Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 51 (23.12.1863)
- Date
- 1863-12-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447089-2447139--02317-2457644- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
d32 l83 nicht nur hoch wie Riesser oder Harbleicher*) in allgemeinen poetischen Ergießungen ober auch verbünden mit kunstgerechter musikalischer Begleitung, wobei man aber bekanntlich doch ganz gut rurs? fvti oder D7>"'2 Ol? Ov'Orr essen, doch in Gedanken, Wort und That das ganze „mosaische System" bei Seite schieben kann. Nein, wir haben hier bei der bei weitem überwiegenden Majorität, und Neutra gehört ganz entschieden auch dazu, ein .-i-nr>7i vom alten echtep Schrot und Korn, derart, daß die.-mn unbedingte Gesetzgeberin im Privat-, Familien- und im allgemeinen Leben ist, daß sie uns adelt, „schützt und rettet", wie unsere Weisen so herrlich sagen; schützt und rettet vor der Verdumpfung durch sittenlose Vergeudung der Zeit, schützt und reitet vordem Auffeimen lüsterner Bilder, der wilden, nur sich überlassenen Phantasie, schützt und rettet vor allen geistlichen (?) und weltlichen Schildknappen des >">.-> -U'. Es ist daher heilige, hochheilige Pflicht eines Jeden, die Ehre der zu wahren; sie nicht herabzuziehen in den Kreis des Gewöhnlichen und Alltäglichen, sich vorkommenden Falls umzusehen nach Koryphäen, welche durchaus kein Geheimniß sind, dieselben „von ihren Orten zu rufen", sie nicht öffentlich auszuschreiben wie Schauspieler, Commis, Geschcfftsgefell schafter und Lebensgefährten. Diese trauert? um die Ausschreibung des Neutraer Concurses. (Schluß folgt.) Literarischer Bericht , (Replik.) - Herr Oberlehrer M. Fuld in Mainz hat das im Tischri d. I. von mir herausgegebene Hilfsbuch zur Präparation beim Uebersetzen der Gebete einergeneigten Recension in Nr. 48 des Israeliten a. c. gewürdigt. Dem geehrten Herrn Kollegen erlaube ich mir meinen besten Dank dafür abzustatten. Es ist in der That sehr wohlthuend, von Fachmännern das zustimmende Urtheil zu lesen, „daß mein Hilfsbuch , wenn es vorgerückte Schüler in die Hand bekommen, für Lehrer und Schüler eine große Erleichterung gewähren, und den von mir erwarteten Nützen erreichen werde". — Herr F. bemerkt jedoch, daß er gewünscht hätte, das Büchlein wäre nach der Reihe der Gebetstücke, und nicht alphabetisch geordnet, weil es für Anfänger zu schwierig und mühsam sei, aus einem alphabetisch geordnetem Hilfsbuche sich zu pväpariren. **) Dem Einen und dem Andern wird die Autorschaft deS LiedeS „Hagbaha" vtndicirt. Zu meiner Rechtfertigung fühle ich mich datier veranlaßt, hier die Gründe anzuführen, weshalb ich diesen schon von Mehreren betretenen Pfad verlassen, und einen vkelmühvollern Weg betreten habe, das gesammte Gebetbuch erst in Alphabete zu zerlegen, und diese nachher wieder Wammen zu stellen. Es dürfte sich dabei um den Vorzug einer Unterrichts - Metbode handeln: ob diejenige vorzuziehen sei, welche weiter keinrn Nutzen hat, als augenblicklich den Unterricht zu erleichtern; oder jene andre, w lche das Kind schon früh an Selbstthätigkeit gewöhnt, und, einige bald zu überwindende Schwierigkeiten abgerechnet, den Nutzen hat, den Geist des Kindes längere Zeit mit einem Gegenstände zu beschäftigen, und dadurch zugleich ein besseres und längeres Behalten im Gedächtnisse zu bewirken. Mühsam Erworbenes wird, wie es im Leben geschieht, auch in der Schule nachhaltiger bleiben. Fähigkeiten müssen lange geübt werden, bis sie Fertigkeiten werden; nicht minder muß auch Alles, was dem Gedächtnisse anvertraut bleiben soll, mit möglichem Bedacht aufgefaßt und vielfach wiederholt werden. In der Elementarklasse kann natürlich noch mir keinerlei Präparation die Rede sein, und genügt der Endliche Vortrag, weil da nur wenig verlangt werden darf. Aber mit dem Eintritte des Schillers in eine folgende Klasse halte ich es scholl für zweckmäßiger, die Präparation aus einem alphabetisch geordneten, als aus einem Bocabularium zu verlangen, weil diese füglich nicht mehr nützt als einebergedruckte Uebersetzung; bei jenem aber könnte der Lehrer allerdings Anfangs einige Zeit zu verwenden haben, die Schüler mit der Handhabung des Hilssbuches bekannt zu machen, er dürfte sich aber bald überzeugen, mit welcher Regsamkeit und Lust die Kinder sich die Vokabeln zu «Minensuchen. Selbst die Fragen derselben geben ihm Veranlassung, manche Belehrung einfließen zu lassen, welche sonst unbeachtet und unberührt geblieben waren. *) Seitdem ich das Büchlein meinen Schülern in die Hand geben kann, mache ich jedesmal diese Erfahrung, und habe dem Nebel abgeholfen, welches mir diesen Lehrgegenstand früher verleidete. Schiller von verschiedenen Abstufungen kann ich jetzt zu gleicher Zeit sehr nützlich beschäftigen. Während die Vorgerückten sich auf ein Gebet vorbereiten, gewinne ich *) Vokabularien baten ül erbtest noch den großen Nachtheil daß Wörter, die in früheren Stellen Vorkommen, in den später» nicht mehr wiederholt sind, und dem Schüler die schwierige Aufgabe stellen, jene Wörter an ikuen Stellen Wiederbolt aufzüsuchen, während das alphab. geordnete Register ihm jeder Zeit das Wort an sein r Stelle zeige. Jener Schwierigkeit, die Radix b?rauszupnden, beugt mein Hiifsbuch dadurch vor,-daß es jedes Zntw. auch mit dem PrLformativ rubrietrt nnd dessen Radix bezeichnet.