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Der Israelit · 1863-11-18 · Heft 46 (18.11.1863) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 46 (18.11.1863)
Date
1863-11-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage zu Nr. 46 des Israelit. Zeitungsnachrichten a. CorrespoiiöeuM. Deutschland. , 2. Kislew. Soeben kommt mir die N. 45 d. Bl., worin der Einsender des daselbst abgedruckten Nekrologes einen meiner intimsten und würdigsten Freunde, Herrn Elias Herzfeld, Rabbinats-Candidat, in ein besseres Jenseits übergehen läßt, zu. Zur Beruhigung der zahlreichen auswärtigen Freunde und Verehrer, deren sich derselbe bei seinen mannigfachen Verdiensten um die hiesige Hochschule und seinen sonstigen Vorzügen, und die anzuerkennen und annäherungsweise zu schildern, der niederträchtige gottlose Einsender wohlweislich die Gewogenheit hat, rühmen kann, diene hiermit zur angenehmen Nachricht, daß wir uns gottlob noch immer seiner segensreichen Lhätigkeit erfreuen. Herr Herzfeld hat übrigens durch den schändlichen Streich, der ihm gespielt wurde, zugleich die wohlthuende Genugthuung, selbst von seinen größten Feinden*) öffentlich belobt zu werden. Einen Commentar zu diesem ganzen skandalösen Schurkenstreiche, der zugleich einen infamen Mißbrauch der Presse involvirt, kann sich wohl jeder rechtdenkende Leser selbst machen. Moses Schreiber. Nachbemerkung der Redaction. Wie uns von anderer Seite berichtet wird, hat der elende Einsender des Nekrologs in der Beilage zu voriger Nummer auch eine Fälschung begangen und eine falsche Namensunterschrift unter den Aussatz und den Begleitbrief gesetzt. Wir haben sofort Beides nach Preßburg gesandt, und soll es uns freuen, wenn es gelingt, den Fälscher zur gebührenden Bestrafung zu ziehen. Palästina. Jerusalem. Es ist erstaunlich zu sehen, schreibt der „Lebanon", wie die Liebe zum heiligen Lande in den Herzen unserer Glaubensbrüder stark und kräftig wächst. Tagtäglich kommen fromme, wohlhabende und gelehrte Männer hier an, um den Rest ihrer Tage am heiligen Berge zu verleben. Auch von Ungarn, woher früher nur wenige Auswanderer kamen, gelangen jetzt vortreffliche Männer, in denen die Liebe zu ihrem Gotte und zu ihrer Religion wohnt, zu uns. Sie haben ein eigenes Bet- und Lehrhaus errichtet und Männer von unbescholtener Rechtlichkeit stehen an der Spitze. Erst diese Woche kam der ehrenwerthe Rabbi Ascher Anschel, der in mehreren ungarischen Gemeinden, und zuletzt in Waitzen das Rabbinat bekleidete, in Begleitung mehrerer gelehrter und einflußreicher Männer hier an. Amerika. Portland ist die Hauptstadt im fernsten Westen der vereinigten Staaten Amerikas. Vor einigen Jahren bildete sich hier eine jüdische Gemeinde, der es jedoch nicht gelungen zu sein scheint, einen Vorbeter zu erhallen. Beim Herannahen der heiligen Feiertage engagirte die Gemeinde zu diesem Zwecke den vr. Eckmann aus San Franzisko, den Redakteur des „Gleaner" für das anerkennenswerthe Honorar von 500 Dollar. (1200 fl.) Nie ist wohl ein Vorbeter für die heiligen Feiertage großmüthiger belohnt worden. Es gereicht dieser Gemeinde zur Ehre, ein solches Opfer für die Erfüllung ihrer religiösen Verpflichtungen gebracht zu haben; es gibt das ihrem religiösen Eifer ein höchst günstiges Zeugniß. Newport, in dem Staate New-Jork war einst der Sitz einer blühenden Gemeinde, welche eine schöne Synagoge besaß. Es ist die Geburtsstadt des verstorbenen JudaTouro, welcher in New-Orleans starb. Jetzt wohnt kein einziger Jude in dieser Stadt. Ein Glaubensgenosse, der dieselbe letzthin besuchte, erstattet dem „Jewish Messenger" Bericht hierüber, woraus wir das Nachfolgende entnehmen: Einen Steinwurf weit von dem Park, der dm Namen des wohlthätigen Israeliten von New-Orleans trägt, welcher in gleicher Weise die hiesige Gemeinde, sollte sie je wieder gebildet werden, in edler Art beschenkte, liegt der jüdische Fried- *) Bet Lebzeiten.

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