Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 43 (28.10.1863)
- Date
- 1863-10-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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527 insofern erstere schon i"iix überantwortet wurden, mit andern Worten, daß , wie der Lateiner fügt, irren menschlich ist; doch find wir nicht minder davon überzeugt, daß durch etwas mehr Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit die Zahl der berührten Fehler merklich reducirt werden könnte, wodurch dem Wunsche: 2'X21 121' auch in diesem Sinne einige Rechnung getragen werden würde. Em. Basch, Bez. - Rabbiner. Nachbemerkung der Redactiom Indem wir Herrn Bez.-R. Basch für die obenstehende Correctur im i"2 unfern Dank aussprechen, müssen wir doch die Lemberger Ausgabe insofern entschuldigen, daß sämmtliche Ausgaben, die uns zur Hand sind: eine Wiener, eine Dierenfurther und eine Amsterdamer denselben Fehler enthalten; es scheint dieser Fehler demnach ein von Alters her überkommener zu sein. Es gibt deren leider sa viele, und wäre es wünschenswert^, daß Jeder die allgemein verbreiteten Fehler, die ein Drucker dem andern nachdruckt, soweit er sie erkannt hat, veröffentliche. — Halberstadt, den 20. Oct. In den Händen des hier wohnenden bekannten Bibliopolä Fischel befindet sich ein ziemlich voluminöses Manuskript in Folio, betitelt ii'iix '112 ipp '^'22 .1P27 ^rup 11121.1 llpp 21 s.1 1182 2"'11 v2 22 lbb22l Dieses Werk weiset aus jchem einzelnen Buchstaben des Dekalogs den Anfangsbuchstaben eines Ge- oder Verbotes der Thora, und da die Buchstabenzahl des Dekalogs 613 (s. weiter unten) beträgt, die sämmtlichen Gebote und Verbote in diesen Buchstaben mit überraschendem Scharfsinne und großer Gewandtheit des Ausdruckes nach Der anonyme Verfasser des Buches hat bei jeder Mizwa deren Inhalt und Umfang, Wesen und Form und Bedeutung nach den Quellen des Talmuds, Babylonischen, wie Hierosolimitischen und der Midraschim sehr sorgfältig präcisirt und sehr häufig diese Quellen nach den Perakim des Talmuds und Paraschiot des Midrasch citirt. Neben diesen Quellen bezeichnet eine Randglosse — sie scheint aber nicht von des Verfassers Hand herzurühren — wo die Mizwa in dem Werke Jad-Hachasaka von Maimuni zu finden und bei sehr schwierigen Citaten und einigen prägnanten Begriffen des Talmuds führt der Verfasser Raschi's Commentar und einige Mal auch den Semag von Rabbi Mosche Mikuzi an. Das ganze Werk ist mit altsepharadischer Cursivschrift geschrieben, wie ich sie auf der Münchner Universitäts-Bibliothek in vielen Werken des 1. und 2. Jahrhunderts nach 5000 jüdischer Zeitrechnung gesehen. Besonders ähnelt sie den Buchstaben und Grundzügen des in jener Bibliothek befindlichen merkwürdigen Talmud - Manuskripts, in Azulais Schem-Haggedolim und am Ende des Werkes Korban Netannel „Schaß Pferscha" genannt. Das Werk schließt mit folgenden Worten; 11L2 v2 1122 Z'"11 ii'iix '112 vx.i mp2 irHpz 72i 121 11211 1121 i>2 ,.111211 11PP2 11X2 111212 .MSV1 'l'ppp N1S22 .1211X2 .11 1X211 1221 .1'ISX Vp 1121 1122 11XL2P U)dl 2P2 11P11 111' P2p'1 1P1L 2'1'pp "fj,lb IPX 2.11 11'IIX P2P 11121.111PP2P 11'IIX "p '11;2 12X "X 211 1^ ')2 IIVL^V 1182 P2pb 112 P22 11'pb V" 1'vl.l bp 1122^ 2'PX1 '1 11'IZI IV 2P.1 12^22 '22 "2 ,111,1112p "p ll'Ul'l .1^22, d. h. da der Dekalog 620 Buchstaben enthält, die von Gott gebotenen Mizwot aber an der Zahl nur 613 betragen (nach Tract. Maccoth 23 6), so deutet der Verfasser diese 7 Buchstaben auf die 7 noachitischen Gebote, die da find (nach Tract. Sanhedrin 56) 1. Enthaltung vom Genüsse des von einem lebendigen Thiere abgetrennten Fleisches; 2. Entfernung von 6 verbotenen Ehen; 3. Einsetzung von Richtern zur Verhütung der Ungerechtigkeit; 4. Entfernung von Diebstahl und Betrug; 5. von Mord; 6) vom Götzendienst; 7) von Gotteslästerung Die erste Veranlassung zu dieser Arbeit haben dem Verfasser unstreitig die Midraschin 's .121 12122 x"p 2"P1 ^1 "1 '21 x'p 1")1 k)-r 2", (die auch schon Heidenheim in seinem Commentar anführt) gegeben, und schon in der gaonitischen Periode machte nran von diesem Midrasch vielfachen Gebrauch. Im Aruch, Stiftwort ibsi, wird ermähnt, daß Nab Nachschon Gaon die Worte des Talmuds 1111 iss ipxi2 s'bSi 1P1112 (die Stelle ist mir unbekannt; im Tract. Menachot 43 6. heißt es 1P1112 pbsi ipxi2 pbsi; die Stellen Berachot 23 P11121"2 ii'2 s'bsi 2ix iix' x6 und Sanhederin21 6. ipm2 ibm p'2p P22 mx.ipip lassen die Deutung des Gaon nicht zu, denn sie sprechen von einer completen Thora, abgesehen davon, daß in beiden Stellen nichts von ipxi2 s'bsi erwähnt ist) auf den Dekalog bezog, weil er 613 Buchstaben, entsprechend den 613 Mizwot der Thora, enthält und es also möglich sei, in Abbreviatur die ganze Thora am Arme zu tragen. Was mir aber in dem erwähnten Manuscripl auffallend erscheint, das ist die Deutung der 7 Buchstaben ipx auf die 7 noachitischen Gebote, dg diese ungeachtet , daß ihre Dimensionen und Strafen bei Zuwiderhandlungen bei ru 22 sich anders gestalten, als bei Israeliten, xonf Tosephot Chulin 33 a, schon in den 2"'ii Mizwot begriffen sind. Roch auffallender, daß der Verfasser hierin abweicht von den alligirten -Midraschim, welche die übri-