Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 43 (28.10.1863)
- Date
- 1863-10-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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526 senen Räume in die vw mvx i. Aeußerst selten erscheint ein einschlägiges Werk von echter Clasficität, noch bei weitem seltener findet es jedoch gebührende Anerkennung und Würdigung. Indessen dürfen wir gegen das Geschick nicht ungerecht sein, es liegt in seinem unerforschlichen Wesen, daß es sehr oft süße Quellen versiegen läßt, um an deren Stellen andere, wenn auch minder süße, sprudeln zu lassen. Wenn auch nicht in Abrede gestellt werden kann, daß bezüglich der rabbinischen Studien die Productivität Vieles, Bedeutendes eingebüßt hat, so muß andererseits wieder zugegeben werden, daß bezüglich der Reproduc tivität die neueste Zeit Riesenschritte gemacht hat. Eine Masse vortrefflicher, gediegener Schriften, welche die rabbinische Literatur theils ergänzen, theils erklären, wurden dem Schatten der Verborgenheit und Unzugänglichkeit entrissen und der Benutzung und Anwendung zugeführt. Andere, in unverhältniß wenigen Exemplaren vorräthig, werden vervielfältigt und der allgemeinen Verbreitung erschlossen. Namentlich ist es Polen, welches sich in letzterer Rücksicht bedeutenoe Verdienste erworben hat. Unter andern wollen wir den 1853 in Lemberg edirten n'x, wie den eben daselbst 1858 herausgegebenen i'' hervorheben. Merkwürdig ist das Verhängniß, welches nach dieser Seite hin Polen an Ungarn knüpft. Noch im Anfänge dieses Jahrhunderts war es Polen, das uns mit Männern beschenkte, die dem Thorastudium kräftige und maßgebende Pflege und Unterstützung boten; diese Gepflogenheit ist nunmehr allerdings geschwunden, hingegen unterläßt es das thorasreundliche Polen, namentlich Galizien noch heute nicht, uns mit reichen Subsidien an trefflichen Werken dieser Art an die Hand zu gehen. Eines nur möchten wir hier erwähnen und zwar rügend und tadelnd erwähnen. Es ist dieses die noch immer nur zu hänfig vorkommende Jncorrectheit in dm religionsgesetzlichen Schriften. Dieser Uebelstand wurde bereits vor Kurzem in dieser gesch. Zeitung berührt, derselbe verdient meines Erachtens eine unumwundene Geißelung. Daß das Verbot ndip -pbnxI pwri 2x (s. vi2in2 13, d) nicht nur auf die heilige Schrift, sondern auch auf Talmud und Poskim volle Anwendung habe, ist so gut wie halachisch sestgesteltt. Bezeichnend ist folgende Aeußerung des Vx-i zur Stelle, die dem ''2 wirklich entgangen zu lein scheint. Sie lautet: -MX."! XI' V'PVISV 1DV2 IX X2O12 5NPO X8O2 'X2s.1 NX I"N.-1 NX lN2^1 NNWN NX 110X^1 .NS .-ibnz PX1 Unsere Zeit ist nicht abgeneigt, enorme Opfer an Geld und Mühe zu bringen, um prachtvolle Und glänzende Editionert zu ermöglichen, Papier und Lettern wird alle mögliche Sorgfalt zu Theil, doch die Seele der Leitern, der geiftigke JNHalt derselben, also Wesen und Kern -er Sachewird in unverzeihlicher Weise vernachlässigt. Da ist es wieder vorzugsweise Polen, das dem xnenp xs->n alle Ehre Macht. Wenn 12'xw ->sv verdient die ni'Z2, so verdient meines Dafürhaltens der Erzeuger solcher wiLO die weiteste Veröffentlichung, damit seinen Produktionen das ihnen gebührende Loos in vollstem Maße zu Theil werde. — Selbst angenommen, es sei für den Sachkundigen stets ein Leichtes, mittelst Combination und einigem Scharfblick den betreffenden Druckfehlern auf die Spur zu kommen und sie zu berichtigen, so daß praktische Folgen nicht zu befürchten seien; wer will es jedoch leugnen, daß im besten Falle hierzu viele kostbare Zeit verwendet werden muß, die eine anderweitige fruchtbarere Verwendung finden könnte! Zudem kommt noch, daß ein verstümmelter Satztheil, wenn er auch als solcher bereits erkannt worden ist, immerhin der Gedankenentwickelung anstößig und deßwegen hinderlich ist. Wir verspüren in uns nicht die geringste Lust, eine Zusammenstellung der mehr oder minder bedeutsamen Jncorrectheiten zu liefern, die von uns in alten und neuen Werken des rabbinischen Schriftthums wahrgenommen wurden; es wäre dieß auch in der That eine jedenfalls verfehlte und höchst unerquickliche Beschäftigung. Doch wollen wir nicht ermangeln, ein einziges Beispiel namhaft zu machen, das einigermaßen geeignet sein dürfte, das Gesagte zu unterstützen. In der oben angeführten lemberger Edition des n'x findet sich Abschnitt 10, Paragraph 12, am Ende des Schlagwortes 2 im i"v folgender Passus: 'TIXLVI VV P22P PPO ^V',N2 p l"nx. '-121 xri'L'L ^71 Der gründlich Lernende, dem es zurGewohnheit geworden ist, jede citirte Aeußerung in der Quelle nachzusehen, wird hier gewiß nichts Eiligeres zu thun haben, als Ende p2ip aufzublättern. Er muß jedoch zu seinem Bedauern die unliebsame Erfahrung machen, daß es Fälle gibt, wo das 'rixLv -ch: nichlt zu den unglaublichen Dingen gehört; denn s'2-P ppv findet sich von dem Angeführten nicht die geringste Spur. Kommt es doch Einem nicht sogleich im ersten Fluge in den Sinn, daß der Setzer wohl ein 2 mit einem Apostroph vorgefunden haben dürfte, das er, bauend auf seinen untrüglichen Takt, für eine Abkürzung des rpO2 hielt und so sich der Deutlichkeit wegen, den kleinen Formwechsel gestattete, das rpv vollständig zu geben und das 2 zu streichen! Noch eine andere, nicht minder peinliche Unannehmlichkeit knüpft sich hieran. Sinn und Bedeutung des vpv muß nämlich schlechterdings allen Anstrengungen zum Trotze so lange als Problem betrachtet werden, bis man nicht in Kenntniß gesetzt wird, daß vpv »i nichts anderes als eine Abbreviatur von vvp 21V P)O1' '2-> ist. — Wir wissen übrigens recht wohl, daß die run?» mpvri ältere Dätums sind als selbst die nmpn rnn^.