Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 42 (21.10.1863)
- Date
- 1863-10-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Z <' Rußland und Polen. ZWarschap. Rabbiner Meisels ist wiederum in dieCitadelle gebracht worden, weil er sich weigerte, eine Ergebenheits-Adresse an den Kaiser von Seiten der Juden zu Stande zu bringen. (Nach einer Mittheilung des Herrn Halberstamm aus Bielitz, eines Neffen des Herrn Rabb.. M. in W., ist diese von vielen Zeitungen gebrachte Nachricht vollständig aus der Luft gegriffen.) ker Gott, er hat Dir geholfen*, Du mußt die Wabrheft "gesprochen Habens"" — And rm Chorus ertönte?' „Möchte so auch Gott Polens Bitten erhören und uns zu unserem Rechte verhelfen l"? 5'.? -; F e u L l l e t 0 n. Zur Erinnerung an das Gin w e i lj ung s - F e st Kultusgemeinde der von der Preßburger Israel, neuerbauten Synagoge am LO. September 18VS Eine Scene ans dem polnischen Insurrcctisns- Lriege. Ein Jude befindet sich auf der Straße nach Suwalk, wird von einem Trupp Ruffen angehalten, dem er über irgend einen Gegenstand Auskunft ertheilen muß, worauf er ungehindert weiter passirt. Bald darauf, auf dem Wege in feine Heimath, wird er von Insurgenten angehalten, deren Anführer ihm kurz und bündig erklärt: „Jude, Du mußt hängen, Du bist ein Verräther, ein Spion!" — Der Arme fragt hm, fragt her, jedoch bleibt immer nur die Antwort, die er erhält, der erste Refrain. — Ein starker Ast an einem nahestehenden Baume ist für die Execution ausgesucht. Dem Juden wird die Schlinge um den Hals gelegt, als der Anführer zu ihm herantritt.und Folgendes spricht: „Damit Du erfährst, daß.Du nicht unschuldig stirbst, will ich es Dir noch sagen, Du hast den Ruffen den Weg in unser Lager verräthen!" Dieser betheuert seine Unschuld, und wie er von den Russen nur um den Weg nach einem Nahegelegenen Orte befragt worden, worin doch nichts Böses .Aege. . Als dies Alles nichts hilft, bittet er um einige Augenblicke Zeit, sich mit seinem Gytte zu versöhnen, was ihm auch gewährt wird. Er ist fertig. . Die schlinge wird? geknikpft, der strick über den Ast geworfen und 'angezogen^ als, zum Erstaunen der Jnstirgenren, der starke Äff — bricht. Dä spricht in ernster ÄiiMmffg,' der Anführer: „Jude, geh hin, Dein Gott ist ein star- ' „Ein Ganq in das Haus des Herrn,. Gewährt mir unendliche Freude!" Psalm David's. Vollendet ist das Haus und seine Zinnen Sie ragen frei zum Himmelsdom empor; Verjüngt in Pracht von außen und von innen, Gleich wie im Mai ein reicher Blumenflor. Des Himmels Segen ruh' d'rauf im Beginnen Und Segen ström' in Zukunft d'raus hervor; Und mög' der Bau mit seinen hohen Mauern Noch kommende Geschlechter überdauern. Zur Ehre Gottes ward das Werk gestaltet. Zur Ehre Gottes mags hinfort besteh'n; Ein Heiligthum, vom Geist des Herrn umwaltet, Das wir durch frommen Sinn gefördert seh'n; Und wo die Händ' wir zum Gebet gefaltet Für uns'resHerrschersWoh l zum Himmel fleh'n; Um dieses Kleinod wollen wir uns schaaren Als sichern Hort es schirmen und bewahren. In Freud' und Leid', auf allen Lebensweg err, Wohin dein Auge wendet seinen Blick, : ö , - > Ob du bedroht von argen SchbHalsschlagen Ob noch so hoch begünstigt du vom GW, Nach Gottes Trost wirst stets V^l Oulffch hu hU0N^ ' Jn's Haus des Herrn zieht'- mächtig djch zyrück; Hält Hier wi^ MWrnM^HG zur Ruh'