Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1863-09-16 · Heft 37 (16.9.1863) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 37 (16.9.1863)
Date
1863-09-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2447089-2447126--02129-2457443
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

457 ging uns dennoch nicht, daß dies nur für die bei Weitem überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gilt, daß aber derselben noch immer eine sehr engherzige Minorität gegenübersteht, und daß diese letztere nicht selten in einzelnen Bezirken die Majorität bildet, und wenn auch nur eine einzige Schule die traurigen Folgen dieser Engherzigkeit erfahren würde, es müßte jedem einzelnen Jehudi das Herz darum bluten. Leider aber war dies wirklich schon der Fall, exemxlL sunt ockiosa. Ich vereinige daher meine Bitte mit denen vieler Lausende, haltet zusammen ganz besonders Ihr Gesetzestreuen, haltet zusammen wie Ein Mann, dieses heilige Institut zu stützen und zu schützen. Wohl werden der jüdischen Schule nach menschlicher Berechnung noch viele Kämpfe bevorstehen, sorget dafür, daß diese wenigstens nicht von unserer Seite heraufbeschworen werden, und wenn Gott behüte ja Autonomie in Anarchie verwandelt werden sollte, so möge dies um Gotteswillen nicht von unserer Seite geschehen. Nicht der ist frei, der Alles thun darf, was er will, sondern der nur das thun will, was er (nach dem unerbittlichen Gesetze der Vernunft) thun darf. Schaaret Euch um dieses, wenn echt, einzige, die Zukunft garantirende Mittel, hebet die Anstalten, welche zugleich echte, jüdische Religionsschulen und ebenso tadellose Volksschulen sind, fördert und befördert die Achtung vor der Anstalt, Hochachtung und thätige Theilnahme für die Lehrer, befleißigt Euch dieser gotterfülltesten That, diejenigen auch nur einigermaßen würdig zu compensiren, die Eure heiligste und unabweisbare Pflicht, Eure Kinder zu erziehen, in die Hand nehmen, verbessert das Loos der Lehrer! Ihr habt dann für die Ewigkeit gewirkt. Endlich habe ich nur noch rückfichtlich des geäußerten Wunsches, eine Notablenversammlung zu diesem Zwecke zu versammeln, von allem Andern demnach Überflüssigen kurz zu bemerken, daß, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, gegenwärtig gar keine Versammlung eine hochbehördliche Genehmigung in Ungarn erlangen dürste. Wir verlangen 1) vor Allem Garantien, daß die Schulinspektoren Respekt vor der jüdischen Seite der Anstalt haben, das Studium der Thora in allen einzelnen Branchen stützen und heben; 2) eben weil wir aber durch und durch jüdische Schule haben wollen, deshalb verlangen wir Respekt vor dem großen Postulats, das unser großer Lehrer und Meister im Namen Gottes von uns verlangt OV n 'Op VO ixii 1OO ini'i -p-p -r->p/7i wir wollen aufrichtigen Respekt vor dem bürgerlichen Wissen, wir wollen in den Schulen OV.-> Lni'p erzielen, wollen, daß Alle anerkennen, wahre Jehudim sind wahre Menschen, wir wollen daher keine auseinander gerissene 2 Anstalten Normal- und Religionsschule, sondern eine jüdische Volksschule; 3) nur wollen bei der Wahl der Inspektoren wie bei allen übrigen möglichst große Autonomie und Vertrauensmänner der Gemeinde, die aus der Wahl derselben hervorgegangen, allerdings einerseits unabhängige Männer und keine Wetterfahnen, getrieben und bewegt von Vorstandslüften, anderseits aber auch solche, welche mit der Gemeinde im Connex bleiben und nicht durch allzufreie Stellung und Besoldung von Außen sich selbst den gerechten Wünschen der Gemeinden gegenüber abstoßend, ja despotisch geriren. Inspektoren ohne Vertrauen ihres Sprengel sind das größte Unglück, wahrhafte Vertrauensmän-«. ner jedoch fromme und tüchtige, schulfreundliche und für dieselbe opferfähige Inspektoren sind das höchste Glück für Gemeinde und Kreise. Dazu möge uns Gott helfen. vr. 3. llLLSeskeiiaer, Rabbiner. Hm Mkher Arm«- Md PilMwohmmgr« m zernlrrlem. Durch Rabb. S. Fromm in Bad Homburg: Hofcommiffär PH. Rofenberg das. bei Gelegenheit des Einzuges in sein neues Haus 2 Thlr. — (F. d. A. d. h. L.: FrauBab. Schwarzschild in Mainz 2 fl.; Ungenannter das. 10 fl. 15 kr.*) S. Gundersheim in Rimpar 10 fl. —Durch Distr.-Rabb. Flamm in Wölbhausen bei der Verlobung von Dav. Hausmann aus Dornheim mit Bab. Löwenthal aus Arnshöfen gesammelt ö fl. 30 kr. — (Für R. B. Hn. unter dem Motto m L2 fl. ö. W. Zeitungsnachrichten «. LorresponSenM. Preußen. Posen, den 20. August. Die Mg. Ztg. des Judenthums enthält in einer ihrer jüngsten Nummern ein sehr bitter gehaltenes Referat aus Labischin (Pr. Derselbe ebensoviel f. d. Unterrichtsanst. d. i. Rligs-und für das Hospital.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.