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Der Israelit · 1863-11-04 · Heft 44 (4.11.1863) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 44 (4.11.1863)
Date
1863-11-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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538 / k z i „Satan, Weltsinn und Todesengel bedeuten Ein und Dasselbe/' Nach derx^ErMhHen. kani^es uM.ni^ Wunder nehmen. daWeMuWeP M G» W, iW welcher so Viele di^HterHlleGJnlMssDHbenO» M-t len und dem Egoismus und Wellsinn göttliche Ehre erweisen, das Ansehen der Ceremonialgebote immer mehr sinkt und die Zahl ihrer Widersacher sich häuft. Darum aber ist es auch besonders heutmtage heilige Pflicht des GläuöMch MsL Wbote W «O men und ihnen das Wort zu reden, und dem Bestreben, dieser heiligen Pflicht zu genügen, verdankt gegenwärtige Arbeit ihr Entstehen. Neues wird sie wohl, allerdings nicht heranbringen; allein abgesehen davon, daß Mendelssohn irgendwo sagt, daß neue Wahrheiten seit Jahrhunderten nicht erfunden worden, und daß man, um etwas ganz Neues zu sagen, beinahe etwas Ungereimtes sagen müsse; so enthalten ja auch die Angriffe nichts Neues. Wo aber das'Me in Vergessenheit gerathen, kann es füglich für Neues gellen, und hat Anspruch darauf, wieder in Erinnerung gebracht zn werden; und schmeichelt sich auch der Verfasser keineswegs, die bereits Abgefallenen durch feine Gründe überzeugen zu können, so dürfte es doch vielleicht möglich sein, wenn nur einen Gläubigen in seinem Glauben zu bestärken, nur einen Schwankenden vor Abfall zu bewahren, und ja wenn auch nur durch gegenwärtige Worbte, den Gegenstand wieder anzuregen und bessere Kräfte zu besserer Verteidigung zu veranlassen; und dies wird schon dem Verfasser genügen. Er hält sich an den Spruch unserer Alten: „Es ist nicht deine Pflicht, es zn vollenden, ebenso wenig steht es dir frei, dich ihm ganz zu entziehen" (Aboth2. 16). Endlich nur noch die Bemerkung: der Verfasser hat sich nicht die Aufgabe gestellt, in Einzelnbeiten einzugehen und jedem Gebote irgend einen muthmaßlichen Bernmlftgrund unterzulegen. Er hat sich vielmehr die Aufgabe gestellt, im Allgemeinen darzuthun, daß ganz abgesehen von der Autorität des Glaubens, auch die Vernunft einsieht, wie eine Religion in Verbindung mit einem würdigen Ceremonialgesetze überhaupt und dem israelitischen insbesondere vollkommener, d. h. geeigneter sei, unser wahres Heil zu befördern, als eine Religion ohne ein solches Gesetz. Hieraus ergibt sich, daß, wenn es wirklich der höchsten Vollkommenheit gefallen, eine Religion zu offenbaren, daß sie sicherlich die vollkommenste, und mithin auch ein Ceremonialgesetz offenbart haben wird. Was die Ursache der Wahl oder der vorgeschrieben Ausübungsweise der einzelnen Vorschriften betrifft, das können wir getrost im Vertrauen auf die Allweisheit des Gesetzgebers dahin gestellt sein lassen und bietet Unsere Unbekanntschaft mit diesen Ursachen durchaus keinen vernünftigen Grund, irgend welches Gebot zu desavouiren, indem wir ja auch in der physischen Welt mit den Ursachen so sehr vieler Erscheinungen unbekannt sind. Wenden wir uns nun uysAem Gegenstände zu. ' ' Mn aufm^Mm^ BW'M^das israelitische CereWonialgesetz ooD aKMdP GiMmmtheit der aus Ge btzteMPsd Verbot« beWheüdMMder mosaischen Lehre vdrDschriebenen religiösen Satzungen zeigt uns, daß eine gläubige Beobachtung derselben geeignet sei, unsere höhere oder moralische Glückseligkeit in zwiefacher Rücksicht zu befördern, erstens als Schutzmittel gegen WElÄmnMk Und KMteW M Förderungsmittel mancher Vollkommenheiten. I. Als Schutzmittel gegen Verirrungen und Fehltritte. Durch Gewöhnung an Bezähmung der sinnlichen Begierden und Leidenschaften. Die Leidenschaften und Begierden nach irdischen Gütern und Genüssen sind dem Menschen von dein allgütigen Anordner aller Dinge in der heilsamsten Absicht zugeiheilt worden. Da die Ällweisheit für gut befunden, den Menschen hierher aus Erden zu setzeu, damit er hier eine Zeit lang in Gesellschaft anderer Wesen seiner Art an seiner Vervollkommnung arbeiten und sich dadurch zu seiner wahren Glückseligkeit jenseits genügend vorbereiten solle, so ist es nothwendig gewesen, dem Menschen einen reichen Vorrath von Liebe zur Erde und deren Gütern und Genüssen ins Herz zu legen und ihn von dieser Liebe zu dem lebhaften Bestreben auregen zu lassen, sein Dasein hienieden auf alle nur mögliche Weise und mit Uebecwindung aller sich entgegenstellenden Schwierigkeiten zu erhalten und zu verlängern. Diese Liebe und dieses Bestreben muß. um so lebhafter und kräftiger sein, je mehr es gerade zur Beförderung der menschlichen Vervollkommnung unvermeidlich ist, daß nicht mannigfache Widerwärtigkeiten und Anfeindungen gegen den Menschen ankämpfen und ihm das irdische Dasein verleiden. Es ist nicht minder nothwendig gewesen, daß der Mensch viele Begierden nach manchen, wenn auch entbehrlichen Bequemlichkeiten und irdischen Genüssen habe, die er ohn fremde Beihilfe nicht zu befriedigen im Stande ist, damit er gezwungen werde, die Gesellschaft seiner Mitmenschen aufzusuchen, auf daß er dann, gestärkt durch ihre Mitwirkung und Hand in Hand mit ihnen, muthiger und schnelleren Schrittes seinem wahren Zwecke entgegenschreiten könne. Dergestalt ist das ganze Heer von Begierden und Leidenschaften dem Erdensohne zur Beförderung seiner irdischen Wohlfahrt, als des Mittels zur Erftrebung seiner wahren Glückseligkeit verliehen worden, des Bortheils nicht einmal zu gedenken, daß er alle diese Begierden und Leidenschaften auch unmittelbar zur Beförderung seiner moralischen Wohlfahrt benutzen kann, wie z. P. Liebe gegen Gott, den Nächsten und die Tugend, Haß gegen das Laster, Neid zur Erweckung des Nachejsers bei verdieüstkichen Handlungen ü. s. w. Treffend bemerken die Rabbinen: „Gott sah Alles, was er geschass

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