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Der Israelit · 1864-01-13 · Heft 2 (13.1.1864) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 2 (13.1.1864)
Date
1864-01-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»1 lauten, über deren Zahl und Wahlart Ersteren jdie Bestimmung Vorbehalten bleibt, die künftigen Gemeinde- Statuten festzustellen. Bis zur Feststellung Derselben und der darauf zu basirenden anderweitigen Bestimmungen bleibt jedes verbleibende oder neu eintretende Mitglied oder jeder steuerpflichtig werdende Gemeindeangehörige zur Leistung eines jährlichen Beitrages zu den Gemeinde-Ausgaben verpflichtet, und zwar bei der deutsch-israelitischen Gemeinde bis höchstens 1 pC. des Erwerbs außer dem' Liquidationsbeitrag, bei der Portugiesischen, unter Einrechnung des etwaigen Liquidationsbeitrugs, bis zur Höhe der bisherigen Besteuerung. Bis zur Einführung der Gemeinde-Statuten kann kein verbleibendes oder später eintretendes Mitglied oder besten Angehörige aus dem betreffenden Gemeindeverbande treten, wenn er nicht entweder aus den: hiesigen Staatsverbande entlasten wird oder zu einer anderen vom Staate anerkannten religiösen Genostenschaft Übertritt. Die Armen- und Krankenpflege, so wie das Armen-Schulwesen der israel. Gemeinden ' hört auf, ein obligatorisches zu sein. Die jüdischen Staatsangehörigen werden künftig in dieser Hinsicht den anderen Staatsangehörigen gleichgestellt. Die Controüe über die sich hier aufhaltenden fremden Juden fällt in Zukunft lediglich der Polizeibehörde anheim. Die Liquidation der bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten der deutsch - israel. Gemeinde soll durch das Vorsteher-Collegium unter Zuziehung von 15 Gemeinde- Mitgliedern erfolgen. Behufs Ausführung desselben sollen alle nicht zu Cultus-, Wohlthätigkeits- und Unterrichts-Zwecken bestimmten Activa realisirt und der Erlös zur Bezahlung der Passiva verwendet werden, die übrige Liquidation durch die schon oben näher angegebenen Liquidationsbeiträge der Mitglieder beschafft werden. * Hamburg, Anfang Januar. Sie brachten am Schluß des verflossenen Jahrgangs eine Mittheilung von Herrn Oberrabbiner I)r. Adler in London, in welcher eine gegen die Beschneidung gerichtete Erfindung jenes sauberen Wiener Blattes, das sich die Neuzeit nennt, dementirt wurde. Sie werden staunen, wenn ich Ihnen mittheile, daß das genannte Blatt in ganz ähnlicher Weise auch gegen die Bar Mizwah agitirt. Ein Wiener Freund sendet mir nämlich Nr. 50 der Neuzeit, in der sich eine Original- Correspondenz aus . . . Buxtehude befindet, des Inhalts, daß daselbst ein Knabe Paraschat Wajescheb Bar-Mizwah geworden und zu der Erzählung von der Versuchung Joseph's zur Thora gerufen worden sei. Die Tendenz dieser Mittheilung ist leicht ersichtlich. Mein Freund bittet mich, in Buxtehude, einem hier in der Nähe befindlichen Hannoverschen Orte, darüber Erkundigungen einzuziehen, da es ihm sehr fraglich erscheint, ob die Neuzeit in so weiter Ferne gelesen wird. Nun ist aber in Buxtehude weder am Sabbat Wajescheb noch an irgend einem andern Sabbate jemals ein Knabe Bar-Mizwah geworden, weil daselbst gar keine Juden wohnen! Diese Mittheilung, solche Aufdeckung, denke ich, genügt zur Characterisirung eines Blattes, daß sich nothwendiger Weise bereits um allen Credit gebracht haben muß. — Aus der Provinz Starkenburg (Großh. Hessen). Motto: Es ist nicht genug zu. wissen, man muß auch anwenden, Es ist nicht genug zu wollen, man muß auch thun. Göthe. Wie segensreich bei richtigem Erfassen dieser goldenen Worte des großen Dichters jedes Streben sein muß, ist unbestrittene Thatsache. Unermeßlich aber ist die Tragweite, wenn Lehrer der Jugend, die dem erwachenden Geiste Formen geben sollen — wenn diese Bildner der Zukunft, diese große Wahrheit in sich ausgenommen und sie zur Wirklichkeit werden lasten. — In dem Leitartikel einer der jüngsten Nummern d. Bl. wurden diesem Thema von spez. jüd. Standpunkte aus die überzeugendsten und kräftigsten Worte verliehen und die Wichtigkeit des Gegenstandes auf's Eindringlichste an die Herzen der Nabbinen, Lehrer und Gemeinden gelegt. Wenn nun gewiß dieser hl. Sache nicht genug das Wort geredet werden kann und solche Mahnrufe der Begeisterung nie ohne Wirkung auf die Gemüther bleiben werden, so wird doch auch das lebendige Beispiel nicht weniger zur Nachahmung aneifern, zumal wenn von Erfolg schon die Rede sein kann. Ein solches Beispiel anerkennenswerther Opferfähigkeit und Hingabe für des Menschen höchsten Beruf: religiöse und geistige Bildung, glaube ich von der Nuterrichtsanstalt der israel. Gemeinde zrr

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