Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 41 (14.10.1863)
- Date
- 1863-10-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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505 Weise, wie es geweihter Boden sei, wo unsere frommen Vorfahren und auch wir die bankerfüllte Brust stets entluden, und ertheilte schließlich den Segen der Gemeinde , durch deren glänzenden Opferwilligkeit es ermöglicht wurde, aus eigenen Mitteln das neuerbaute Gotteshaus zur Verherrlichung und Heiligung des Allmächtigen so prachtvoll auszustatten. Es folgten dem einige Psalmen, worauf sodann der festliche Zug mit den kostbarsten Schätzen Israels, den h. Gesetzesrollen, der hochwürdige Herr Oberrabdiner mit den ehrwürdigen Nabbinats-Substituten die Herren F. Fischmann, N. W. Lieber, L. Rosenbaum unter einem von 4 schwarzgekleideten Herren getragenen Baldachin, an den sich die übrigen Talmide- Chachamim (v"N''.-,) anschlossen: der löbliche Vorstand mit dem 36 Ausschüße, die Gesammtgemeinde und zahlreiche Menschenmassen schlossen sich in größter Ordnung dem Zuge an. Dreißig Schritte vor der neuerbauten Synagoge angelangt, wurde zu beiden Seiten Spalier gebildet, daselbst angekommen wurden die h. Thorarollen in den Gemeindesitzungssaal gebracht. * Nachmittags war in der zur neuen Synagoge führenden Straße ein Wogen Md Drängen sondergleichen, nichtsdestoweniger herrschte in der nächsten Umgebung des Gotteshauses die musterhafteste Ordnung, welche von mehreren Stadtgardisten *) und mehreren aus den hiesigen jungen Leuten gewählten Fest- Commissären aufrecht erhalten wurde und hatten nur solche Leute, die mit einer Einladungskarte versehen waren, Einlaß gefunden. In der Vorhalle angelangt, erhielt jeder Einzelne ein Festprogramm nebst zwei recht gelungenen Festgedichten, wovon das eine der israel. Cultusgemeinde gewidmet, in hebräischer Sprache vom Neligions- und Hauptschullehrer Maxmil. Valier Großmann, der, nebenbei bemerkt, unlängst so freundlich war, uns seine schriftlichen Productionen vorzulegen, und freute es uns, in ihm einen für die Erhabenheit unserer heiligen Sprache begeisterten und tüchtigen Hebräer kennen gelernt zu haben; das zweite**) *) Die vom Herrn Stadtkommandanten der Gemeinde zur Disposition gestellten 2 Compagnien Militär und 1 Kanone, welche zur Aufrechthaltung der Ordnung und zur Jmponirung des Festes beitragen sollten, wurden dankend abgelehnt. **> welch s ich Ihnen zur Veröffentlichung im Feuilleton des Israelit mittheile. in schwunghafter deutscher Sprache hat den gebildeten Gemeindebeamten Herrn S. G. Löwy zum Verfasser. Moses Schreiber. (Fortsetzung folgt.) Feuilleton. Die Älsbacher Inschrist. Eingedenk des Spruches unserer Alten -rp'rip -rniNQ, muß ich den freundlichen Leser um Nachsicht bitten, wenn ich ihm zumuthe, sich einen vor bereits 9 Monaten besprochenen Gegenstand wieder in's Gedächtniß zurückzurufen. In Nr. 44 v. I. d. Bl besprach ich ein bis dahin unentziffert gebliebenes Epitaph. Herr Rabbiner Or. Feilchenfeld beeilte sich in Nr. 46 meinen Aufsatz zu kritisiren und andere Vorschläge für die Lösung der Aufgabe zu machen. Ich gedachte Herrn l)r. F. sogleich darauf zu entgegnen, stand aber davon ab, weil ich mir sagte, daß der Gegenstand mehr ein lokales als ein allgemeines Interesse erlangen dürfte, und daß ich die Hauptschwierigkeit — von mir von vorn- I herein wohl erkannt — noch nicht aus dem Wege! zu räumen vermag; unfern R. Sanwel Bacharach! nämlich von 1689 oder doch nicht sehr lange danach bis 1739, seinem Todesjahre, angemessen zu beschäftigen. — Aus diesen Gründen ganz allein ließ ich, da Rechthaberei meine schwache Seite nicht ist, die Sache auf sich beruhen. Vor einigen Tagen aber kam mir Nr. 24 des Hamaggid d. I. zu Gesichte, worin Herr Rabbiner Dr. Löwisohn meinen Nachweis seines Jrrthums in Bezug seiner Auffassung der von ihm allegirten Stelle aus der Vorrede zum Chawot Ja'r'r mit Stillschweigen übergehend, also als richtig erkennend — die Richtigkeit meiner, gar nicht so ernst gemeint gewesenen Üeberschrift bestreitet, theils mit Recht, theis mit Unrecht. Dies zwingt mich den Gegenstand nochmals zu besprechen. Ich wende mich nun zuerst gegen Herrn I)r. F. Auf dessen Einwand unter 1 kommen wir weiter unten zu sprecken. Um dem Leser das Urtheil zu erleichtern will ich vorerst den bestrittnen Passus wie ich ihn gefunden und wie ihn Herr F. gefaßt sehen möchte, neben einander stellen. Vgp.i pvp MO O'VlOg O'-Mg "Ug rNPN.-IN OXI -r'2711 O-1'v IL"X rrvi O'LN -Sn OlVLN I"li 'O' Vv POO ON7 PVI1 -Si. Dafür will Herr vr. F. gelesen haben '2 2X2 D "»1 2X1 1^2 D (oder ^2^2) 5>12?2 2 ^1 2 "121 2-l'O 2NX '2 (ß -1X1). Herrn vr. F. scheint nun lack 2) die Phrase -71OQ Nl27>2 M