche einen der Vorträge für die Schebuoth- Nacht bildet. Vergebens sucht man sie im Talmud oder im Midrasch. In demselben Werke Nr. 34 Resp. von RabZemach Gaon: In Betreff eurer Anfrage, warum man die Bachweide an der Erde abschlägt. Wie uns scheint deßhalb, weil die Bachweidenblätter Bild der menschlichen Lippen sind. Die Mizwa der Bachweide sühnt die Sünden, welche mit den Lippen verübt wurden. Von diesem Tage an (den 7. des Sukoth) lege man! Staub in den Mund, vielleicht ist noch Hoffnung! (Klagl. Jer. 3, 29. d. h. verstopfe den Mund mit! Erde, wenn er sich zum Bösen öffnen wollte). Unsere! Alten gaben dem Abschlagen an der Erde auch noch i die Bedeutung: Vis zum 7. des Sukot ist der Satan, der Ankläger gegen Israel, thätig, die vielen Mizwot aber, welche Israel während dieser Tage verrichten, machen ihn wirkungslos. Von diesem Tage an kann > sich keine Lippe gegen Israel in Bewegung setzen, dem Widersacher ist die Gewalt genommen und er fällt zur > Erde." Sowohl der Inhalt, als die chaldäschen Aus- I drücke des Gaon sind dem Sohar m '2 und nament-! lich auch der Stelle entnommen, welche den vorletzten > der Vorträge bildet, die in der Hoschana-Rabba-Nacht! gehalten werden. Ich denke, die Fortsetzung bald mit-! th eilen zu können. Auerbach. Gau jüdischer Ärmen- und Pilgerwohnnngen in Jerusalem. Durch Rabb. Wißmann in Schwabach bei verschiedenen Gelegenheiten gesammelt 18 fl. (f. d. A. d. h. L.: durch Rabb. Waelder in Laupheim Challagelder 22 fl.; abz. Porto 21 fl. 36 kr.) — Von der 1 Gemeinde Miehle (Nassau) Machazit Haschekel 2 st. 2 kr. — Ungenannte aus B. (f. d. n. S. 1 Thaler;! für T. CH. im h. L. 1 Thaler.) — (Anm. Von den! bereits veröffentlichten, durch Rabb. Weißkopf in Wal-! lerstein gesammelten 25 fl. f. d. n. S. in Jer. waren! 3 fl. für Rumpf in Jerus. bestimmt.) Durch S. Bürger, Vorsteher der Synag.-Gemeinde in Siegburg als Ertrag des '7pL>7> rimriQ (f. d. A. im h. L. 3 fl. 3V kr.) — Durch Efraim Wolf, Lehrer in Unterleinach,