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Der Israelit · 1863-05-06 · Heft 18 (6.5.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 18 (6.5.1863)
Date
1863-05-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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210 Rechte der Erstgeburt beanspruchen wollte, so mußte er, gleich seinem Vater Jizchack und seinem Großvater Abraham, ausgezeichnet in jeder Art und Weise, sehr gottesfürchtig, Gott ergeben, sehr brav und tugendhaft sein, er mußte sich als einen Diener Gottes, wie seine Vorfahren, betrachten; dafür würde er aber auch einen höher» Lohn jenseits zu erwarten haben. Als Esaw, der an der Jagd Vergnügen fand, die Verpflichtungen, die sich an die Erstgeburt knüpfen, vernahm, sprach er .1122 'v .11 .12^1 riirö 1^171 '22X ich gehe zum Tode, wozu soll mir die Erstgeburt? Hiermit leugnete er die Unsterblichkeit der Seele, wie auch eine jenseitige Belohnung. Denn der gottergebene, gottesfürchtige Mann betrachtet sein ganzes Dasein nur als Vorbereitung zum Mnftigen Leben, alle seine Handlungen sind darnach eingerichtet, um sich zu vervollkommnen, um einst ein reingeistiges Leben führen zu können, er betrachtet das Verweilen in dieser Welt nur als Aufenthalts-, als Vorbereitungsort, für einen solchen ist der Tod weiter nichts, als ein Uebergang vom veränderlichen zum ewigdauernden Leben, ein solcher betrachtet sich fortwährend als ein vx i^ii O"7i7i, als einer, der im Begriff ist, in eine ewigdauernde Welt überzugehen, er geht täglich dem wirklichen Leben entgegen. Derjenige hingegen, der vom Jenseitigen nichts wissen will, der sucht nur seinen Körper wohl zu erhalten und zu ernähren, des Geistes Ausbildung macht ihm wenig oder gar keinen Kummer, wohl aber die Pflege des Körpers, er hascht mit großer Gier nach jedem sich ihm darbietenden Vergnügen, denn nach dem Tode erwartet ihn, nach seiner Ansicht, doch nichts mehr, daher muß er Alles, was sich ihm darbietet, genießen, ein solcher betrachtet sich als einen, der nicht dem Leben, sondern dem Tode, der Vernichtung, dem Untergange entgegen geht. Indem also Esaw „ich gehe zum Tode" ibi.i '2^x 7112b sagte, leugnete er die Unsterblichkeit der Seele. Eben in diesem Sinne faßt es Jonathan den Usiel auf 71'bi ,7112b bi7>r 7-.2X ,7112b ibm '2^x PITIX 2biM 2171 "N ich gehe zum Tode und habe keinen Antheil an einer künftigen Welt; daher sagen unsere Weisen mit Recht L'^.i rix iwp )i.i 27 171x2 zu der Zeit als Esaw 712b ibii '2^x sagte und sich betrachtete, wie einen, der nicht dem Leben, sondern dem Tode entgegen geht, war er zu betrachten, als hätte er seine Seele getödtet, und wahrlich ein Mann solcher Grundsätze, solcher Gesinnungen konnte nicht der Fortpflanzer, der Erbe der Grundsätze eines P7M' und 27112X sein. Jacob hingegen fühlte sich dazu berufen, und aus diesem Grunde strebte er nach dem Rechte der Erstgeburt. Denn, daß es Jacob um das zeitliche Wohl nicht zu thun war, ist wohl jedem einleuchtend, er, der sich von Gott Vwbb 1^21 bwxb 21b nur das Allernothwendigste erbat, strebte gewiß nicht deßhalb nach den Rechten der Erstgeburt, um reicher als sein Bruder zu sein, um über ihn herrschen zu können, wie die Thora ja auch erzählt, daß er seines Lebens nie froh geworden; er fühlte sich immer Esaw untergeben, wie er selbst ihn seinen Herrn nannte. Dem Jacob war es nur um die Fortpflanzung der väterlichen Sitten, Tugenden und Gebrauche zu thun, darum strebte er nach dem Rechte der Erstgeburt, um ungehindert dies alles ausüben zu können; zumal als er vernahm, mit welcher Geringschätzung, mit welcher Verachtung Esaw von diesem heiligen Amte sprach, fühlte er sich ganz besonders dazu veranlaßt, in seine Rechte zu treten. Das ist auch der Sinn des 0112 wo es heißt: xbw 1P X2271 ,7112271 bp 1WS2 172V 2PP' 71X1 .12 OP17IVO ,71111222 7N12P.1 7!77711 ,7112271117,17! PV2.1 OPITl .11 Ml 7777 12X 22722 7I112P711 71221 11OXZ 12V2.1 71122.1 bp 1VO2 j7U 12'L>b ,2'1j?21 121), Welche Veranlassung, was für einen Beweggrund, fragt der Midrasch, hatte Jacob nach dem Rechte der Erstgeburt so sehnlichst zu streben? weil der Erstgeborne, bevor das Mischkan errichtet wurde, das Recht hatte, jedes Opfer darzubringen, er wurde gleichsam als ein Priester Gottes angesehen; nachdem das pV2 war errichtet worden, ging die Würde der Erstgebornen auf die wirklichen Priester über, da dachte Jacob, wird wohl Esaw ein Diener Gottes sein? daher strebte er mit aller Kraft, dieses Amt verrichten zu dürfen; aus diesem Grunde wollte er die Rechte der Erstgeburt besitzen, um sich dem göttlichen Berufe, den er in sich fühlte, widmen zu können; daß er iVp aber dafür kein Gericht Linsen gab, oder dieses seinem Bruder nicht vorenthielt, bis er ihm die Rechte der Erstgeburt zusicherte, ist daraus zu ersehen, daß das Darreichen der Speise sich viel früher zutrug, denn iro 2pp'i und Jacob hatte gegeben und nicht 2ppi in und Jacob gab, heißt es in der heiligen Schrift. Grtkoäor-isr. MdelsnML. vr. S. Eichenberg in Segnitz bei einer Hochzeit gesammelt 5 fl.; abz. Porto 4 fl. 52 kr. Gesammtsumme 8363 fl. 53 kr. — Hm,jSdllcher Amen- Md WzerbwhmiM in Jernlnlem. Ungenannter aus Mainz 18 kr. Ungenannter aus Ederheim bei Nördlingen 1 fl. 12 kr.; ein an-

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