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Der Israelit · 1864-02-03 · Heft 5 (3.2.1864) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 5 (3.2.1864)
Date
1864-02-03
Page
– (sequence 11)
Language
German
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67 Es winken seiner Gattin Manen Ihm aus des ew'gen Reichs Gefild. „Samura, sprach er, deine Tugend, Hob' ich erprobt, Hab' ich erkannt. Du dienest mir seit deiner Jugend, Treu war dein Herz, treu deine Hand. Mich ruft mein Gott, ich muß verkästen, Was man gebrechlich, irdisch nennt. Für immer werd' ich bald verblasten. Samura! Hier mein Testament." „Daß Naphtali nicht meine Hülle Begleiten kann zur stillen Gruft; — Doch ist es ja nur Gottes Wille, Der mich von dieser Erde ruft. — Mein Sohn wird Ehrenblumen weihm Einst meiner Gruft, — Gott segne ihn — O daß sein Geist so möcht' gedeihen, Wie er mir fruchtverheißend schien." Der Greis verschied; aus seinem Munde „Der Herr ist Gott" so rein erklang. — Wohin auch drang die Todeskunde Gebar sie Thränen, Klaggesang. Und Waisen klagten, Wittwen weinten, Erneut ward ihres Herzens Kluft. Und Alle, Alle sich vereinten Um Sebulons zu früher Gruft. Wer kündet aller Städter Staunen, Als man das Testament erbrach! ES schien ein Denkmal kranker Launen, — O Naphtali! welch' große Schmach! Man las: „Es soll nach meinem Tode Samura nur mein Erbe sein, Und Naphtali darf der Kleinode Eins wählen sich, nur eins allein." Des Namens Schrift, des Siegels Zeichen Man als Sebulons wohl erkennt, Man fragt: Isis möglich abzuweichen Von dem geschriebnen Testament! Nein! Ist es schwer auch einzusehen, Warum enterbt ward Naphtali, — Die Worte, die geschrieben stehen, Als unverletzlich gelten sie. Und den die Schrift bestimmt zum Erben, Samura trat die Erbschaft an, Nicht zu verprassen, zu erwerben Daran nur denkt der schlichte Mann. Bald ist er in den weiten Wäldern, Bald auf der grünen Wiesenflur, Bald merkt man auf Getreidefeldern Des neuen Herrn geschäft'ge Spur. Bald läßt sein Schiff vom Stapel laufen Er in ein weit entlegenes Land, Bald eilt, um Maaren einzukaufen Hinaus er an den Meeresstrand, Und mit dem Fleiß der Honigbiene Bestellt Samura sein Geschäft, Und voll sind alle Magazine, Von Reichthum zeuget sein Geschäft. (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. Deutsche Jünglinge, die sich in französischer, englischer, hebräischer und deutscher Sprache, sowie im mercantilischen Fache auszubilden bestreben, und zugleich die englischen Landessitten und den englischen Geschäftsbetrieb kennen lernen wollen, finden in meiner Pension freundliche und liebevolle Aufnahme Als geborner Franzose, der schon 12 Jahre an einer öffentlichen Schule dahier angestellt ist, bin ich in den Stand gesetzt, den Wünschen der Eltern oder Vormünder der mir anzuvertrauenden Zöglinge zur vollkommensten Zufriedenheit Genüge zu leisten. Seine Hochwürden, Herr Oberrabbiner ir^. Adler in London, sowie Herr Jacob HenochSberg in Mainz und Herr Menki Zimmer in Fürth sind gerne bereit auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. I. I.3.I1K, 17 Obarlotte Ltrset 8guare, I^vuclou.

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