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Der Israelit · 1863-12-02 · Heft 48 (2.12.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 48 (2.12.1863)
Date
1863-12-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
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592 Söldlinge des Syrerkönigs. — Wenn dereinst Israel seinen Beruf ganz erfassen, sich bescheiden wird in seinem Berufe und verzichten wird auf jeden verbotenen Lebensgenuß, dann wird der Friede und das Glück der ganzenWelt erblühen, dann wird es weder Verfolgung noch Unterdrückung auf Erden mehr geben und auch die dereinstigen Verfolger Israels werden sprechen 1)L2P 22222 2P22N .212222 182. Kommt, wir wollen anbeten und wollen niederknieen, wollen loben den Ewigen, unfern Schöpfer (Psalm 95, V. 7, siehe auch Perek Schirah). Dann wird nicht mehr herrschen die Finsterniß des Druckes, für die ganze Welt wird leuchten der Freiheit Licht. III. In der dritten Nachtwache nimmt das Kind der Mutter Brust. Die Mutter des Menschengeschlechtes ist die Erde. „Denn Erde bist du und zur Erde wirst du zurückkehren (1. B. M. C. 3, V. 19). Wenn der Mensch lange genug auf Erden geweilt hat, wenn er genossen hat, was die Erde an Genüssen bietet, dann sehnt er sich, zu der Mutter zurückzukehren. Das ist die Finsterniß des Todes, die allen Sterblichen in Aussicht steht, die selbst das Leben verdunkelt. Aber dem Juden leuchtet über das Grab hinaus der Unsterblichkeit Licht. Dieses Licht wollten die Griechen unfern Voreltern verlöschen, wollten sie stürzen in die Nacht des ewigen Todes. Hätten die Israeliten nur auf ihre Religion verzichten wollen, der Syrerkönig hätte die Abtrünnigen geehrt, hätte ihnen gern gestattet ein friedliches, ruhiges Dasein. Daher entweihten die Griechen das Heiligthum unseres Gottes, daher stellten sie Götzenbilder im heiligen Tempel auf, daher verunreinigten sie Alles, denn die 2x212, die Unreinheit geht aus von den Kranken und Todten, während die Reinheit 712.-12 ein Bild ist der Ewigkeit .221.-12 '2 282' 2pv 2221p. Die Gottesfurcht ist rein, besteht für die Ewigkeit (Psalm 19, V. 10). — Allein es gelang den Söldlingen des Syrerkönigs nicht, Gott erweckte die Hasmonäer, daß sie errangen ruhmvolle Siege, ausräumten den Tempel, reinigten das Heiligthum und die Lichter anzündeten in den heiligen Vorhöfen ,-Hp2 2P 22222 HX, die Gattin wandte sich wieder zum Gatten. Vielfach finden wir in der heiligen Schrift das Verhältniß Gottes zu seinem Volke unter dem Bilde eines Gatten und seiner Gattin dargestellt. Israel vereinigt sich wieder mit seinem Gotte und Er, Er gewährt ihnen Unsterblichkeit. Nur das Irdische verfällt dem Tode. Das Geistige aber schwingt sich zu Gott empor 212-^p 812 (Psalm 48, V. 15). Das ist's also, was uns das Chanuka-Licht bedeutet; es ist uns ein Licht der Erkenntniß, das uns die Nacht des Wahnes verschwinden macht; es ist uns ein Licht der Freiheit, das uns die Finsterniß der Unterdrückung erhellt; es leuchtet uns als Licht der Unsterblichkeit über die Nacht des Grabes hinaus. — Weber Choralgcsang Aus Oberungarn, 15. Nov. Der Choralgesang, der bis jetzt in den Bereich der Neologie gehörte, fängt an sich zum Niveau einer specifisch orthodoxen Frage zu erheben. In orthodoxen Kreisen selbst fängt man an zu zweifeln, ob die Verdammung des Choralgesangs von Seiten vieler frommer Rabbinen in dem Gesetze fußt, oder nur aus Vorsicht geboten, oder vielleicht gar nur ein grundloses starres Festhalten am Alten ist. Der ehrw. Herr Rabbiner S. H. Fischmann löste diese Frage, indem er in Nr. 44 des „Israelit" ganz entschieden die Behauptung ausgesprochen, wie er auch auf der Kanzel im Miskolczer neuen Tempel erklärt hat, daß der Choralgesang in der Synagoge nicht gegen den pi sei Wir, fest überzeugt, daß der Choralgesang in seiner allgemeinen und auch in Miskolcz gebräuchlichen Weise ein 212,2 2i2'8 ist, wollten doch, in Erwartung, daß in der Fortsetzung entweder von Herrn Rabb. F. eine Detaillirung der von ihm erwähnten unjüdischen „Bundesgenossenschaft" des Chors, oder eine Berichtigung von Seiten der löbl. Redaktion folgen werde, kein 2'w2d 2222 sein. Da nun Beides ausgeblieben, so fühlen wir uns umsomehr verpflichtet, zur Wahrung unserer heil. Institutionen gegen diese Behauptung öffentlich zu protestiren, als dieselbe vom geehrten Herrn Redakteur, nachdem er sie ohne widerlegende Anmerkung in sein gesch. Blatt ausgenommen, adoptirt zu sein scheint; was um so gefährlicher ist, da dieser muthige Kämpfer für das orthodoxe Judenthum bei jeder Gelegenheit als frei von aller Prädilection und nur der reinen Wahrheit getreu sich bewährt, seine Angaben und Annahmen als vollkommen erprobt sich beurkunden, und also seine Annahme in Bezug auf den Chor keinem Zweifel so leicht Raum geben wird P21 22ip li"2 2^^ Es könnte dieser Umstand bei den Laien den Argwohn nähren, als huldigten die dem Chor feindlichen Rabbinen gar nicht dem Gesetze, sondern nur dem Schlendrian; und doch lassen sich gerade diejenigen Rabbinen, die alle ihre Kräfte in Bewegung setzen, um die Einführung des Chors zu verhindern, wie in allen ihren Amtshandlungen, so auch in dieser Angelegenheit, nur vom Gesetze bestimmen. Freilich ist Form und Styl des Gesanges nicht präcis normirt, und wenn die moderne Gesangsweise mehr als die antike geeignet wäre, den in dem Texte liegenden Empfindungen einen entsprechenden Ausdruck zu geben (was

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