Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 20 (20.5.1863)
- Date
- 1863-05-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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238 Leute jener Zeit, ihre wundersame Zerstreuung über die Erde der Einmischung des Belus zuschreiben. 1)3 (iiriä. 30, 11) aus «3 und 3) (Jes. 65, 11) P112 aus zn 22 was ist die Meinung (nach I. E. und Parchon) oder (nach d. N.) aus piw 22 yna mente. Diese Art Composition tritt uns als unverkennbar entgegen in ii'3 272 (2. Mos. 4. 2) für Nk NQ und '2p 18312 23^2 (Jes. 3.15) für 23d 22. Deshalb erkläre ich auch ip'.i 2113 1131 (Ibiä. 32, 19) Comp, aus ii 83. Hos. 12. 1. 2p ii iip 2112' d8, das, n. E. v. nii mit Gott herrschen; oder n. A. v. in mit Gott umher schweifen: jedenfalls aber treue Anhänglichkeit an Gott will sagen, wie die Parallkllsülle;28g 2'wnpn 2pi (2'l^np xlur. wie 2'2^8 den Emen Gott bezeichnend) contra Gesenius beweist. Und somit übersetze ich die angeregte Stelle in Jes: „Und der Treue kommt an die Bergesabhänge," womit uns der Prophet vor Augen führt die herrliche Zukunft des treugebliebenen Volkes, das sich nunmehr an früher als unsicher gtmiedenen Orten ruhig und ungestört nieder lasten kann. Eine Erklärung, die uns all die schwierigen Coujekturen der bisherigen Kommentatoren erspart. Um so weniger thut es noth. gewagte Lesarten Voranschlägen. Döderlein schlägt ii': statt ii3r vor. Paulus lieft 1131, er kühlt ab, und erst in neuester Zeit wurde uns im Hamagid Nr- 22 vom Jahre 1861 die Correktur im zum Besten gegeben, v. m. Nachlese.! i'i'p3 1L7' L"8 in ^>3i Kommen wir auf 2^212, die vulgäre Bezeichnung des Pentateuchs, das als voroen numciale unmöglich irgend einer grammatikalischen Regel angepaßt kann werden, wie das schon vor Jahren Rabbiner Schott im Literaturbl. d. O ausführlich dargethan. Es ist darum eher meines Erachtens nach der angeregten Form aus 2'8 212 entstanden. Eine Metapher für die göttliche Thora, die in Talmud und Midrasch gang und gäbe ist. So heißt sota 2 l b 281 113 21L22 28 3123.1 .1^2 118 .11121 .HL2 "2 '3 .1183 2H2.1 Midrasch v Schemot cap. 36 m i> '8 '131 2112 17 2"3P2 Midrasch Kohel. cap. 12. 118 2112 17. Slsri zu 4 Mose 6 25. 1^8 1'5O ^2 18' ,11122 1182 27 ^2'1. Und so ließen sich die Beweissüll n noch ins Vielfältige, freilich unnütz häufen. 212 wäre hienach ungenau als Stärkung der Hyperbel zu nehmen. Will man es aber wörtlich erklärt wissen, so deuten wir es von 212 1. Mos. 30, 32, wie nn Arab schwarz mit Zugrundlegung des von Jarchr, 5 Mos. 33. 2 citirten Midrasch 2112.1 22'2w 21122' 1583 23123. Nur wäre in beiden Fällen der gebrauchte Plural 2^22 und der st. oonslr. 'V2i2 unrichtig, wenn es nicht nach der Form 2w' 2'i2w ein Collectivum für die verschiedenen Lehren wäre, die, die heil. Bücher enthalten und die wie geteilte Lichtströme einer Sonne über die Menschheit Segen und Heil ergießen. Ueberhaupt soll ja «222? wie ich bereits bemerkt, ebenfalls aus w8 22? gebildet sein. Nur wäre zu bedenken, weshalb denn grade das abgeschwächte 222 v. 212 ausschließlich als uonaerr xooticuw von den Propheten (in der Mischna öfter) gebraucht wird, während das vielbedeutsamere 2>2L?.i auch in der Prosa steht. Ferner müßte 2 M. 16, 21 2?22'.i 221 das Prädikat eine Limitation seines Subjektes sein, die als Anomalie vereinzelt stände. Darum meine ich meiner Ansicht 2>2L» v. L/22den Vorzug einräumen zu können, indem auch, wie schon Gesen. u. A. bemerkten, die ältere Dichtersprache sich gerne an das Chaldäische anschließt. Z. v. Lewi pi2?' 2L'^>2 zu Ende. Hingegen ist meines Bedünkens das Verb. iw3 eine Composition aus 12? 83 (wie Midrasch v. Schemot x 40 3>3 83 siiL2 22L72 3^33) Man kennt die mannigfaltige Deutung dieses Verbums und das vergebliche Bemühen der Phylologen, es in gewisse Beziehung zu i2-'3 Fleisch zu bringen (M. v. Schmiedel. Kochbe Jizchak. Heft 3. S. 20—22) Nachdem aber die von uns angeregte Bildungsform eine begründete ist, so können wir um so leichter auf geschichtlicher Grundlage die Entwickelungsart des fraglichen Zeitwortes verfolgen. Wir sagin: Was auch anders als die Jagd hat die Urmenschen von den Ihren fort in Feld und Wald hinaus geführt? Noch war die Flur in ihrer reichsten Fülle nicht Eigenthum des Einzelnen geworden. Die mannigfaltigsten Fruchtbäume streckten noch ihre mit schmackhaftem Obst beladenen Neste jedem Vorübergehenden gastlich entgegen und die Quellen strömten ihr reiches Kristallwaster dem Lechzenden zu. Aller Orte Ueberfluß; nirgends Mangel. Also glich das Land einem Eden mit seinen unzähligen Reizen. Aber diesem Eden waren wilde Threre beigesellt und die Sicherheit der Menschen mußte von diesen erst den Bestien abgerungen werden. Deshalb galt es Kampf, Kampf aus Leben und Tod mit dem gewaltigen Leu, mit dem blutdürstigen Tiger, wobei manch theures Menschenleben mag zu Grunde gegangen sein. (Fortsetzung in der Beilage.) (Hierbei eine Beilage.) PkranrmorNiche Redaktion: vr. Lehmann. — Verlag der Le Rour'schen Hofbuchhandlung. — Druck von I. GottSleben t« Mainz.