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Der Israelit · 1863-10-28 · Heft 43 (28.10.1863) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 43 (28.10.1863)
Date
1863-10-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
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''' -32 ^Unterdeß sind MZustände der in Sayaa zurückgebliebenen Israeliten noch viel trauriger geworden; Frauen wurden geschändet, Männer beraubt und gesotten Nunmehr hat sich Herr Joseph Montefiore, Präsident des 8o»rä ot cksputsss zu London, wie Ibe ssowlsb Odrouiele berichtet, an Lord John Rüssel gewandt, um ihn um die thätige Verwendung des englischen Consuls zu Aden zu ersuchen. Mr. Layan, Sekretär des Ministeriums des Auswärtigen, hat in seiner Antwort an Herrn I. M. versprochen, die Unterstützung von Seilen des erwähnten Consulats zu veranlassen. Gebe Gott, daß es gelingen möge, das harte Geschick unserer Brüder im fernen Osten zu lindern. Afrika. Aus Maroeko berichtet die französische Zeitschrift entsetzliche Grausamkeiten, die gegen einige unserer dortigen Glaubensgenossen verübt worden sind. In dem Marockanischen Hafen Saffi starb ein spanischer Lehrer nach fünftägiger Krankheit. Man vermuthete eine Vergiftung und ohne irgend eine ärztliche Untersuchung verhaftete man den Diener des Lehrers, einen vierzehnjährigen jüdischen Knaben, spannte ihn auf die Folter und ließ ihn, nachdem man ihn gezwungen hatte, das zu sagen, was man gesagt haben wollte, hinrichten. Das war noch nicht Alles, man beschuldigte drei andere Israeliten der Mitschuld; den einen brachte man sofort nach Tanger, um ihn dort zu enthaupten. Vergeblich waren die Anstrengungen der dortigen Israeliten, emen Aufschub zu erlangen, sie wandten sich an die Vertreter der europäischen Mächte, sie wollten eine Bittschrift an die Königin von Spanien senden, bloß um eine regelrechte Untersuchung einleiten zu lassen. Der spanische Consul verweigerte jeden Aufschub und wies alle Bitten zurück. Am 16 September, Morgens 10 Uhr, wurde die Hinrichtung vollzogen, nachdem man dem Unglücklichen noch vorher mehrere Wunden beigebracht hatte. Die beiden andern Angeklagten blieben noch im Gefängnisse, des Todesurtheils gewärtig, das nielleicht jetzt schtm -an ihnen/vollzogen ist..! '' 'Dissd Hhatsachen wurden Montag ürnlZH, Sept. in Paris bekannt und sofort wurden Gchettte zu Gunsten .Unglücklichen gethsn, Man vb.rlMM.MM den Telegraphen vom Minister des Auswärtigen zu Madrid Aufschuf der Hinrichtung, wenn es noch Zeit sei. Diese Aastrigey Ereignisse werfen ein trübes Licht auf den Vertreter einer europäischen Macht, der ohne Urtheil foltern und hinrichten läßt, um ein Verbrechen zu bestrafen, das höchst wahrscheinlich gar nicht begangen worden ist! Auf die Depesche an das spanische Ministerium kam folgende Antwort: „Der spanische Ministerpräsident ertheilt auf telegraphischem Wege dem spanischen Gesandten zn Tanger Ordre, jede neue Hinrichtung bis auf weitere Information aufzuschieben." Das Journal »^6 lempZ" fügt hinzu, daß die hier mitgeiheilten Thatsachen einer Denkschrift entnommen sind, welche englische Unterthanen verschiedener Consessionen in spanischer Sprache herausgegeben haben. Das Erst« unlichste istdaß der spanische Consul die Ausgrabung des Lehrers verweigerte, welche die Israeliten von Saffi zu ihrer Rechtfertigung verlangt hatten! — Feuilleton. Jochmran den Sakkai, seine Zeitgenossen unfeine Schule, Von -T. Als Jerusalem seinem Untergange nahe war 2), ließ sich in der Dämmerungsstunde der greise Jschananben Sakkai, ein jüngerer Schüler Hillels 3), yy» zwei seiner Schüler, von Weser und Josua, in einem Sarge als Leiche hin zum Stadtthor tragen. Neben dem greisen Rabbi lag in demselben Sarge ein Stück bereits in Verwesung übergegangenen Fleisches, daL. durch den Leichengeruch, den es verbreitete, die. Täuschung vollenden sollte. Dennoch wollten die sogenanu- 1) Aus einem größer« noch ungedruckten Werke- ' 2) Ajttlrrs. ütz ^7- Bergt, Aboth der., NqH«m IV .AHah rab,; 46 b. . , . ' Süktd 28. Nach Rösch 8 I d. s»K 2r, MchHM' let hsin 120 AghseM aMqHe« fe^.von de?-., ne« er 40 Jahre. Handel getrieben, 40 Jahre gelernt und 40 JäMiMHÄ-daSe^-'l-

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