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Der Israelit · 1864-02-24 · Heft 8 (24.2.1864) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 8 (24.2.1864)
Date
1864-02-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage z« Rr. 8 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Gericht. Frankfurt a. M., 8. Febr. Schir 6 Ieschurun. Zweite Sammlung Gottesdienstlicher Gesänge. Componirr von I. M. Japhet. Franks, a. M. 1864. Von Herrn I. M. Japhet, der auf dem Gebiete der Komposition für den Synagogen-Gesang bereits rühmlich bekannt ist. liegt uns eine neue Sammlung Gottesdienstlicher Gesänge vor. die unter obigem Titel soeben die Presse verlassen hat. Seiner ersten Sammlung Synagogaler Gesänge, die im Jahre 1856 erschienen ist und von Fachmännern wie Spohr, Lachner und Goltermann bestens empfohlen wurde, hat Herr 1. vorliegende Sammlung angereiht, ermuthigt durch den Erfolg, den jenes Werk gehabt hat, indem es nicht allein in Frankreich, England, Rußland, Schweden, Holland, Italien, Galizien und Ungarn eine willkommene Ausnahme, sondern sogar auch in Nord-Amerika eine bleibende Stätte gefunden hat. In vorliegender 2. Sammlung schließt sich Meyerbeer der Empfehlung obengenannter Autoritäten an, und der weithin bekannte Moscheles konnte es sich nicht vertagen, den Compositionen eine aufmerksame Durchsicht zu widmen. Wir geben hiermit des Letztgenannten Urtheil wörtlich wieder: „Die Gottesdienstlichen Gesänge, die Herr I. M. „Japhet in die Synagoge der israel. Religionsgesell- „schaft zu Frankfurt a. M. (r ß5<'>) eingeführt und im „Druck erscheinen ließ, sind schon damals von kompetenten Federn anerkennend empfohlen worden. — Ich „bin veranlaßt worden, zu einer neuen Auflage des „Wertes auch meine Meinung darüber abzngeben, und „cs gewährt mir Vergnügen, das lobende Urtheil meiner Vorgänger bestätigen zu können, und die Bemerkung hinzuzufügen, daß ich die als „herkömmliche „Melodie" bezeichneten Sätze den andern (sich an mo „derne Phrasirung anlehnenden) vorziehe, und besonders Nr. 5 und den Chor Nr. 18 heraushebe. — „Der Fortsetzung des Werkes bis Nr. 60 kann ich „gleiches Lob gewähren und hebe als die besten Num „mern die 44, 50 und 60 heraus." Was vorliegende Compositionen so anziehend macht, das ist die Einfachheit und Würde der Melodiken, wie auch die Consequenz derselben mit dem Inhalte. Wir hören die Westen und wissen, was das Lied sagen will, die Melodie ist die Übersetzung der Sprache geworden. Naiv und kindlich sind die nach den herkömmlichen Melodieen componirten Gesänge, die Moschelcs mit Recht denen der modernen Phrasirung vorzieht, sie führen uns in neuem, einfachem und geschmackvollem Gewände die alten Weisen vor und rufen die schönsten Zeiten in uns wach. Besonders ist noch hervorzuheben, daß das Ganze so angelegt rst, daß Wiederholungen, denen wir so oft bei Synagogen- Gesängen begegnen, und welche wir für unpaffend, ja für unerlaubt erklären müssen, sobald eigentliche Gebetstücke oder der göttliche Namen von denselben berührt werden, nicht Vorkommen. Ferner ist soviel wie möglich auf den Accmt gesehen, niemals aber ist ganz und gar gegen denselben gefehlt, so daß pnd? ganz oder umgekehrt gelesen würde es trifft sich nur zuweilen, daß zwei Silben zugleich in einem Worte lang gelesen werden, wo es anders ernzurichten säst unmöglich gewesen wäre. Vorliegendes Werk enthalt 24 Nummern, unter denen sich 5 verschiedene Compositionen des die nach herkömmlicher Melodie componirten Gesänge für Schabuoth und Snccotb befinden, so daß diese Sammlung mit der ersten, welche 35 Nummern hat. zusammengenommen, nrcht weniger als 60 Nummern aufzuwersen hat. Es gereicht uns daher zur Freude, besprochenes Werk als ein schönes und reichhaltiges empfehlen zu können. Schließlich machen wir noch darauf aufmerksam, daß der vorliegenden Sammlung „Verbesserungen und Berichtigungen zur ersten Sammlung" vorgedruckt sind. S. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, den 18. Februar. Wir haben unfern Lesern von zweien beklagenswerthen Verlusten zu berichten. Es hat dem allmächtigen Herrn über Tod und Leben gefallen, zwei bedeutende Glaubensgenossen von ihrem irdischem Walten und Wirken abzurufen, Männer von gediegen dnrchbildetem Geiste und von der edelsten, hochherzigsten Gesinnung, die für die Würde und geachtete Stellung ihrer Glaubensbrüder stets mit Erfolg gekämpft und gewirkt haben. Am 31. Januar, am Sterbetag des verewigten Sachs, verschied in München der baierische Landtagsabgeordnete Doktor Fischel Arnheim aus Bayreuth, und in Berlin folgte Doktor Moritz Veit

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