Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 31 (5.8.1863)
- Date
- 1863-08-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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377 reicht, der Fall war, nur die bürgerliche Seite der Volksschule Gegenstand der Inspektion war, während der religiöse Unterricht, als in seinen Spezialitäten der katholischen Geistlichkeit mehr oder weniger fern stehend, den naturgemäßen Sachverständigen, Rabbinen, resx. Rabbinatsvertretern überlassen wurde; oder ob sich fortan diese Inspektion auch auf diese Seite erstrecken werde, in welchem Falle durch eine nnglMKchr vvMglvchss Ekmk unk ncEUloser Jammer über die arme Jugend und' dadurch über die betrogene Gemeinde Hereinbrechen werden, Kino illas laor^wasü! — 5) Was endlich die Frage der Besoldung und die Quelle derselben betrifft; so kommt diese allenfalls an Wichtigkeit den obigen prinzipiellen Momenten keineswegs gleich, ich will indeß auch hierin mein unmaßgebliches Urtheil nicht zurückhalten. Mit der Besoldung im Prinzip, wie schon im ersten Theile erwähnt, einverstanden, entgeht auch mir nicht, daß viele Kreise nicht in der Lage sein dürften, dieselbe in entsprechender Weise zu ermöglichen. Wenn dieses Amt aber in diesem Falle zu einem Ehrenamte der Gemeinde erhoben wird, und wahrlich ist es nicht das geringfügigste derselben; so möge man es um Gotteswillen nicht als formelle Huldigung, wenn auch noch so verdienten Potentaten der Gemeinde, resp. des Kreises übertragen, die als solche kein Verständniß für das innere Getriebe dieses heiligen Institutes, dieser Werkstätte, auf welcher die Zukunft der ganzen Gemeinde beruht, zu haben brauchen, und wohl auch bei jetziger Culturlage, wohl in vielen Fällen noch nicht haben. Man möge es solchen Männern übertragen, welche dabei des schönen jüdischen Wortes eingedenk sind, daß mit einem Amte keine Herrschaft, sondern ein Sklavendienst übernommen werde, man möge es solchen Männern übertragen, die diesen Dienst wirklich zu leisten im Stande sind. Keinesfalls aber halte ich es für gerathen, die Besoldung der Schulinspektoren aus dem Landesschulfonde zu beantragen. Und zwar ganz abgesehen von dem bereits oben erwähnten, wie wir glauben, unwiderleglich dargethanem statistischen Momente der Unausführbarkeit, auch noch positiv aus dem Grunde, weil hiedurch einzelne Kreise, einen unverhältnißmäßig großen Antheil an einem, Gesammtungarn angehörigen Benefice erhalten. Hat nämlich auch nach formalem Rechtsboden nach der Geschichte dieses Landesschulfondes, Seine Majestät, unser väterlicherLandesherr, welcher dieseursprünglicheStrafcontribution gnädiglich in einen Landesschulfond verwandelt, ausschließliches Dispositionsrecht darüber, woraus es sich erklärt, daß die königl. Statthalterei schon bisher denUsus einführte, selbst kleinereSchulinstitute durch verhältnißmäßig hohe Subventionen zu unterstützen; so sollten doch wir, wenn wir nun einmal der hohen Regierung unsere Wünsche aussprechen dürfen und wollen, nicht zu Gunsten unseres Geldsückels Ansprüche an diesen Gesammt-Landesschulfond stellen. Nach diesen meinen eigenen Ermunterungen und Warnungen möge es mir gestattet sein, mich mit wenigen Worten über die Ermunterungen und Warwelche, soweit mir diese M Gesichte gekommen, andere Organe an ihre Leser zu richten für gut fanden. — Hier hat sich nun vor allem jene schon in Nro 28 dieser Blätter erwähnte, und mit gerechter Entrüstung zurückgewiesene Ansicht breit gemacht, dieß wichtige Amt nur ja keinem Rabbiner zu übertragen, da es Thatsache sei, daß der allerkleinste Theil dieser „Herren" durch pädagogischdidaktische Vorbildung dazu befähigt sei; abgesehen davon, daß eine ziemlich große Anzahl Rabbiner aus dieser oder jener Ursache Feinde der Schule sind, und auch gar kein Hehl daraus machen." Nun, „man merkt die Absicht und man wird — nicht verstimmt." Freilich möchte eine gewisse Partei, denen die Rabbiner heute noch unbequem sind, diese gar von allen moralisch-wichtigen und einflußreichen Aemtern herausbalottiren, damit io der religiöse Cosmopolitismus seine vermeintlich durch absolute Nivellirung weltbeglückende Wetterfahne widerspruchslos aufpflanzen könne. (Fortsetzung folgt.) Orthodüx-isr. Hidtlnnztnlt. Ungenannter aus Schmiegel 6 Thlr. — 10 fl. 30 kr. Gesammtsumme 8411 fl. 18 kr. Mn jüdischer Armen- Md Mgerdmhnnngru in Jernlnlem. Wir haben am 24. Juli dem l. Ceatralcomit4 in Amsterdam 1000 st. übersandt, wovon für obigen Zweck 774 fi. 2 kr., f. d. A. d. h. L. 170 fl. 28 kr. und für Abr. Rumpf in Jerusalem 55 fl. 30 kr. bestimmt find. Wir haben nunmehr für das Banunternehmen die Gesammtsumme von 6622 fl. 55 kr. übermittelt. Elias Schwarz in Guttstadt 50Thlr.—Frl. E. aus H. 1 fl. 10 kr. — August Herz im Nerothal bei Wiesbaden 1 fl. 45 kr. — Ungenannter 35kr. —Durch L. Cohn, Lehrer in Borken: Meh-.