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Der Israelit · 1863-11-18 · Heft 46 (18.11.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 46 (18.11.1863)
Date
1863-11-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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566 «orte des Kohelet '12, P201 ^2.1 -»21 r>i2, mit folgenden Worten: x->' rix fürchte Gott, d h. unterlasse, was in den 365 Verboten zu unterlassen nxi HVL' I'rurra, beobachte Alles, was er in den 248 Geboten auszuüben befohlen hat 21X.1 ^2 .m '2, das entspricht dem ganzen Baue des menschlichen Körpers, der aus 248 Gliedmaßen und 36ö Adern zusammengesetzt ist.*) Endlich finde ich in ,nd"ra S. 71: pmi 12-1 *141 . 5MM n"2*! '2 'ISO ^»221 ->.1's2 Qv'isvl > ,1v'^ 1122 NV-PN xs) .l"OV1 O'12X Il"2*>. Demnach scheint der Sohar die erste Quelle dieser Parallele zu sein. Ich bin leider nicht so bewcmdert im Sohar, daß ich die Sidra, in welcher sie zu finden, anzugeben vermöchte. So viel steht sicher, daß sie sich darin befindet. Auch S. 265 führt .iv"V die Stelle an. Für die Zweifler am Alter des Sohar (S. rinsvQ Q'iso von R. Jacob Emden) dürste es von lohnendem Interesse sein, daß auch 11x22 v"2i in seinem .iiivp 5N2Xll aus einer Schrift des Iben Esra mitthellt, der menschliche Körper habe 365 O'i'i (d. h. bewegende, wahrscheinlich Schlagadern, Arterien) und 365 ll'iii ll'i'i (d. h. ruhende, wahrscheinlich Blutadern , Venen), erstere den 365 Tagen, letztere den 365 Nächten des Sonnenjahres entsprechend. In wieweit unsere heutigen Anatomiker von dieser Ansicht abweichen, werde ich vielleicht Gelegenheit finden, später zu erörtern. Ich füge nur hinzu, daß nachdem er dieser Ansicht des Iben Esra ebenfalls beipflichtet, noch hinzufügt: Wer also die 365 Verbote nicht aus Liebe zu Gott und Ehrfurcht vor ihm beobachtet, sondern sich dabei gedankenlos und lethargisch verhält, der lebt nur die 365 Nächte des Jahres, denn Nacht ist das Bild der Unthätigkeit und sie wird auch in Schlaf und Unthätigkeit zugebracht. Wer aber hingegen aus innerem Antriebe und zur Ohre Gottes sie beobachtet, der lebt 365 Tage, denn der Tag ist das Bild der Thätigkeit. Und damit nun versucht .i"vL7 unsere Frage : „Warum die Talmudisten die 365 Verbote mit den 365 Tagen-und nicht, wie Sohar mit den 365 Adern des menschlichen Körpers in Verbindung bringen, zu lösen. Wohl wußten die Talmudisten, bemertt er,, daß wie die Gebote'den 248 Miedmaßen, also die Verbote den 365 Schlagadern des menschlichen Körpers entsprechen. Aber mit ihrer Deutung auf die 365 Tage wogten sie uns zu verstehen geben, daß «st bei, Beobachtung her Perbote uns nicht phlegmatisch und unthUig, wie die Nacht, verhalten, sondern gleich den 365 Tagen des Sonnenzahres, der zur Thätigkest bestimmtem Zeit, mit der K-pzen Kraft unseres Geistes und der ganzen Thätig- ,keit unserch Köders tzep Beobachtung demselben Hin- Heben sollen. Dem Leser es Kberlassend, ob er sich - *) Snm. d. SK»: Dieselbe 'Erklärung ^flntzet ' sich aMh im Mjitzrch AKf. P: «ajer^r-" -- - mit dieser Ausgleichung des befriedigt fühlt oder nicht, halten wir für mehr als wahrscheinlich, daß die Parallele der Verbote mit den Schlagadern nicht nur nicht talmudisch, sondern auch nicht einmal midraschisch (conf. Tanchuma Paraichath Ki-teze) , ihre Originalstelle aber im Sohar zu finden ist. vr A. II Gifenstadt, den 24. Marcheschwon. Die jüngste Nr.'des „Israelit" hat mir und gewiß noch viclen Andern ganz besonders große Freude gemacht; es hat sich in derselben der durch höchstseltene Bel senheit, sowie durch Tiefe und Gründlichkeit ausgezeichnete Auerbach, Rabbiner in Halberstadt, zwar nur mit wenigen, aber, wie dies d ssen Art ist höchst gediegenen Worten über einen literarischen Gegenstand des fesselndsten Interesses vernehmen lassen. Der Aufforderung des Herrn 14 r. A. entsprechend, größtentheils auch, ich gestehe es offen, von der Hoffnung geleitet, vielleicht eine weitere Discussion desselben zu veranlassen, ersuche ich Sie, gefälligst folgende Zeilen aufzunehmen, in denen ich zwar nur über einen sehr geringen Theil eigentlicher „Auskunftgeber" bin, aber wenigstens meinen Lesern eine Reihe von Anregungen und Hypothesen vorlege, welche vielleicht nicht ganz ohne Interesse sind. Herr 14r. A. regt die Untersuchung darüber an: 1) Wer der Verfasser des in Händen des Herrn Bibliopolae I. Fischet in Halberstadl befindlichen Manuscriptes ni'Tiix '2512 'ipn, geschrieben in der Form und im Geiste des i2"v, nur jede .1122 an einen Buchstaben des Dekalogs anknüpfend, sei. 2) Warum derselbe, verschieden von den Quellen ii' '21 '2 .121 -»2*122 die übrigbleibenden 7 Buchstaben aus die in schon rnbgriffenen und auch mit andern Strafen zu bemesienden 7 noachidischen Gebote deute, und ob dem Verfasser oder Vp2 (Ende 1171') die Genesis dieser Idee angehöre. 3) In Paranthese, was für eine Stelle im Talmud, Aruch Schlagwort 822 im Auge habe, auf welche die dort eitirte Erklärung des Rabbi Nachschon Gaon anwendbar sei. 4) Gelegentlich auch, aus welcher Quelle des Verfassers des vor Anlegung des Talit zu sprechenden i"7v die Worte 7i"O^, von welchen Talmud Makot 23 d. mchts gewußt zu haben scheine, geschöpft habe. — Ich erlaube mir > nun auf diese Monita folgende, die Ftagen vielleicht; forderlichen Bemerkungen vorzulegen. ^.ä. 1. Ueber den Verfasser des vorliegenden Manuskriptes weiß ich zwar keine bestimmte Auskunft! zu geben, auch besitze ich das vom Herrn 14» . A aus '220 citirte Werk Timri ->w nicht, indeß kenne ich wahrscheinlich den mit gegenwärtigem'Codex nicht übereinstimmenden Inhalt des> letzterem Es findet sich nämlich laut des (Wien 18471 von Aldrscht Kraft und Simon Deutsch edirteü Eataloges der ist wer Wiener Bibliothek brfiMtthett Codices

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