Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 26 (1.7.1863)
- Date
- 1863-07-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447089-2447115--01973-2457276- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
311 Antrags beschränken würde, ohne gerade die ganze Categorie derartiger Beiträge aus dem Budget zu streichen, und dieses um so mehr, weil Mancher die dem Waldenser und katholischen Cultus bewilligten Beiträge mehr als eine Entschädigung für frühere Entziehungen, als für eine eigentliche Beisteuer betrachten könnte. Bei der hierauf erfolgten namentlichen Abstimmung wurde eine beantragte verschobene Tagesordnung verworfen, und beschlossen: Die Forderung eines Staatsbeitrags für den israelitischen Cultus ist, so lange derselbe den andern Culten bewilligt wird, gerecht; die Zeit, einen derartigen Antrag an dieRegierung zu stellen, ist angemessen. Was die Gemeindeleiträge für den religiösen Elementarunterricht und für die Erbauung israelitischer Gotteshäuser betrifft, so hat man beschlossen, hierüber keine besondere Schritte zu thun und lediglich eine staatliche bestimmte Erklärung zu beantragen, daß die Ausgaben für die Friedhöfe zu den Communallasten gehören, jedoch so, daß bei der Beerdigung der Todten die vollste religiöse Freiheit und die durch unsere Religion vorgeschriebene Unverletzlichkeit der Toden gewahrt werde. (Fortsetzung folgt.) Literarische Bemerkungen. Zu den zwei Beweisen, welche Herr Grätz in dem jüngst erschienenen Bande seiner Gesch. d. Judenth. für die Echtheit des Wikuach des Nachmani anführt (VI, p. 143. Anm. 1), kann noch ein dritter hinzugefügt werden. Abrawanel citirt in seinem Werke mpnc" M'Vv (II. p. 17 a. Königsb. 1856) gegen Nachmani polemisirend dessen Nachschrift: '^2mrn. i'7p nwpn (corumpirt für '-ris) P282 2-c pdr 2-1.-! I'V.-I — O«ir< r>^r>2 1 -> -> n Op rwiri 7IN27I2 mit welchen Worten A. offenbar die Auseinandersetzung Nachmanis über die Abstufungen zwischen Bibel, Talmud und Midrasch (Wikuach p. 10. herausgegeben von M. Steinschneider, Berlin 1860) meinte. Ist auch die Schrift Abrawanels 200 Jahre jünger als die des Nachmani, so kann doch das Citat des Ersteren als vollgiltiges Zeugniß für die Echtheit der Streitschrift gellen. Ich möchte noch auf zwei Briefe, angebl. von R. Obadja aus Bartenura, aufmerksam machen, die Herr Adolf Neubauer in jüngst erschienenem Jahrbuch für! die Geschichte d. Juden-mittheilt, deren erster eine Rei-! s ebeschreibung von Neapel bis nach Jerusalem enthält, und deren zweiter einige Mittheilungen über Jerusalem selbst referirt. Die Verhältnisse der Juden derjenigen Punkte, welche diese Reise berührte, werden freimüthig und ziemlich eingehend besprochen. So finden wir recht interessante Berichte über die Juden in Palermo, Rhodos, Messina, Alexandrien u s. w. Herr Adolf Neubauer, der Uebersetzer dieser Briefe, sagt uns, daß Herr Senior Sachs sich „eine genaue Mittheilung über die Identität des Mischna-Commentators Obadjah aus Bartenura mit dem Autor dieser Briefe" Vorbehalten hat; es läßt sich daher über die Identität bis zu dem Erscheinen der Mittheilung, welche gewiß eine interessante und belehrende werden wird, nicht streiten. Jedoch flößt mir schon vorweg die Freude des Autors über die Umgehung des gesetzmäßig bestimmten Zolltarifs von 2 Procent von Geld und Waaren (p. 205) einen gewissen Zweifel ein, wenn ich damit die Erklärung Obadja's zu Nedarim 111. 4. vergleiche, wo er die Umgehung des Zolls bei festgesetztem Tarif (.-I2LP 222) als verboten erklärt. Daß dieses eine Argument noch nicht hinreicht, die Identität der beiden Obadja aufznheben, weiß ich wohl, aber es stellt dieselbe doch in Frage. Or .4. 4. 8ulLj»L6Ü. Ortkoäo* - isr. MdelmnMU. Jonas Kraus in Preßburg unter dem Motto „wenig aber von Herzen" 1 fl. ö. W. Gesammtsumme 8373 fl. 22 kr. Mn Mleher Armen- und MgertvohnunM m Jerusalem. Samuel Baum in Bonn 1 fl. 45 kr. — Durch I. Heidingsfelder von den Schülern des BrüsseUschen Handelsinstituts in Seegnitz in Gaben von 3 und 6 kr. gesammelt 5 fl. 6 kr.; abz. Porto 5 fl. (F. d. A. d. h. L.: F. A. Berg aus Würzburg in Kissingen beim Aufruf zur Thora 1 fl. 45 kr.; abz. Porto 1 fl. 35 kr. — Ungenannter in Mainz 5 fl.*) — Durch D. M. Broh, Rabbinatsassessor in Nitzebüttel: H. Dessauer 10 Sgr.; Hildesheimer 10 Sgr.; D. M. Broh 10 Sgr.; M. Kaliski 5 Sgr.; Commis Derselbe 5 ft. für das Hospital und 5 fl. für d. Unterrichtsanst. der isr. Religg.; im Ganzen 15 ft.