Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 13 (30.3.1864)
- Date
- 1864-03-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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170 Indessen weit entfernt, daraus, oder etwa um die j Consormität der Tosefot Sota mit den Tosefot Menachot herzustellen, den Schluß ziehen zu wollen, Sefer i'TNTN habe Rab-Achai Mischabcha zunl Verfasser, bescheiden wir uns gerne, daß alle bisherigen Combinationen den Namen des Verfassers des Sefer noch nicht zu ermitteln vermochten, und wir dsßhalb weiterm Aufschlüsse von Seiten der gelehrten Leser entgegensehen. 5) Hierbei taucht noch ein anderer Zweifel auf. Dürfte nicht etwa das Sefer ein Fragment von der Hilchot Erez-Jsrael sein, welche Tosefot Sebachim 31 d. mit folgenden Worten erwähnen: '.TW'NN O'NP- Xdl NllV.'fTII! innr 1218 821P2 rni2in fNV V81L" Was diesen Zweifel motivirt? die Stelle, welche Tosefot Chulin 10t> K. als dem Sefer i'M^n entnommen uns mitrheilen, von dem sagen die '"-in in Berachot Abschnitt VIII.: 1x22 risirt ->'n ^2 (:c.:;H-.i'7) O'-r nv'n: '"-r n-nv. Und es wird Niemand, der in die betreffende Halacha eingedrungen, in Abrede stellen können, daß '"nn dasselbe Citat meinen, das Tosefot, als dem Sefer i'Timo entnommen, in Chulin bringen. Es sollte mich freuen, wenn durch die Anregung dieses Zweifels die Forschung über Inhalt und Verfasser des Sefer -"mi gefördert würde. Ich hörte vor 2 Jahren von einem Freunde, daß diese Hilchot-Erez-Jsrael in der kais. Bibliothek in Paris sich befinden und weit reichhaltiger, als nach jenem Ercerpt von Tosefot Sebachim in Mordechai Chulin C. 1 (nach welchen sie nur Hilchot Schechita enthalten) zu vermuthen, sein sollen. Ein jüdischer Gelehrter könnte sich sehr verdient machen, wenn er durch Mittheilungen über den etwaigen Verfasser und Inhalt des Buches, oder gar durch Herausgabe des ganzen Werkes unsere Literatur bereichern würde. , Auerbach. Die verschiedenen Angriffe ans die Eristens des positiven Iudenthnms durch die jüdischen Neologen inWien, in ihrem innern Zusammenhänge. Von H., einem österr. Bezirksrabbiner. *) Daß ein innerer Zusammenhang zwischen den Erscheinungen, den Kämpfen und Angriffen, deren Gegenstand das positive Judenthum in Oesterreich seit *) Ist uns für Nr. 12 zu spät zugekommen. Red. beinahe drei Jahrzehnten war, besteht, ist nicht zu bezweifeln. Wahrlich, es liegt ein verderbliches System in dem Abschnitte der letztjüngsten Verfolgungsgeschichte der jüdischen Gläubigen und ihres Glaubens. Wir nehmen hier nicht die Feder zur Hand, um mit ihr, wie es oft eine unausweichbare Nothwendigkeit ist, die Fehde fortzuführen, sondern wollen nur einen kurzen Abriß einer der traurigsten Perioden der Geschichte des Judenthums hier geben. Der Hintritt des 2"i".-i"2jkrz.i des sel. Ober-Rabbiners in Preßburg war von außerordentlicher Bedeutung und Wichtigkeit für dieJudenheit Europa's und besonders für die von Oesterreich. Noch stoffen die Thränen reichlich in allen israelitischen Gemeinden; eine allgemein tief empfundene Trauer, wie sie sich in diesem Grade und in dieser Ausdehnung kaum in Jahrhunderteil wiederholt, hatte mit besonderer Jntensivität die sämmtlichen israel. Gemeinden Oesterreichs ergriffen, und noch suchte und rang sie nach fchmerzlichem Assdrucke: da war es Herr I. N. Mannheimer, der Prediger der israel. Cultus- Gemeinde in Wien, der es wagte, diesen erhabenen Schmerz durch die muthwilligsten Worte, die an heiliger Stätte gesprochen wurden, herabzuwürdigen; das frischaufgeworfene, das so theure heilige Grab, von der ganzen Judenheit als heilige Stätte hochgeehrt, mit dem Steine der Verdammung zu bewerfen. Herr Mannheimer sprach, „daß dieser Mann rl'§2 12'Di 1212 Hunderttausende an Geist gelähmt und dieselben unglücklich gemacht". 2^ Jahre sind seitdem vergangen; getrocknet sind die Schmerzensthränen der Trauer; aber so wie die Stellung des isiO riL/2 bei seinem Heben nur eine rein moralisch einflußreiche war in dem Sinne, für welchen den Reform-Jüngern u. -Meistern jedes Verständniß abgeht, so hat sich auch bei ihm der Spruch der Weisen;.i"N22 ->nn;r>r>'22 o'p'-m mbi-u wie selten bei Einem bewährt; und ein Ausspruch des Herru Mannheimer gegen das Andenken dieses großen Mannes würde heute noch mehr Entrüstung Hervorbringen, wie zur Zeit, als sich noch kaum das Grab über ihm geschlossen. Und Herr Mannheimer?. Nach 25 Jahren finden - wir den nun ergrauten Mann vor dem h. Gerichtshof die das positive Judenthum in seiner realen Existenz vernichtende Aussage abgeben: es gebe kein orthodoxes Judenthum, es sei eine vom Gesammtjudenthum sich lossagende Sekte. Es ist dieß die Frucht, die sich damals in ihren ersten Keimen regte. —Man muß das liebevolle, kluge, leutselige Benehmen des seligen p'bp seine bis in's höchste Alter, bis zum letzten Athemzug aufopfernde Thätigkeit zum Heile der Gesammtjudenheit, sein edles, gewinnendes kiN'Ori im erhabensten Sinne dieses Wortes gekannt haben, man muß wissen , daß dies ausschließ-