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Der Israelit · 1863-10-14 · Heft 41 (14.10.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 41 (14.10.1863)
Date
1863-10-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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502 schehen, wissen wir nicht. So viel steht fest — die > Worryser Synagoge hat nicht allein für die dortige! Gemeinde, sie hat für alle Israeliten das größte Interesse; namentlich sollte die gesammte jüdische Presse aller Länder, aller Sprachen und aller Richtungen laut gegen den erwähnten Umbau protestiren, zumal, wie oben nachgewiesen worden, eine Nothwendigkeit durchaus nicht vorliegt. — Grthlldilr-jsr. Hibelanstalt. Rabb. Liberles in Breiten 1 fl. 9 kr.— Durch Lehrer Simon Buttenwieser in Fechenbach von einigen Ungenannten 2 fl. 54 kr. Gesamtsumme 8500 fl. 24 kr. Hau Milcher Armen- und WgerklchnuiM in Jerusalem. Rabbiner Liberles in Bretten 36 kr. — Elijahu Sachur Latob 5 fl. — Ungenannter in R. 40 fl. — Joseph Raphael Landauer in Hürben 18 fl. (f. d. A. d h. L. 18 fl.) — Abr. Raph. Landauer in Hürben 18 fl. — Durch Jacob Roos in Amsterdam: eine Wittwe daselbst 25 fl. (f. d. A. d. h. L.; Abr. Levy in Mainz 1 fl. 45 kr.; Jakob Simon das. 2 fl.) — Bei einer Brith Milah bei Markus Bondi in Mainz gesammelt 7 fl. 36 kr. — Durch Lehrer Kleemann in Estenfeld: von ihm selbst 30 kr; Nathan Frank 1 fl.; Js. Frank 3 fl. 30 kr.; zusammen 5 fl. — Durch Lehrer A Oppenheimer in Theilheim: R. I. Rosen selber 48 kr.; L. M. Baumblatt 1 fl. 48kr.; H. Silberthau 18 kr.; Ungenannter 18 kr.; S. 36 kr.; zusammen 3 fl. 45 kr.; abz. Porto 3 fl. 25 kr. — Durch Lehrer Simon Buttenwieser in Fechenbach von einigen Ungenannten 2 fl. 54 kr. Zeitungsnachrichten u. CorrcsponVrnM. Oesterreichischer Kaiser st aat. Preßburg,*) im Tischri. Wenn wir eine genaue Prüfung und Würdigung der vorhanden n Uebelstände und trostlosen Verhältnisse innerhalb des Judenthums vornehmen; wenn wir mit ruhigem Blicke in dieses *) Anm. d. Red. Wiewohl wir bereits eine kurze Beschr ibung der Einweihung sfeierlickkeiten der Pr.ßburger Synagoge mitzetheilt haben, so wird doch die bier folgende ausführliche Schilderung unfern Lesern gewiß nicht unwillkommen fein. Durcheinander schauen, so ist es wahrlich nicht schwer, die Ursache all dieser trüben Erscheinungen aufzusuchen, und Sie, hochgeehrtester Herr Redacteur, werden mit uns gewiß aus vollster Ueberzeugung übereinstimmen, wenn wir sagen, daß die aus frivolem Leichtsinne zu Stande gekommene Reform es ist, die unsere krankhaften religiösen Zustände herbeiführt; *) und daß die Reformatoren, deren edle Triebfedern, Selbstsucht und Anmaßung, Unverstand und theologischer Wahnsinn und wie alle die schönen Sächelchen noch heißen mögen, es sind, welche die Brandfackeln in die friedlichen Hütten Israels geschleudert und noch schleudern; und endlich daß ihre Wortführer, welche die große, jedes specifisch-jüdischen Wissens baare Menge mit leerem Formkram verdummen und abstumpfen, scheinbar alles Gute, alles Schöne und Edle wollen, gleißnerische Worte vom Himmelsreiche im Munde aber kein jüdisches Herz in der Brust haben, es sind, welche vorzüglich auf den Ruin aller und jeder Religion Hinzielen. O Gesinnungsgenossen! orthodoxe Brüder! wahrlich die Zeit ist schon gekommen, dieser willkürlichen Reformherrschaft im Judenthume ein Ende zu machen, dasselbe von diesem Krebsschaden zu heilen und zu befreien. Wir, die wir die Macht unserer am Berge Sinai durch Flammenschrift uns geoffenbarten Religion kennen, sind auch unseres endlichen Sieges gewiß, unser eifrigstes Streben muß es aber sein, denselben sobald als möglich herbeizuführen, und dies kann nur dann geschehen, wenn alle unsere Gesinnungsgenossen zum Kampfe gerüstet sind, um unseren im Geiste unserer Religion begründeten Prinzipien Geltung zu verschaffen; wenn man nicht mehr von allgemeinen Schlagwörtern Hilfe erwartet, sondern von der Abstellung bestimmter Uebelstände in dem einzelnen Kreise, wo Jedem lebendige Kenntniß und Erfahrung zu Gebote stehet; wenn nicht mehr stummes Dahinbrüten, vornehmthuende Gleichgiltigkeit, höchstens widerstrebendes Murren, sondern selbstbewußtes Rechtsgefühl, thatkräftige Gesinnung, erwies Wort, energische That die Lebenszeichen unserer Gemeinde sein werden. Mögen wir immerwährend eingedenk sein, daß für das jetzt so sehr^ grassirende Reformfieber kein anderes Heilmittel existirt, als für *) Anm. d. Red. Nicht die sogen. Reform ist die Ursache der trüben religiösen Verhältnisse, sondern sie selbst ist vielmehr eine Folge derselben. Die Ursachen liegen ganz wo anders, wie wir es bereits oft ausgeführt haben. i

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