Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1864-02-24 · Heft 8 (24.2.1864) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 8 (24.2.1864)
Date
1864-02-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2447141-2447150--02454-2457790
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

102 Zerwürfnisse völlig fremd geblieben sein*) und die den Abfall predigenden Zeitschriften dort nicht gelesen werden. Würden wir, da uns trübselige Vorgänge in verschiedenen Ländern und Städten eine andere Erfahrung aufgedrängt, diesem Urtheile beipflichten, wir würden Gefahr laufen, unseren heiligen Väterglauben, unsere heiligen Religionspflichten, unsere beseligende Hoffnung der schonungslosesten Vernichtung durch die Neugläubigen preis zu geben; es müßten alle religionstreuen Mitglieder der Gemeinden, ja oft ganze Gemeinden sich der Resormsucht und der Tyrannei neugläubiger Prediger rc. unterwerfen, mit den unerhörtesten Reformen in der Synagoge, mit der Abschaffung der für das religiöse Leben unentbehrlichen Einrichtungen, mit der Anstellung, mit der Function gennssenloser Schochtim und Lehrer zufrieden sein, sich die Verstümmelung der Gebete, die Vertretung durch Chordamen und Orgel, die Einführung eines dreijährigen, und wenn es später beliebt, eines jobellangen Cyclus dein: Lesen der Tora, die Verbannung der heiligen Sprache aus dem Gebete und dem Unterrichte, die Zulassung der Misch- und anderer verbotener Ehen, ja alle nur erdenklichen Gewaltthätigkeiten in den heiligsten Interessen gefallen lasten, ohne ein Wort der Gegenwehr wagen zu dürfen. Nein, dazu werden es die Orthodoxen, die Rechtgläubigen, die Altgläubrgen, oder wie man die, welche dem alten Väterglauben treulich anhangen, nur nennen mag, nie und nimmer kommen lassen. Die Religion, zu der wir uns bekennen, ist die von Gott geoffenbarte; Jahrtausende durchwandernd ist sie das heiligste Gemeingut unserer Genossen unter allen Zonen des Himmels geblieben. Keinem Propheten stand es zu, daran zu ändern oder zu mindern. So wenig demnach uns eine Aenderung derselben in den Sinn kommen kann, ebensowenig werden wir uns eine solche jemals aufdrängen lasten. Vielmehr stehen wir, wenn es gilt, unseren heiligen Glauben, unsere heiligen Pflichten gegen äußere und innere Feinde zu wahren. Eines Sinnes, Eines Muthes, wie ein Mann mit vereinter Kraft zusammen, und kämpfen für unsere heilige Sache in lauterer Liebe zu Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Vermögen! — Gau jüdischer Armennnd PiLgerwohnungen in Jerusalem. Bei der in Zell bei Würzburg stattgehabten Hochzeit von Rabb. M. Weis köpf aus Paris mit M. *) Anm. d. Red.: Daß Gott erbarm'!! Sender aus Bieberich gespendet: der Vater der Braut 5 fl., der Bräutigam 5 fl., die Braut 5 fl.; als Antheil von der zu verschiedenen Zweckenverani stalteten Sammlung 3 fl. 18 kr.; zusammen 18 fl. 18 kr. — Durch Distr-Rabb. A. Adler in Aschaffenburg: bei der Verlobung von N. Adler mit G. Oppenheim von Großostheim gef., 5 fl. 67 kr.; abz. Porto 5 fl. 51 kr. (Durch denselben f. d. n. Syn. in Jer.: Hirsch Strauß aus Fechenbach 2 fl. 30 kr.; mehrere Mitglieder der Gemeinde Hörstein 2 fl.; zus. 4 fl. 30 kr.; abz. Porto 4 ft. 24 kr.) — Durch A. Srrlz m Niederstetten: Ellinger hier 4 fl. z45 kr., Sulzbacher hier 1 fl., Joseph Braun hier 1 fl. 3 kr., Nafthali Strauß hier 1 fl. 6 kx., Samuel Rosenthal hier 54 kr., Joseph Selz hier 36 kr., A. Wiesenbacher hier 36 kr., Hirsch Cahn hier 35 kr., Moses Stern hier 27 kr., Moses E.chn hier 12 kr., Abr. Selz hier 8 fl. 57 kr.; gesammelt bei Beschneidungen Seligmann Hirsch in Stuttgart 7 fl. 48 kr., L. Baer in Wiesenbach 4 fl. 30 kr., Simon Welbhäuser in Arichshofen 5 fl. 36 kr., I. A. Ellinger in Niederstetten 3 fl. 30 kr., S. Sulzbacher in Niederstetten 2 fl., Jacob Straßburger in Hohebach 2 fl. 6 kr., Jsaac Baer in Dörzbach 1 fl. 10 kr.; zur 46 fl. 51 kr. — Durch E. Pickard, Rabb. in Randegg: gesammelt von A. Rothschild bei der Hochzeit von L. Rothschild mit R. Epstein 9 fl. 50 kr. (b. d. H. von L. Rothschild mit H. Rothschild 1 fl. 10 kr.; von M. B. Rothschild aus Worblingen 1 fl.; zusammen 2 fl. 10 kr. f. d. n. Syn. in Jer.) — Durch A. Oppenheimer, Lehrer in Theilheim, 57 kr. (f. d. n. Syn. in Jer. 12 fl. 30 kr.; abz. Porto 12 fl. 10 kr.) — Durch Neligionsl. A. Rosen bäum aus Wiesenfeld: bei der Hochz. von I. Weichselbaum mit M. Adelburg 6 fl 9 kr. — (Durch Rabb. D. S. Weiskopf in Wallerstein s. d. n. Syn in Jer. 25 fl.) — Durch L. Stadecker in Merchingen bei einer Beschneidung bei Joel Hanauer gesammelt: I. Gotthels 2 fl.; die Uebrigen 3fl. 6 kr.; zusammen 5 fl. 6kr.; abz. Porto 4 fl 50 kr (Durch denselben f. d. n. Syn. in Jer. 1 fl. 24 kr.) — (Hierbei eine Beilage.) verantwortlich« Redaktion: »r Le-«-»». — Verla, der Le Rouk'sche» Hofbuchhandlung. — Druck von I.- SettSlebei, in Main,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.