Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 42 (21.10.1863)
- Date
- 1863-10-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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517 Herr Joses v. Nester sammt den Beamten des PreßburgerComitalsS der Mrgevmeister Herr v. Gott! sammt dem vollzähligen Beämtenstand des Preßburger Magistrates, die k. k. Finanzbehörden mrt dem Hosrathe Herrn Ferdinand Schosulan an der Spitze, das K. Wechselgericht mit Herrn v Hengelmüller, Herr Polizeidirector v. Rodolsky, die Mitglieder der Preßburger Handels- und Gewerbskammer mit dem k. k. M- Nisterial-Commissär und k. Rath Herrn Kampfmüller, Herr Oberstudien-Dsrector Abt und k. Rath Jos. v. Barton, die Directoren der hier bestehenden Unterrichtsanftalten nebst den Professoren derselben, der Superintendent der evangelischen Gemeinde Herr Geduly nebst sämmtlichen Predigern im Ornat, dann der Conventausschuß und der Doctor des Lyceums Herr Paul Lichner nebst den Professoren. Die hier bestehende Sparkasse war durch den Vicepräses Herrn Theodor Edl, und fast sämmtliche Ausschußmitglieder der landwirthschaftlichen Vereine des Preßburger Comitates durch mehrere hervorragende Mitglieder, worunter der Präsident Graf Joh.Palffy, das National-Casino durch eine Anzahl von Mitgliesbrn vertreten; es hatten sich auch sonst viele Gäste von Distinction eingefunden. Zuletzt seien noch die Künstler und Handwerker, die sich bei dem Baue betheiligt hatten, erwähnt. Alle die oben angeführten Gäste hatten im Mittelschiffe ihren Platz eingenommen. Ein interessantes Schauspiel bot sich jetzt dar. Dem hochw. Herrn Oberrabbiner wurden die auf einer silbernen Schüssel liegenden Schlüffe! durch den ersten Synagogen-Vorsteher überreicht, und nun sangen der Cautor und 4 Sänger das 'n i-rw, unterdeß öffneten sich die Thore und der imposante Festzug trug unsere köstlichsten Kleinodien, die h. Thorarollen, herein, worauf sodann nv .-io rezitirt wurde; es folgte dann Psalm 134, worauf dann der 3malige Umzug um den in der Mitte stehenden Almemor angetreten wurde, währenddem wurde der Psalm 135 gesungen. Da man die h. Lade öffnete, um die h. Thorarollen daselbst einzustellen, wurde das und Psalm 84 rezitirt. One erwartungsvolle Stille trat jetzt ein und in dex That, einer der feierlichsten Momente folgte jetzt, nämlich das Anzünden der ewigen Lampe durch den Herrn Oberrabbiner. Derselbe bestieg die Kanzel, schickte dem Anzünden des ewigen Lichtes einige passende Warte voraus, woraus das Anzünden deffelbm erfolgte; er trug sodann - ein. von ihm verfaßtes hebt, mit Gefühl gesprochenes Gebet vor; in demselben dankte er- Gott, der uns in seiner gnadenreichen Fülle diese prachtvolle Synagoge, die wir zur Ehre, zur Verherrlichung und zur Verkündigung seines göttlichen Namens erbaut, ersteheu ließ und flehte, daß unsere Gebete, die wir an dieser heiligen Stätte vor Golt ausgießen werden, sich Eisgang in die Himmelspfvrten schaffen; er erflehete sodann dort himmlischen Segen für das gekrönte Haupt Sr. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers, durch dessen erhabenen Schutz uns die freie und unbeschränkte Ausübung unserer h. Religion gestattet wird, sowie auch auf das Haupt Ihr. Msj. der Kaiserin, und des ganzen glorreichen Kaiserhauses, rief den Segen des Himmels herab aus die hohen Staats- und Militär-Würdenträger, auf die höchsten Spitzen und Behörden unseres Vaterlandes Ungarn, auf die Gerichts- und Civil-Behördeu unserer köuigl. Freistadt Preßburg und schließlich auf die gesammte isr. Cultusgemeinde. wobei er die Aufopferung und Hingebung der Vorsteher und des Syuagogenbau- Comite's besonders rühmend hervorhob. Alles war von diesen erhabenen Momenten tief ergriffen, in jedem Herzen hallte ein tiefgefühltes Amen, ein Amen, das dadurch gehörigen Ausdruck fand/ als dasselbe immer wieder und wieder bei Erwähnung der allerhöchsten Personen und der Gesammtkörper vom Cantor und seinen Sängern angestimmt wurde, und das in allen Wölbungen wiederhallte. Von denselben wurde jetzt auch der Psalm 30 gesungen. Es folgte daun die gelungene Festpredigt des ehrwürdigen R.-S. und Magid Mescharim Herrn F. Fischmann, und ist die Preßburger Zeitung in vollstem Rechte, wenn sie in ihrem Urtheile darüber sagt: „wir lassen diesem trefflichen Redner nur Gerechtigkeit wiederfahren, wenn wir sagen, daß die gehaltvolle Predigt nicht blos die versammelten Mitglieder der Cultusgemeinde, sondern auch sämmtliche geladenen Gäste erbaute". Den Schluß der Predigt bildeten wieder Segenswünsche für das a. h. Kaiserhaus, für di« höchsten Gtaatswürdenträger, für die hohen Lqndesbchörden, für das Vaterland, für die Stadt Preßburg und deren Behörden; für den Herrn Oberrabhiner und für die Cultusgemeinde, sowie auch für die Geistlichkeit der