Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 5 (3.2.1864)
- Date
- 1864-02-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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64 L. 1 fl., f. d. n. S. in I. 1 fl. — I. Oppen hei- - Zufriedenheit der ganzen Gemeinde erworben. Zum mer in Arheiligen bei einem Chebra - Festessen für! Beweise der Anerkennung sandte ihm die Gemeinde T. CH. in Jerus. gesammelt 3 fl.) eine höchst ehrende Zuschrift mit der Nachricht, daß man beschlossen habe, ihm eine jährliche Zulage von ---- 40 Thalern, ohne daß Herr Mirgendwie Zulage , verlangt hatte, zu geben, und zahlte ihm zugleich auf Aettungsnachrrchten rnr^ Correlpondas verflossene Jahr die bewilligte Zulage nach — denzen. ein Verfahren, das für Lehrer und Gemeinde gleich _ ehrenvoll ist. — Deutschland. Hamburg. Das Vorsteher-Collegium der hiesigen Deutsch-Israelitischen Gemeinde hat den Gemeindemitgliedern eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1862 mitgetheilt. Die Gesammteinnahme incl. Ct. M. 460 aus dem Cassenbestand war Ct. M. 152,931 7 S., wovon 111,659 M. aus dm regelmäßigen Beiträgen. Neu eingetretene Mitglieder, deren Zahl nicht angegeben ist, entrichteten 17,930 M. und von Bräutigamen wurden 16,304 M. 2 S. erhoben. Ferner ergaben einige kleinere Einnahmequellen während des Jahres 1862 zusammen Ct. M. 6578 5 S. Verausgabt wurde 1862 für das isr. Armenwesen mit Einschluß der Krankenpflege Ct. M. 73,997, für 4 Schulen Ct. M. 14,325, Zuschuß zur Bekleidung armer Schüler und zum Paulinenstift Ct. M. 740. Für Zinsen und Pensionen wurden 18,140 M. 9 S. verausgabt, die Verwaltungskosten betrugen 9319 M. 14 S., und der Zuschuß der Gemeinde zu Cultus - Instituten belief sich auf 14,204 M. Ein Ueberschuß von 21,955 M. ward dem zur Amortisation der Gemeindeschulden bestimmten Spar- und Tilgungsfonds überwiesen. Aus dieser Zusammenstellung ergibt sich, daß diese Gemeinde nicht ganz 10cho ihrer Einnahmen sürCultusinstitute verwendet, während sie sehr bedeutende Ausgaben für das Armenwesen, die Krankenpflege und die Gemeindeschulen macht. (Reform.) Malchow (Mecklenburg). Von hier aus kann ich Ihnen ein erfreuliches Factum mittheilen. Unser ehrenwerther Religionslehrer, Herr Messing, ein Schüler des berühmten Talmudisten, R. El. Gutmacher, Rabbiner zu Gräz, hat sich die Liebe, Verehrung und Preußen. Berlin, den 24. Jan. Am 22. d. M. verschied im Alter von 71 Jahren Herr Baruch Auerbach, Director und Gründer der hiesigen Waisenhäuser. Herr A. hat sowohl das Knabenwie das Mädchen- Waisenhaus aus den geringsten Anfängen entwickelt und zur höchsten Blüthe gebracht, so daß beide Stiftungen sich im Besitze bedeutender Grundstücke und Capitalien befinden. Hunderte, die jetzt als Männer und Frauen eine geachtete Stellung einnehmen, verdanken ihm Unterricht und Erziehung. Die Art und Weise, wie er die Stiftungen leitete, war eine musterhafte; den Kindern ward das elterliche Haus ersetzt; auch war die Erziehung durchaus den Anforderungen unserer heiligen Religion entsprechend. Sein Andenken wird stets ein gesegnetes bleiben — Berlin, den 25. Jan. Wiewohl die hiesigen Gemeinde-Knaben- und Mädchen-Schulen außerordentlich stark frequentirt werden, so besuchten doch im verflossenen Jahre 2210 jüdische, schulpflichtige Kinder unter 14 Jahren christliche Anstalten; hiervon besuchten die verschiedenen Gymnasien 316 Knaben, die Realschulen 258 und die Gewerbeschule 40; die städtische höhere Töchterschule wurde von 79 jüdischen Mädchen besucht; die übrigen Kinder besuchten Privatanstalten, von welchen die Schule des Frl. Schmidt die größte Frequenz hatte, nämlich 182 jüd. Mädchen. — Man kann die Gesammtzahl der schulpflichtigen jüdischen Kinder Berlin's demnach auf circa 3000 veranschlagen. (Hierbei eine Beilage.) «erantwrrtNche Redaktion: vr. Lebmam». — Verlag der Le Noux'fche« Hofbuchhandlmig. — Druck von I - Bett-leben in Main,