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Der Israelit · 1864-02-03 · Heft 5 (3.2.1864) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 5 (3.2.1864)
Date
1864-02-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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66 Zur ^Erhöhung der Feier vereinten sich rnehrereHrrmrde Abends im Hause des Jubilars. Möge nun der brave Mann in dieser lebhaften Theilnahme einen Sporn zur neuen und unermüdlichen Thätigkeit finden und die Erinnerung an diesen Tag in ihm Jugendmuth und Jugendkraft wachrufeu! O österreichisch er Kaiserstaat. S. a. Ujehly, 15. Dezember (Schluß.) Wer auch alles wüßte, was ihm geschehen kann! Ist doch jüngst eine der hervorragendsten Gemeinden so weit gegangen, ihren Lehrern je hundert Gulden jährlich zum Zwecke eines Tempelbau's, natürlich eines Prachtbau's abzuzwacken. -Nun, ben Akiba, ist auch das schon da gewesen? Eine jüdische Gemeinde will ein Haus dem Ewigen weihen, dem Gott der Milde und des Rechts, der die Bedrückung haßt. Aber jenes Haus wird durch die Großartigkeit seines Styls eine Zierde der Stadt werden und noch späte Enkel sollen sich darin erbauen, deßhalb ist es schon recht, wenn jüdische Lehrer den fünften oder vielleicht gar vierten Theil ihres kärglichen Gehaltes unfreiwillig hingeben. Welche superbe Erfindung eines jüdischen Vorstandes auf ökonomischem Gebiete, um die der gewiegteste Finanzminister ihn beneiden dürfte!! Gewiß, ich meine es gut mit jenem Vorstande und rathe ihm par Konus intention, sich rasch eine Prämie auf seine Erfindung zu verschaffen, damit sonst nicht ungebetene Nachtreter in andern Gemeinden kämen und ihn um den theuern Ruhm der Erfindung brächten.. - . Für die hiesige Gemeinde, die eine unscheinbare Synagoge besitzt, lange nicht mehr angemessen für die angewachsene Anzahl der Gemeinde-Mitglieder rpu 'ri! ist wieder zu bedauern, daß die hohe Regierung ihre? Lehrer vom Staatsfond bezahlt, was keine Gemeinde! zu verkümmern vermag, woher also sonst die geeig-! neten Geldmittel zum Neubau einer Synagoge auf-! treiben, wenn es nicht von dem Gehalt der Lehrer! abgezogen werden kann? Aber genug des Unerquicklichen. Zur Schadloshaltung für Ihre Leser beeile ich mich deßhalb ihnen ein großartiges Werk des gelehrten und unermüdlichen M. E. Stern in Wien zu signalisiren, welches dieser Tage unter dem Titel Xetbsr Dllora, enthaltend die 613 mosaischen nnd 7 rabbinische Haupt- Ritualgesetze (hebräisch) in poetischer Form mit einer aus dem Eervmtr UH-Zvbsar geschöpften genaue» Quellenangabe im Talmud und in Ritual-Codexen die Presse verläßt und worüber mir der Verfasser vor einem Monate wörtlich Folgendes schrieb: i'm-,'»Q on-rb rnipz p-n i.isp ssx. „Dieses Werk wird als einzig in seiner Art gepriesen, vr. Jellinek (unstreitbar eine höchst kompetente Stimme auf literarischem Gebiete!) war vorgestern da, sah einige Strophen und erklärte, daß es das ausgezeich netste Nationalwerk sei, das seit Jahrhunderten geschaffen wurde. Und so lautet das Urtheil Aller. — Rabbi Josef Weiße (in Wag-Neustadtel) hat bereits 20 Exemplare für die höheren Klaffen der dortigen Schule bestellt u. s. w. Ich erlaube mir also hiemit die Leser des Israelit auf dieses ausgezeichnete echtjüdische Werk in vorne hinein aufmerksam zu machen. Jakob Heinrich Löw. N8. Eben als ich diese Zeilen schloß, traf für mich ein Exemplar des erwähnten ein, mir vom Verfasser freundlichst überschickt. Ich will darum mein Schreiben nicht zurück halten, um mir Zeit zu gönnen, eine ausführliche Besprechung der Ankündigung folgen zu kaffen. Es genügt, daß ein flüchtiger Einblick die wahre Großartigkeit des Werkes erkennen läßt. Auf der Randseite des Kether Thora befinden sich zwei Sonette (mit Akrostiken) von mir an Hrn. Stern gerichtet, in denen ich meine warmen Gefühle für den Verfasser und sein eminentes Werk auszusprechen versuche. Löw. Feuilleton. Das Testament. (Nach oem Midrasch.) Von llerrmsmr IVarsobuuer in vreslsm. (Fortsetzung.) ir. Gefesselt von der Krankheit Kette, Die Stirn getränkt vom Tsdesschweiß, Stöhnt schwer auf seinem Todtenbette Em lebenssatler, edler Greis. Ach! Sebulon, sein banges Ahne» Hat allzurasch sich ihm erfüllt.

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