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Der Israelit · 1863-11-18 · Heft 46 (18.11.1863) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 46 (18.11.1863)
Date
1863-11-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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S6S Altona, den 9. Nov. Der Beschluß der holsteinischen Regierung, in Bezug auf Anwendung des Expropriationsgesetzes bezüglich eines Theiles des hiesigen isr. Friedhofes hat hier allgemeinen Schrecken verursacht; es ist dies der Friedhof, auf dem viele der größten Männer des vergangenen Jahrhunderts wie Rabbi Jonathan Eibeschütz, R. Jakob Emden, R. Noach Chajim Hirsch Berliner, N. Raphael Cohen rc. ruhen. Die Ruhestätten dieser Heroen des jüdischen Geistes iollen nun in einen Marktplatz umgewandelt werden! (Es wäre heilige Pflicht der isr. Gemeinde zu Altona, die Profanirung dieses ehrwürdigen Friedhofes um jeden Preis zu verhindern! — Red.) Altona, Marcheschwon. Der hiesige Raschi- Verein, der, wie bereits früher in diesen Blättern erwähnt, die rühmenswerthe Aufgabe verfolgt, jungen Leuten Gelegenheit zum erweiterten Thorastudium zu bieten, feierte unlängst das Fest eines cv'O. Nachdem noch das letzte Capitel von.-1222.-1 rinn gelernt, -und von dem Leiter des Vereins, Herr E. Munk, ausführlicher als gewöhnlich erklärt worden, wurde demselben von den Mitgliedern ein Exemplar der in Stettin von J. Bernhard Beer neugedruckten Bukstorfschen Concordanz in prachtvollem Bande und mit einer von Herrn Witt kower verfaßten Inschrift mit dem o->2 p"sd! 'L? ^2«^, überreicht, als Anerkennung für seine unverdrossenen Bemühungen und uneigennützige Thätigkeit, die derselbe trotz seiner vielen Beschäftigungen dem Vereine zuwendet. Ein frugales Abendessen, bei dem mancher warmgefühlte Toast für unfern Herrn Oberrabbiner, für Herrn Munk u. s. w. erscholl, hielt die Mitglieder noch lange froh und heiter vereint. Im Winter wird ^"1 ^2 crp ''PL" vorgenommen. — Der isr. Gemeinde hier ist durch den Opticus Herrn B. Leja in Paris, einen gebornen Altonaer, ein sehr werthvolles Geschenk zugegangen. Dasselbe besteht in einer Gesetzrolle mit silberner Krone und Tresse; sie wurde am r-2'i ^2 112 n der Synagoge übergeben. In diesen Tagen wird das von Sr. Ehrwürden, dem Herrn Oberrabbiner verfaßte und bei Gebr. Bonn gedruckte Werk rwOv die Presse verlassen. Es führt gleich wie die übrigen von demselben verfaßten Werke .-12101 ,nni'->2 ,rn2v ,r>iv2' N202 den Namen Enthält bis 25 Bogen 4. inprn' Ovn N'Oll 25.2 -PIPTö 12LQ8N OMP 2LW VMIkl '^222 2S«'1 ,O'55P21 O'5l72 .12'^2! 22'2!«2^ 12' 5>N2 O'2N122 P. A. Frankreich. Paris. Bekanntlich hat unser Glaubensgenosse vr. Oppert für seine Fachfrage auf dem Gebiete der morgenländischen Linguistik, die er während der babylonischen Expeditton, an welcher er mit den Grafen Fresnal und Thomas Theil genommen, angestellt und deren Resultate er zur Kunde des wissenschaftlichen Publikums gebracht, den großen, s. g. Kaiserpreis von 20,(XXI Fr. erhalten, der nur ein Jahr um's andere vergeben wird und nur derjenigen Arbeit und Entdeckung zu Gute kommt, die am geeignetsten scheint, dem Lande Ehren und Nutzen zu bringen. Vor zwei Jahren hat Thiers für feine Geschichte des Confulats und des Kaiserreichs auf den Vorschlag der französischen Akademie diesen Preis erhalten. Die Akademie der „Inschriften" (eigentlich der Philologie) würde, wenn ihr damals der Preis zu Gebote gestanden hätte, Champollion als den Entzifferer der Hieroglyphen vorgeschlagen haben. Jetzt aber hat sie diese hohe Ehre demjenigen zugedacht, der den Schlüssel zu dem assyrisch-babylonischen Alterthum geliefert. Das ist in der bei Anlaß der Vertheilungen durch den Präsidenten des kais. Instituts, Herrn Paul in Paris, gehaltenen, sehr umfangreichen und interessanten Rede auseinandergesetzt, aus welcher wir den Schlußpassus mittheilen: „Herr Oppert hat die Ursache der ideographischen Zeichen gefunden, die man in dem assyrischen Systeme findet. Er hat oft dieser Zeichen wahren Werth auseinandergesetzt. Er hat die Anwendung der Charaktere, die man polyphone nennt, und die mehrere Laute vorstellen und eine doppelte Auslegung zulassen, beschränkt. Er hat mehr als 200 syllabische Werthe gefunden. Er hat die ersten babylonischen Inschriften übersetzt und veröffentlicht, die er nicht aus einer altpersischen Übersetzung erklären konnte. Er hat die Gesammtheit der Inschriften, die mit den merkwürdigsten Einzelheiten die Feste des Königs Sargon darstellen, geordnet übersetzt. Und diese wichtigen Seiten assyrischer Geschichte hak er mit einem fortlaufenden Evmmentar und mit einer strengen grammatischen

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