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Der Israelit · 1863-07-15 · Heft 28 (15.7.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 28 (15.7.1863)
Date
1863-07-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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336 Grthodsx-Lsr. HjbrlLnstLlt. B. H. in T.: 1 fl. 10 kr. — Durch Rabb. Bamberger in Kreuznach: ein Ungenannter 2 fl. Gesammtsumme 8380 fl. 48 kr. Mn.ju-rlcher Amen- Md Wlgertoohinmgeu in Herrrlnlem. Ungenannter von Hürden 18 fl.; (ders. für d. A. d. h. L. 18 fl) — (Rabbiner Adler in Lübeck: Ertrag der Challa - Büchsen 6 Thlr; von ihm selbst für Abr. Rumpf 4 Thlr.; deßgl. Falk 1 Thlr. zusammen 11 Thlr.) — (Durch Rabb. Bamberger in Kreuznach: Herz Lohnsbach aus Winnweiler für R. M. B. Hn. 1 fl. 45 kr.) Zeitungsnachrichten «. Correspondeiyen. Deutschland. München, 28. Juni. vr. Wilh. Königswarter hat laut Urkunde vom Sylvestertag 1862 eine Stipendienstiftung mit 3000 fl. begründet, um die am 30. März und 7. Mai 1861 gefaßten Beschlüsse der hohen Kammer der Reichsräthe und der Kammer der Abgeordneten, die bürgerliche Gleichstellung der Israeliten in Bayern betreffend, für alle Zeiten in Erinnerung zu halten." Der ausdrücklichen Bestimmung des Stifters zufolge kann dieses Stipendium an Studirende jeder Fakultät verliehen werden, und soll der Genuß von dem religiösen Bekenntniß völlig unabhängig sein (A. Z.) Nürnberg, 30. Juni. Dem vr. W. S. Königswarter in München, welcher kürzlich eine ansehnliche gemeinnützige Stiftung gemacht hat, ist das Ehrenzeichen 2. Klasse des Michaelsordens verliehen worden, der erste Fall der Verleihung eines Ordens an einen Israeliten in Bayern. Preußen. Kreuznach, 28. Juni. Hochgeehrtester Herr Redakteur! Endlich bin ich einmal im Stande, Sie etwas sehr Wichtiges von dem nahe liegenden Bade! Kreuznach erfahren zu lassen und bitte Sie ganz ergebenst, meine Mittheilung in Ihrem sehr geschätzten, bei jedem und für jeden 'mm L"-r höchst angenehmen Blatte gütigst aufnehmen zu wollen. Wenn ich eben sagte, daß ich Ihnen etwas sehr Wichtiges von hier mitzutheilen hätte, so werden Sie und die geehrten Leser des „Israelit" mir dies gütigst zugestehen, da eben dies Wichtige von einem, allen Israeliten ohne Ausnahme höchst theuren undgroßen Manne herrührt, wie aus Folgendem zu entnehmen ist. „Eine wahre, herzliche Freude wurde nämlich Freitag npn hiesiger Gemeinde zu Theil, indem Herr Baron Moses Montefiore auf seiner Rückreise von Constantinopel hier eintraf und bis Sonntag ein Uhr verweilte. Die Herren Gemeindevorstände begrüßten den Herrn Baron sofort nach seinem Eintreffen mit einem Schreiben und stellten darin die Frage, ob und wann sie ihre Aufwartung persönlich machen dürften. Der greise Herr Baron, erschöpft, weil er die vorher verflossene Nacht schlaflos auf der Reise Angebracht hatte, dankte höflichst und lud die Herren Vorstände auf den Sabbat zu sich ein. Sir Moses ließ Freitag Abend P2O in seinem Hotel (Jmhoff) machen, am Sabbat früh aber erschien er gleich nach 7 Uhr in unserer Synagoge und fein Erscheinen flößte augenblicklich einem jeden Anwesenden eine unbegrenzte Hochachtung und innige Liebe ein, denn man hatte das Glück, den Mann zu sehen, der sein ganzes Leben, sein Herz, sein Vermögen und seine Kräfte dem Dienste Gottes widmet. Man sah den Mann vor sich, der weder Gefahr noch Opfer scheuete und scheut, wenn es galt und gilt vr-riL" Großes zu unternehmen und zu erstreben. Man sah den Mann vor sich, der auf der höchsten Höhe der Achtung und Ehrerbietung bei den Mächtigen und Großen der ganzen Welt steht und der, von eben dieser Höhe herabblickmd auf die Leiden seines Volkes in der Nähe wie in der Ferne,! nur stets von dem Eifer glühet, dessen Druck theils! zu lindem, theils zu verbannen zu suchen. Man sah den Mann vor sich, aus welchem rix-m mrin wie bezaubernd erfreuende Lichter hervorstrahlen. Man sah einen Mann vor sich, der im wahren Sinne des Wortes ein , rwri ist.

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