Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 3 (20.1.1864)
- Date
- 1864-01-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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S6 womit Jemand versöhnt wird, sich beziehen. Der Ausdruck OSOO O'MSOO Ol' ist ein talmudischer und nicht im eigentlichen Sinne gebraucht. VI. Jerem. 12, 13 wird sehr geistreich in NOQv l-r^ zerlegt. Gewiß das komplicirteste Meisterstück der No tariken-Fabrik. Der Vers bietet auch die mindeste Schwierigkeit nicht, so ibm im gewöhnlichen Sinne: sie sind erkrankt, erschöpft aufgefaßt wird. Lächerlich ist hiebei folgender Umstand. Eine Abbreviatur muß doch von der Art sein, daß man dem Leser die richtige Zerlegung derselben Zutrauen könne. Es kann eine solche sohin bloß dann stattfinden, so die Wurzelbuchstaben nicht ganz geschwunden und immerhin ein Anhaltspunkt noch vorhanden. Wie läßt sich aber aus Präfixen ein Wort errathen? Konnte das b und i in ibm nicht ebenso gut mrw-i bsxb heißen? — Wahrlich, um dieß zu errathen, muß man mehr als Notariken-Fabrikant sein; ein solches Subjekt ist reif für's — Narrenhaus! F4I Jerem. 13, 27. mp 'Ov '->lik MTivn -rb. Eine Härte des Ausdruckes ist hier unverkennbar. Die Notariken-Methode leistet auch hier Wunderdinge. Das unglückliche vv wird mit kritischem Secirmeffer in OSO' O'POPO 7INPV zerlegt. Doch dieser Unsinn will selbst Herrn Löw nicht mehr gefallen. Er replicirt hierauf seinem polnischen Gesinnungsgenossen durch zwei Einwendungen, die eben so unsinnig wie abgeschmackt sind. Derselbe fragt, ob auf'irirr, ohne darauf folgendes ein verdum üuiruru folgen kann? Ein bibelfester Theologe, wie Herr Löw es zu sein glaubt, sollte wohl wissen, daß dieß eben nicht zu den Unmöglichkeiten gehöre; vergl. 3. M. 25, 48! — Ferner glaubt derselbe, das Wörtchen mp würde hiedurch von '->.->Oci zu weit entfernt sein. Hier vermochte Herr Löw offenbar nicht dem kühnen Fluge des großen Kritikers zu folgen, indem nach letzterem mp nicht mehr auf MOOO, sondern auf OSO' sich bezieht. Herr L. versteht sohin nicht einmal die gelehrten (?) Beiträge ferner Mitarbeiter. Und doch bildet man sich in Szegedin ein, „hohe Kritik" zu treiben! — VI I. Job. 20, 27. Das Wort r->Od« wird in MO aufgelöst. Dem Verf. scheint dieß mit Recht ein glücklicher Fund zu sein: er glaubt, auch seiner wird in Job Erwähnung gethan! Sprüche 23, 18 wird O-r in O8Lv Ox zerlegt. Gewiß für einen, der nichts Besseres hat, eine glückliche .-itt'Lvl Um diese würden wir Niemanden beneiden! Das Notariken oder die Zerlegung biblischer Wörter in Anfangsbuchstaben kommt im Talmud und Midrasch häufig vor. Doch bediente man sich dieser Methode bloß als eines mnemonischen Mittels um überkommene Wahrheiten, Sitten- und Morallehren dem Volke einzuprägen. Um den primitiven Sinn einer Stelle herauszufinden, wurde diese nie angewandt. Allerdings hatte der spätere Chaßidäismus sich dieser Methode bemächtiget, für dessen Spielereien jedoch der gesunde Menschenverstand bloß ein mitleidiges Lächeln hatte. In unfern Tagen stellen die Reformhelden, die unaufhörlich von einer „gesunden Exegese" den Mund voll nehmen, diese Methode als die „Principien der biblischen Exegese" aus. Hiedurch sind die festen Grundpfeiler der Maßora gänzlich erschüttert. Einem solch" gottlosen Gebühren muß ein Ziel gesetzt werden. Ein Blatt, das solches als jüdische Theologie bietet, ist eine Satyre der jüd. Lehre. Wir ermahnen die Kinder Israels, sich von ähnlichen Sächelchen möglichst ferne zu halten; es sind diese gar gefährliche Spielereien! Miskolz, 8. Januar. .'S-ir<7i 'Lnn Gau Mischer Armennnd Pilgerwohnrmgen in Jerusalem. Beim Festesten der Chebra Kadischa in Mainz gesammelt 7 fl. 9 kr.; (von einem Mitglieds bei derselben Gelegenheit für die neue Synagoge in Jerusalem 1 fl.) — (F. d. A. d. h. L.: ein Ungenannter 1 fl. 45 kr. — Rudolph Vogel in Mainz bei seiner Bar Mizwah 1 fl. 45 kr. —) Durch Lehrer A. Oppenheimer in Theilheim: Ungenannter 1 fl., S. 30 kr.; zusammen 1 fl. 30 kr. — Salom. Falk, Lehrer in Aub, j7 fl. (2 fl. f. d. n. S. in I.). — Frau Rabbiner Br ein er in Sarvar gesammelt 1 fl. ö. W. — S. Gutmann, Religionslehrer in Aidhausen, bei der Hochzeit seiner Nichte Karoline Gutmann mit,G. I. Eichstädter gesammelt 7 fl.; abz. Porto 6 fl. 44 kr.; (von ihm selbst für die Armen d. h. L. 3 fl., abz. Porto 2 fl. 54 kr.). — Durch A. K. Baer in Neckarbischofsheim: Seligmann Wolfs 39kr.; Hajum Oppenheimer 6 kr.; Jacob Jacobsohn der ält. 6 kr; Seligmann Bermann 9 kr.; Marum Hirsch 30 kr.; Adolf M. Hirsch 18 kr.; Aron Kaufmann Baer 1 fl. 30 kr.; zusammen 3 fl. 18 kr. — Durch Distr.-Rabb. A. S. Flamm in Welbhausen 6 fl. 48 kr., wovon 4 fl. 27 kr. bei der Hochzeit von A. B. Heidingsfelder in Hüttenheim gesammelt. (Hierbei eine Beilage.) verantwortliche Redaktion: vr. Leh«««v. — verlng ver Le lior'sch«» Hof-uchhaudlrmx. — Druck »o« I.^GottSleben i» Main»