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Der Israelit · 1863-08-26 · Heft 34 (26.8.1863) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 34 (26.8.1863)
Date
1863-08-26
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Hw Wrlchrr AnM- »nd. WtWWUM m Jervlslek. Gt Oppenheimer aus Nastätten 1 K MgenaMte daselbst 1 fl. — Durch RaMnätscandidat I. Udler in Schermbeck gesänMelt bei der Höchzeft des Salomon Sternberg daselbst 3 Thlr. 1,flGbgr.; Salomon Jonas das. 9 S bgr.; Aron Wolff in Crudenberg 5 Sbgr.; zusammen 4Thlr. abz. Porto 6 fl. 36 kr. — Durch Diftr.-Mbbiner Neckarsulmer in Schnaittach gesammelt beider Hochzeit des Herrn. C. Mai enth au in Fürth, 3 fl. 6. kr.; Fr. Mina Ennreuther in Hüttenbach 2 fl. 24 kr.; Fr.Karol-Elsinger dahier 1 fl. 12kr.; Fr. Cil. L. ....er dahier 2 fl 30kr.; Herr I. Hefl sel 36 kr.; H. H. Engel in Gunzdorf 1 fl. 12 kr. zusammen 11 fl. Zeitungsnachrichten u. Lorrefpondriyen. Preußen. Königsberg, 9. August. Unsere judenfeindliche Ostpreußische Ztg. ist nun wirklich in ihrer Polemik gegen uns ganz verstummt, nachdem wir noch einmal im „Verfassungsfreund" gegen sie zu Felde zogen und ihren gelehrten Mitarbeitern wieder einmal in der Bibelkunde zu Hülfe kamen. Sie spielte in ihren-Artikeln öfters auf den Namen „Schmul" an, ohne zu bedenken — sagten wir — daß gerade dieses Wort, wie es hier geschrieben steht, im Originale den von Gott erbetenen Propheten Samuel bedeute. Wir riethen jenen fromm sein wollenden Herren,, sich künftig auf andere als auf blasphemische Witze zu legen,, wenn sie nicht überdies Gefahr laufen wollen, — vom süßen Muhamedanischen. Pöbel mit unliebsamen Ehrentiteln benannt zu werden. Das wirkte und der Krieg hat seitdem sein Ende erreicht. Gott gebe uns Kraft und Ausdauer, ferneren Anfeindungen unserer Widersacher, sie zeigen sich auf politischen oder religiöser Gebieten, siegreich zu begegnen. — Der Stadtrath Schwedt in Elbing, ein angesehener Jude, wurde neulich von der dortigen Kaufmannschaft einstimmig zum Handelsrichter gewählt, höheren Orts! aber dje Bestätigung verweigert. Die Attesten der! Elbinger Kaufmannschaft haben jedoch replimrt, sie fanden-Herrn Schwedt für durchaus zu jener neu m Preußen creirten Stelle quakificirt und ihr Gesuch um Bestätigung dringend wiederholt. Man sieht hieraus, auf welcher hohen Stufe der Toleranz die christliche Bürgerschaft unserer Provinz steht. — Unser Cantox Herr Weintraub hat ein Musikinstitut zur AusL bilduug jüdischer Vorbeter errichtet, in welchem auch der fromme und mit unserer Nationalliteratur vertraute Cantor A. W. Fi nkel stein aus Kempen sich einige Zeit im Contrapunkt und in der Compositionslehre zu vervollkommenen gesucht hat. Dieser Mann füllt nicht nur in der Stadt Kempen im Herzogthum Posen seine Stelle aus, er würde auch in einer noch größeren Gemeinde an seinem Platze sein. — Sie haben gewiß in den öffentlichen Blättern von dem tragischen Geschick meines Landsmanns, des berühmten BerlinerPublicisten Ed. Fischet aus Danzig gelesen, der in Paris, wohin er besuchsweise gereist war, übergefahren, plötzlich verstarb und auf dem dortigen isr. Friedhofe mit allen Ehren begraben wurde. Jetzt erfahre ich leider aus Danzig, daß in der Familie des Verstorbenen wieder ein neuer grausenerregender Todesfall vorgekommen ist, daß ein blühendes, gesundes Mädchen von 11 Jahren, übrigens eine Nichte des Vers, des „Christenspiegels", in der Küche völlig verbrannt ist, worüber die Eltern und alle Angehörigen des Kindes untröstlich sind. ^-i!'— Ein jüdischer Buchhändler aus Berlin, der auch hier eine Commandite hat. reiste im Frühjahre nach Wilna, um antiquarische Geschäfte dort abzuwickeln. Plötzlich wurde er unter Murawiew verhaftet, angeblich weil er revolutionäre oder uncensirte Bücher über die Grenze gebracht haben soll. Vergebens wurden alle Mittel in Bewegung gesetzt, den jungen Buchhändler (wiOO -W'I2) zu befreien. Murawiew gibt so leicht sein Opfer nicht heraus. Das Schicksal des gewiß unschuldigen Hrn. G. erregt in allen civilisirten Kreisen die größte Theilnahme. — Mit dem. 1. Auguste, hat das hier am Orte vor 50 Jahren bestandene Großhandlungshaus H. P ollack^s Erben in Folge« der auffallenden Begünstigung des Runkelrübenbaues gleich ähnlichen Zuckerfabriken ganz aufgehört zu existiren, nachdem die Grundstücke nebst Jnventarien verkauft sind und die Erkschaftsvertheilung unter den.

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