Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 35 (2.9.1863)
- Date
- 1863-09-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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4. Jahrgangs. SS. E i n / ' " Centralorg«« für das orthodoxe Jubeurham. HerauSgegebm von I»». Lehman« in Many. Mainz, den 2. September 5623 (1868.) . l .LV e. Diese Zeitung etscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens iz Bogen. Preis dtS ZNstttzang«: 4 LhÄer p. e. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Lhlr. p. c. oder fl. 1. 4Ü kr. ch» Lierteljährtg IS Sgr. d. ob« K kr, rh. Allo Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 SLgr. die Petitzrtke »der deren WM«. Oestekrrichische Ban knoten laut Lours. Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband gewünscht werde«, so find an dir Expedition pr- Jahrgang 3 Lhlr. p. e. oder ü fl. 18 kr. rh. oder 6 fl. Ssterreich. franko eflyirsende». Inhalt. Leitende Artikel r Die Israel. Zustände Württembergs, namentlich Stuttgarts. — Gesetz, betreffend die Verhältnisse der Juden im Herzogthume Holstein. — Die Judenfrage vor dem Ständerath, Bern. — OrthodoxiSr. Bibelanstalt. Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem« : -i Srttut«G«»M,rttstei, Deutsch- Inhalt her Berlage. Zeitungsnachrichten «nd Correspondenzenr Deutschland: Mainz. München. ---Preußen: Lreuznach.— Breslau. — Frankreich: Paris. — Schweiz: Bern. Bern. Aargau. L«it««b« Ä « tikel. Die israM. LuMa-e Würtembergs, namentlich Stuttgarts. Mus Wchpttemßeeg (Schluß.) Vielleicht sieht es bezüglich der werkthätigm Bruderliebe besser aus. Man hat zwar in Stuttgart seit einiger Zeit eine Unterstützung-Kasse für durchreisende Arme gegründet, welche anständige Gaben verabreicht, und auch die Wohlthätigkeit gegen Ortsarme verdient anerkannt zu werden. Mein man darf das nicht - überschätzen, da Stüttgärt eine reiche Gemeinde ist mit blüPnder GewervurÄ HandÄsMtigkeit und sehr wenig Armm. Es darf /namentlich die Geldwohlthätigkeit nicht blind gegen die leidige Thatftrche machen, daß das, was man . sonst nennt, in Stuttgart eiu ganz unbekamttes Ding ist. Kranke liegen unbesucht und außer einigen zeitweise in Stuttgart sich aufhaltenden Laüdlsrtten ftudet fich dort Niemand, der dm Sterbenden besticht und durch das Vorbeten des y-s und vott GedeUs den letztm Kampf erlei^rrt^ iNmn mau « ns uft vovgeworfeu, wir überfüllm die SterbeMSmer , jo kann man von dm Stuttgartern mit Recht sage«, daß sie Sterbende und deren Angehörige mit einer in Israel unerhörten Herzlosigkeit sich selbst überlasten. . Ebenso würden die Verstorbenen ohne nviN durch dm ersten besten christlichen Hospitaldiener.in dm Sarg gelegt werden, wenn es aus die Jsraäitm .Stuttgarts ankäme und nicht ebenfalls mnige auswärtige iSraÄ. Handelsleute denselben dm letztm Dienst ny« -p ivn erweism würden. Wenn die geschilderte fast allgemeine, faktische Abschaffung des Sabbats, die Vernachlässigung des Gesetzesstudiums und des relig. Unterrichts beweisen, daß mau in Stuttgart nicht mehr jüdisch glaubt , denkt und lebt, so folgt aus diM EntschwiNdm des ki' ä, dqß man auch verlernt hatjüdisch zu fühlen. Wir glaubm dem, Äbschon wir gewiß find, man wird uns Mangel an ästhetischer Biwung vorwersen, noch ansügm zu müffm, daß sich in Stuttgart Sein rituelles Frauenbad befindet, daß die nv'NN ohne alle Aufsicht ist und besonders in dem besuchten Kurort CaiHatt, Stuttgarts Filiale — in mehr als rmzuverläsfitzm Händen ruht. Das ist Stuttgart, die Stadt in welcher die isr.