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Der Israelit · 1863-09-02 · Heft 35 (2.9.1863) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 35 (2.9.1863)
Date
1863-09-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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426 Oberkirchenbehörde ihvH W Rabbiner in religiösen UinAn 8e HLpM»ne Oberkirchenbehörde ftkhrD de«n -DemeUoesoHreher^ye weise Räthe in der Oberkirchenbehörde sind. Sind nicht die Israeliten des ganzen Königreichs in ihrem. Gewissen durch eine Behörde bedroht, die in ihrer Betrachten wir diese Oberkirchenbehörde etwas näher, l Das geistliche Mitglied derselben folgte ausgeMbche-- u nermaßen in Wort und That nicht der reAMan MH-., tung der beiweitem größten Mehrheit der Israeliten Württembergs, d. h. dem herkömmlichen auf die rituellen Codices sich gründenden Judenthum, sondern spielte von jeher eine bedeutentze-HoPe unter den Reformern. Wir wollen hier nicht über das Recht der Ross««-Hrotto»-darübe» ßan«Lweisel .sej^f daß die -Msorm v«r Mn Gemeinden LUsgehen .mußte,j daß Niemaud^in Recht Hat» steaufzuhrängen. -Ak NM ch^„gMWe Mitglied.der, Oberkirchenbehörde keinerlei- Sendung. von Le« Gemeinden hat, sonder» blos vom Staate, so beherrscht, iglso hejuns der Staat dieGewisien in einer Weise, wie sie in dem freisin- -ytgen Württembergnicht» erwartet werden könnte, wemr man nicht wüßte, Laß die k. Regierung die Sache -nur sozu sshen bekömmt , wie sie ihr von dein faktisch bestehenden Organe , der Oberkümhenbehörde^ gezeigt wiüd, -diese aber von dem Selbsterhaltungstriebe abgehalten wird, den» abnormen Zustand aufzudecken. Cs ändert nichts an der Sache» daß bei wichtigen Frage« die Rabbinenzu höre» sind, denn auch diese haben keine SenduNg von den Gemeinden und werde» stets vo» der Oberttrchenbehürde in ihrem eigenen Sinne angestellt. Die weltlichen Mtglieder der Ober- «Ärchenbehörde sind als Privatleute Ehrenmänner und ist Besonders Herr I)r. A. Levi unermüdlich, wo es gilt, seiwnr» GUrubensgenosien und der Menschheit zu dienen;, allein gerade darum, weil wir diese Herren als Ehrenmänner Tennen, »können wir Nicht begreifen, wie sie Mitglieder der Oberkirchenbehörde sei« mögen. ^ÄÜÄ-fölche müssen sie — volsus.ein Stück ' KrdeutAm ÄrsservLren helfen» das sie in ihrer UebtrzeüguW als veralteten Aberglauben dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst. Merken sie nicht, welcher Heulchelei man stch schuldtg macht, wenn Man einer «Arche dient, der mrck im Herzen sreMd,/vielleicht feind ist? uQderhabenste sttvadie Absicht, ldmchrhr Sirchen- -rchimattr ausiTestre diplomatische WM.datzuJrÜMthUM in.Württemberg »ach und naA fottzuschaffm — wir können dasvou Lhnsn > kaum cmnehmeu, das märe . ja eiueuverabscheuungswürdigeHeucheLch die Erhaltung des JudenthuMS vorzugebe» und . -seine Wernichtuyg zu beabsichtigen. Mt wenigenrMovteu, > die Herren Hndkeine Dchm! im.Mnne von.Aider wärt. Luden, deren Interessen sie wahren zn 'müssen glauben; sie Kiste JudeH^deH ^BMU^Des Wortes so weit möglich gefaM wW WwEn vom Talmud und ces, nichNeiniM vi^MM ist ihnen geoffenbä^M^Gotteswort, sonst könnten sie nicht den Sabbat, den Versöhnungstag entweihen; — wie können sie nun bei ihrer anderweitigen Ehrenhaftigkeit über das ^rerfügsn^das uns heilig, ihnen im besten Falle W wenn die würt. Regierung, wie seiner Zeit Aehnliches die Wkkönburgische gethan hat, die Herren Rabbiner FM-WvM^oder Würzburg in die Oberkirchenbehörde venefe — nach der jetzigen Einrichtung wäre sie vollkommen dazu berechtigt — und dieser Herren einer wollte ganz nach seiner Neberzeugung die Zustände WürttemhtzMs umaestalten, Jürgen da nicht die Herren Oberkirchenvorfteher bis' an oen k. Geheimerath gehen und exM. .. Mage dre ge- MestrtzMl L'sraMen Wüxttembergs.. Sollte d^n Herr» das, Sprichwort: Was du sticht willst'rc., well es em^talmnLisches ist, njHts gelten^ . Die Must, welche Wischen der religiösen Uebetzeugung der Israeliten Württembergs und der der Oberkirchenbehörde besteht, hat uns re religiösen Zustände gründlich , verdorben - Man hat nichtssagende Refonnen eing^ührt, die mit Widerwillen oder gar Acht ausgenommen Mkden., die über auch weil jüdischem Wesen, Denken und Fühlen entgegen, bei vollkommener Durchführung ohne allen Einfluß auf die Gemüther chatten bleiben mMn. Dagegenhat man, weil manchem JudeNthum feindselig? nichts, char nichts gethan, jüdisches Leben zu fördern, yat yieses vielmehr verkümmernlassen. .- So hat. die Resoryr den natürlichen Lauf des religiösen Lebens gehemmt Und iyM neue Zuflüsse abgeschnitten, daß urssere religiösen Zustände, gleich einem stehenden Wasser, dem kein frischer Quell meht^MsttöMt, durch und durch saul geworden sind. — Die Erwägung, daß die Elemente, aus denen die Oberkirchenbehörde zusammengesetzt ist, weil dem Ju- < dötlkhüm - mWmdet, ' mdrMch unbÄechtigk ^sinv, ltn Sachen deMbey ^s„Me WM. M Mren, ferner, daß es nichts Unzeitgemäßeres gwt,^als heutzutage, da 'Me WEüäch M^tzttcher MltMmie strebt, ein hietarchlfth-dureaukratMes KircheyxegimMt, zumal im -ZudenMmk,-wo nie em solches bMarÜM- Mchie ObEchsnbehörds M.denAuge« HÜssr., Denkenden, Mch solcher», die nichts wemM^M sMMssu Höhen, i grüMich verhaßt gemachtmGrend^-frMWL>Israeliten stets/ als. emi MManMB-uNttent-t.jMf zhr iGEsse» Mit Mmer Furcht ^tkM^ten,-; MMtjB Ae bei. Niknandem,. außex ibei, einigen GWmpnyM, M denen der GeldbeMÄ KypL^ uytz Hexz ertztzt,. Wb denen rs wohtthut, nmr» A^nachMuthgM komM, den Herrn Kirchenrath und den Herrn Assessor zu be-

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