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Der Israelit · 1863-12-23 · Heft 51 (23.12.1863) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 51 (23.12.1863)
Date
1863-12-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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bSZ Zeit, die Anfänger an das Hilfsbuch zu gewöhnen, indem ich ein kleines Thema durchnehme und zur mündlichen und schriftlichen Wiederholung aufgebe. Namentlich sind es die Kinder, die blos Sonntags und Mittwochs an dem Religionsunterrichte theilneymen und, denen ein richtiges und geläufiges Lesen des Hebr., aus Mangel an Uebung, abgeht, welche sich freuen, nunmehr eine Veranlassung zu haben, das Hebr. wie jede andere Sprache präpariren zu können. Diese lesen nun wirklich besser und geläufiger. Solche Vortheile sind nicht gering zu achten, und dürften meine Amtsgenossen, wenn sie erst ihre Klassen mit diesem Hilfsmittel versehen haben, bald solche Erfahrung machen. Daß die gedachten Ergebnisse keine Selbsttäuschung sei, welche "man meiner Behauptung unterlegen möchte, kann ich mich auf das Zeugniß unseres verehrten Rabbiners, des Herrn 16-. Auerbach, berufen, welcher bei den Schul - Inspektionen davon sich zu überzeugen Gelegenheit hatte. — Halber st adt, 1. Teweß 5624. Gerson Lasch. tzau.jüdischer Arnim- und MgertvohnüNM m Irrulsiem. Durch Distr.-Nabb. Dav. S. Weiskopf mWallerstein: Michael Kirlchbuum aus Wassertrüdingeu von einem Ungenannten 3 fl. 36 tr — Durch Isidor Marx in Mainz bei der Verlobung seiner Schwester mit Dav. Feist aus Linz a. M. gesammelt 3 fl. 22 kr. (F. d. A. d. h. L. 3 fl. 46 kr. — Durch Koppel Strauß in Amoenenburg: bei der Einweihung einer Sepher Tbora bei Js. Rosenbaum in Grebenstein gesammelt 5 Thlr. 15 Sgr.; abz. Porto 3 fl. 2H kr. Zeitungsnachrichten n. EorresponSrnM. Deutschland Mainz, den 15. December. (Die Beschneidung und die Wiener „Neuzeit".) Unsere Leser werden sich noch erinnern, wie wir vor einigen Monaten gezwungen waren, gegen jenes jndenMd^ liche Platt, das von den innern Feinden des JudenthumS in die Welt gesandt wird und sich „die Neuzeit" nennt, zu eifern, da dasselbe die Forderung gestellt hatte, man müsse verhindern, daß orthodoxe Juden die Function der Beschneidung vollziehen, weil diese zu fanatisch seien. Die Tendenz lag offen zu Tage: man wollte die Besimeidung den wahrhaften Trägern des Judenthums etitziehen, um sie so allmählich abzuschaffen, oder sie doch so zu gestalten, daß sie rituell nicht genüge und damit Werth und Bedeutung verliere. Leider hat unsere damalige Warnung und Aufforderung wenig verfangen, denn wir haben nicht gehört, daß außer unserer Geißelung irgend etwas Erhebliches gegen die Jellinek - Szanto'sche Wiener Kirchenzeitung, roir wollten sagen „Neuzeit", geschrieben ist. Natürlich hat die Neuzeit mit ihrem wahnsinnigen Vorschlag vollständig Fiasco gemacht und nach wie vor wird die Beschneidung von den alten, bewährten, frommen Mohelim allüberall vollzogen. Aber gewisse Leute sind beharrlich — im Bösen; wie wär"s, denkt die Redaktion der Neuzeit, wenn wir eine romantische Geschichte mit allen möglichen Einzelheiten — ein Scheker mit einem Wahrzeichen, sagten die Alten — erfinden, in denen ein alter, bewährter Mohel als Mörder des von ihm zu beschneidenden Kindes und zwar als Mörder, um zu erben (1. B. d. Könige C. 21, V. 19) eine schauerliche Rolle spielt? Gedacht, gethanl Man sollte nicht glauben, daß es möglich sei, und doch ist dem so. In Nr. 47 der „Neuzeit" wird ohne Angabe irgend einer Quelle (bei der bekannten Ehrlichkeit der „Neuzeit" also eigenes Produkt) folgende haarsträubende und rührende Geschichte erzählt: „London. Die Judenschaft von London wurde vor einigen Wochen durch ein seltsames Ereigniß in nicht geringe Aufregung versetzt, eine Panique hatte alle Kreise und Stände ergriffen, insoweit sie den Kindern Israels angehörten. Nicht das rasche Fallen der Staatspapiere, nicht der traurige Bericht der Juden bekehrenden Missionen haben dieses Entsetzen bewirkt sondern ein „Mohel" Namens Rabbi Jsak Ränish. Rabbi Jsak Nanish war seiner Aufgabe vollkommen gewachsen, denn nach offiziellen Ausweisen hatte dieser Mann an 2066 Mal seine Funktion ausgeübt. Kein Wunder, wenn er das Vertrauen seiner Kommittenten besaß Da geschah es, daß einem Bankier in der'Gith'Namens PaMtto, ein Sohn geboren wurde

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