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Der Israelit · 1863-08-12 · Heft 32 (12.8.1863) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 32 (12.8.1863)
Date
1863-08-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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391 immer verabscheuenswerth, jetzt-' weniger als je an der Zeit sind. (G. C.) Aus Siebenbürgen. Den israelit. Cultusgemeinden Siebenbürgens wurde von Sr. Majestät gestattet, behufs Regelung ihrer Glaubens- und Schulangelegenheiten zu einer in Maros-Vasarhely stattfindenden Versammlung zusammenzutreten. Die gefaßten Beschlüsse sind der siebenbürgischen Hofkanzlei zur Bestätigung vorzulegen. iMagg. Jzr.) Skuhlwcistenburg, 2. August 5623. Die hiesige isr. orthodoxe Gemeinde hat an Herrn Ignaz Deutsch, k. k. Hoswechsler in Wien, aus^Anlaß seiner Ernennung zürn Ritter des Franz-Josef-Ordens ein Gratulationsschreiben gerichtet, welches von Herrn Deutsch mit nachstehendem Schreiben crwiedert wurde: Löbliche Gemeinde! Mit wahrem Vergnügen habe ich Ihre sehr geehrte Zuschrift vom 7. d. M. gelesen und danke ich Ihnen auf das herzlichste für diese teilnahmsvolle freundliche Aufmerksamkeit. — Eine solche Kundgebung war für mich um so erfreulicher, indem sie von einer jüdischen Gemeinde erfolgte, die allen ihren Glaubens- und Gesinnungsgenossen, in- und außerhalb des Reiches , das erhebende und nachahmungswürdige Beispiel gegeben hat, wie man für seine religiöse Ueberzeugung in der heutigen Zeit einstehen soll und was man durch eine unerschütterliche Ausdauer und Beharrlichkeit in dieser Richtung, heute noch zu retten vermag. Möge nun Ihre ganze ehrwürdige Gemeinde auf diesem Wege ausharren, und ich werde mich stets mit Vergnügen erinnern, daß es mir vergönnt war, einer solchen Gemeinde in der schwersten Stunde der Prüfung, — Trost und Beruhigung zu bieten. In diesem angenehmen Bewußtsein, verbleibe ich mit hochachtungsvoller Ergebenheit jederzeit Ihr bereitwilliger Wien, am 10. Juli 1863. IxvLL Dental». Aus dem Stuhlweistenburger Kornitate, im Ab. In den Gemeinden unseres Komitats außer der, deren Namen es führt, herrscht noch immer die erfreulichste Eintracht, daher sie sich auch sowohl moralisch als auch materiell recht fruchtreich entfalten. Führen wir beispielweise die kleine aus etwa 80 nur mäßig bemittelten Mitgliedern bestehende israel. Gemeinde zu Moor an, so können wir die Bemerkung nicht unterdrücken, daß diese eine seltene Energie äußert und fast ihre Kräfte übersteigende Opfer auf dem Altar der Religion und der Jugendbildung darbringt. Sie besitzt eine prachtvolle Synagoge, eine recht gute organisirte, ganz dem Geiste des Judenthums Rechnung rragende dreiklassige Schule und einen sehr frommen, gelehrten Rabbinen, Herrn PH. Schlesinger, der als Seele des Ganzen seinen Wirkungskreis im weitesten Sinne des Wortes ausfüllt. Schon durch die Berufung seines Vorgängers, des Herrn Salamon Kutna im Jahre 1850 zeigte diese Gemeinde, von welchem Geiste sie beseelt ist. Unter ihm wurde die jetzt so blühende Schulanstalt kreirt, und als der wackere Mann nach Kaposvar, der Metropole des Somogyer Äomitates, berufen wurde, zeigte er auch da, wie sehr er seiner Aufgabe gewachsen ist. Zwietracht, düsterer Parteigeisi wurden bei seinem Erscheinen plötzlich verscheucht, und freundliche Eintracht zog in alle Gemüther ein. Gehaltvolle Kanzelreden erwärmten uud erleuchteten alle Herzen; ein sehr prachtvolles Schulgebäude wurde ausgesührt, man schritt zum Baue eines großartigen Gotteshauses und — stieß man auch seit dem Beginne desselben auf sehr wesentliche Hindernisse, so wurden diese dennoch durch die praktische Vermittelung des wackern Seelsorgers beseitiget, und so schreitet gegenwärtig der Bau rasch seiner Vollendung zu. — Dabei dürfen wir jedoch den lobenswerthen Eifer und die seltene Opferwilligkeit der Gemeinde selbst und einiger Biedermänner aus ihrer Mitte nicht unerwähnt Lassen, namentlich die des Herrn Vorstehers A. Äöui gsberger, Sohn des Steinamangerer Rabbinen sowie der Herren Spitzer, Jnselt, Lichtenstein, Kadelburg, Stein, Markus Pollak u. a. Möge sie der Himmel segnen und ihr heil. Unternehmen mit Erfolg krönen! Bukarest. Unter. mehreren zu wohlthätigen Zwecken hier gebildeten Vereinen ist die pL'd n-Qri -2p beachtungswerth, die sich jüngst auf Anlaß des Hrn. Josef Halewy, Verfasser des Artikels -2-r im Hamagid, des Herrn N. Marcus und des Unterzeicheten gebildet hat; ihr Hauptzweck ist, nicht nur j unter ihren Mitgliedern, sondern auch außer ihrem

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