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Der Israelit · 1864-03-09 · Heft 10 (9.3.1864) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 10 (9.3.1864)
Date
1864-03-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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129 standen haben will, verurtheilt haben; denn in seinem Sinne haben ja alle Synagogen Antiphonien, wie das P2V und in« nach dem Ausheben der 2"O, inin und «i« in ^n. Wir haben überdies diesem Mißverständnisse vorgebeugt, denn wir haben gesagt, daß die „daselbst" (im M.'er T.) bewirkten Antiphonien jenen durchaus unjüdischen Charakter haben; und das kann kein Wahrbeitsliebender in Abrede stellen. Mit der i"2 P)N 221O 21V2 ist dieses Vergehen nicht gerechtfertigt, denn woher weiß H. Rabb. F., in welcher Weise die n'n 21'V gesungen worden, und ob gar bei der 21'V ein so förmlicher kunstgeübter Gesang stattgefunden? Und gesetzt, er könnte beweisen, daß Mosche eine Sulzer'sche Schir-Zion-Melodie dazu benützt, daß er diese Melodie den vielen hunderttausend Sängern in aller Geschwindigkeit eingeübt,*) sodann bei der Aufführung mit der Hand oder gar mit einem Taktstocke den Gesang regelmäßig geleitet hätte, gesetzt, er könnte dies beweisen, so dürfte doch solcher Gesang, da er uns seit Jahrhunderten entfremdet und in nichtjüdische Rituale ausgenommen ist, in der Synagoge keine Aufnahme finden. Es dürfte dem H. Rabb. F. nicht unbekannt sein, die Bemerkung des '122 über .1222, die ja auch von Raschi Deuter. 16.22, und von Toß. Aboda Sara II. a. citirt ist: .i«iiVi 212«- 2212« «"p°? P2 21«VPV '122 O'12^. Mit obiger Mischna will nun H. Rabb. F. auch den von uns gerügten Gebrauch in Schutz nehmen, daß der Cantor zuerst das P2V ganz allein recttirt, und erst nach Beendigung des ganzen Verses der Chor diesen responsirt, worauf der Cantor gleich 222-ri laut vorliest, so daß die Gemeinde, wenn sie das Schema nachdem sanctionirten1212: i>ip2 pV«i pios 211pj'i.m) («"O 2"i« 211122 mpv '12 21 laut sagen will, keine andere Wahl bleibt, als mit dem Chor nach dem Tacte milzusingen. H. Rabb. F. sucht nun zu beweisen, daß nach mehrerwähnter Mischna die Gemeinde das Schema erst dann fingt, nachdem der Vorbeter damit zu Ende ist und verweist auf die Stelle pups P2V 2« mit Bezugnahme auf die näher bestimmende 2"p^ OV «2SO12: ,,1'12« s'llp s21 2^>22 2212 «12V". Hier können wir dem H. Rabb. F. in der Thal nicht widerlegen, weil — er selbst sich so total schlägt, daß eine größere Niederlage unmöglich ist, indem er sich auf eine Stelle (in der, nebenbei bemerkt, nur vom Ablesen ,,«iip" die Rede ist, des Gesanges aber mit keiner Sylbe erwähnt wird) beruft, die so „gegen ihn und für uns spricht", daß darüber auch nicht der verlorensten Spur eines Zweifels Raum gegeben ist; daß nämlich das p2^ von dem Vorbeter und der Gemeinde zugleich gesagt wird, nur daß der Vorbeter das Signal zum vereinigten Ausruf zu geben hat. Hat denn H. Rabb. F. nicht gesehen die von ihm citirte Stelle erklärende '^i: pup 121 V^p 'is^V 212123 h'220 111131 2^2 Vp V11P2 211 221V 121 12' sdl2 P11P1 1'12« 22222 21'V.I 2« 12'? hat er nicht gesehen vier Zeilen weiter die «121: '112 '1.12 12^2 112-ri io«'i? hat er nicht gesehen 22 "212^ 2i'iV2.i Vii'S? hat er nicht gesehen 2"' ^212? So constatirt auch der Schulchan Aruch ^1 2"o n"i«, daß der Vorbeter beim Schema seine Stimme erhebe, damit die Anwesenden aufmerksam werden und mit ihm zusammen dem himmlischen Namen huldigen i2'2 v'2V 2V i2'>2i. (Siehe auch '"2.) Das 2i«ip2 ISO haben wir nicht zur Hand, zweifeln aber nicht daran, daß 2i'2 '22 ^2 p«i.i sich, weder gegen die «12: noch gegen dem «"21 etwas erlaubt, und thäte er's auch, so dürfte er nicht berücksichtigt werden. — Was das viereckige Käppchen betrifft, gestehen wir ihm gerne zu, daß es wahrhaft 112 2p2 ist, und sind ihm für diese Berichtigung dankbar. Aber warum übergeht er die Bemerkung über den zusammengerollten Talith mit Stillschweigen? So viel für heute pi.i 1122';p25. Kann H. Rabb. F. mit gegründetem Widerspruch uns entgegenziehen, so soll er uns willkommen sein; kann er's aber nicht, so möge er der '1 «"s 21'ip 21VO eingedenk sein: 2d22d ^v2i '«2V '121 pi'212 2221 '121 1'121 121p 21« «2' «^)V O'«2,1 21111> 12^. „Nicht den Sieg muß man für Ehre halten, sondern das Bewußtsein, Wahrheit gefunden zu haben." Simonides. Orthod. isr. Gidelarrstalt. Durch Simon Butten wies er, Lehrer in Fechenbach, von einem Ungenannten 1 fl. 42 kr. — Unterm 18. Februar 1 fl. 45kr. — Durch W. Herrmann, Lehrer in Glückstadt 35 kr. — Durch Distr.-Rabb. S. B. Bamberger in Würzburg von einem Ungenannten 1 fl. 45 kr. — Von B. I. Kohn in Reckendorf 18 kr. — Von Moritz Ekstein in Szerencs 10 kr. ö. W. — Durch Leop. Frank in Stuhlweißenburg von Adolf Löwy 90 kr. ö. W. Gesammtsumme: 8525 fl. 29 kr. Bau Mischer Ärmennnd Pilgermohnungen in Jerusalem. Ungenannter 1 Mark C. — 42 kr. — Ungenannter 18 kr. (F. d. n. Syn. in Jer.: durch Wolf 0 Dann wäre unsere Geschichte um ein Ol reicher.

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