Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 52 (30.12.1863)
- Date
- 1863-12-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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645 sind die ersten Erfordernisse für eine Gemeinde wie Neutra. Derselbe soll auch öffentliche Borträge zu halten im Stande sein; ob diese aber etwas mehr oder etwas weniger kunstgerecht sind, daran liegt dem Judenthuine und daher auch jedem soliden, sich von dem Mummenschanz der modernen synagogalen Theatercoups nicht blenden lastenden Juden sehr wenig. Neutra besitzt genug Sachverständige, die solche wahre Candidaten des Neutraer Rabbinats zu finden wissen; ich möchte behaupten, daß der eingeschlagene unjüdische Weg nicht zum Ziele führt; möge die Gemeinde den altgewohnten schönen Weg einschlagen, einen Rabbinen zu berufen, mögen aber auch andere frommen Gemeinden den irrtümlicher Weise und gewiß zum Bedauern vieler Mitglieder der dortigen Gemeinde gewählten Weg der Concurrenz denen überlasten, die überhaupt im Dienste der Mode stehen, sich aber die schölle alte ehrenvolle jüdische Sitte re;erviren 'p-rip' "1Q1PQ2. Or. I. Hildesheimer, Rabbiner. Mu Micher Amen- und Wgtrbuchnungeu in Irrulnlem. Jos. Raph. Landauer in Hürben 18 fl. (f. d. A. d. h. L. 18 fl.) — Durch I. H. Wein schenk von Windsbach bei der Hochzeit des A. Frank von Redelsee mit Therese Neumark von Windsbach gesammelt 7 fl. — Durch Simon Habermann in Aschbach bei seiner Verlobung mit Mathilde Bernheimer von Schopfloch gesammelt 9 fl.; von Jakob Süß in der Gem. Aschbach gesammelt 5 fl. 17 kr.; (daselbst für T. CH. in Jerusalem gesammelt 25 .fl. 19 kr.) — Durch I. Z. Maßbacher in Cronach: durch Rabb. Traub von Burgkunstadt auf der Hochzeit von Z. Masbacher mit Babette Schmidt gesammelt 8 fl. 45 kr.; abz. Porto 8 fl. 21 kr. — Durch Rabb. Or. Feilchenfeld in Düsseldorf: von Banquier S. M. Prag gesammelt bei der Hochzeit von Louis Sabel mit Charl. Horn 3 fl. 20 kr.; bei der Hochzeit von Wertheimer aus Regensburg mit Fr. Jsaac ausRuhrort 4 fl. 40 kr.; zusammen 8 fl. — Durch Lehrer A. Oppenheimer in Theilheim: durch R. I. Rosenfelder bei einer Hauseinweihung in Eierheim gesammelt 2 fl. 30 kr.; bei einer Br. Milah bei Jakob Guggenheimer 2 fl.; desgl. bei B. Klau 1 fl. 30 kr.; bei der Verlobung von Jf. Kahner aus Neustadt a. d. S. mit Rosa Klau 2 fl. 30 kr., Js.Klein 30 kr.; zusammen 9 fl.; abz. Porto 8 fl. 40 kr. (R. S. Rofenbaum für Abr. Rumpf 48 kr.) — Durch I. S äng er in Halberstadt bei einer Chanukah - Abendgesellschaft gesammelt 3 Thlr. 15 Sgr.; abz. Porto 5 fl. 54^ kr. — Durch Bär Zopp inObernzenn: von ihm selbst 12 kr., H. Falk 36 kr., Frau Wwe. Sara Rosenbusch 24 kr.; zusammen 1 fl. 12 kr.; abz. Porto 1 fl. 3 kr. — Durch I. M. Weisbart in Mersheim: bei einer B. M. bei Anschel Friedlein gesammelt 2 fl. 25 kr. - Durch I. L. in Gensingen; von ihm selbst 24 kr., Conrad Simon 36 kr.; zusammen 1 fl.; abz. Porto 54 kr. Zeitungsnachrichten n. CorrespondenM. Deutschland Aus Bayern. (Zur Chor frage.) In Nr. 44 und 48 d. gesch. Bl. werden in zwei Artikeln bezüglich des Choral-Gesanges in der Synagoge zwei sich entgegengesetzte Meinungen geltend zu machen versucht. Die eine behauptet, der Choral-Gesang in der Synagoge sei nicht gegen den pi, die andere erklärt ihn für einen ->:Ox. Wenn nun aus der Nachbemerkung der verehrt. Redaction zu beregtem Artikel schon zur Genüge hervorgeht, daß die Einführung des Choral-Gesanges so unbedingt als mit dem p-i vereinbar nicht erklärt werden kann, so glaubt man dennoch auf folgenden Punkt aufmerksam machen zu müssen, und zwar glaubt man dies der guten Sache sowie denjenigen Herren Rabbinern gegenüber schuldig zu sein, die sich der Einführung erwähnten Gesanges in ihren Synagogen unanwandelbar widersetzen. Dieser Punkt besteht darin: Es wird nämlich in beregtem Artikel Bezug genommen auf die orthodoxen Gemeinden mehrere Städte, in welchen der Chor bestehe. Hierdurch dürfte wohl mancher andern Gemeinde Veranlassung entstehen, ihrem den Chor untersagenden Rabbiner die Frage vorzulegen, sind denn die Rabbiner fraglicher Gemeinde nicht orthodox, und dennoch haben sie den