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Der Israelit · 1863-05-06 · Heft 18 (6.5.1863) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 18 (6.5.1863)
Date
1863-05-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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209 Absatz des §. 7 ganz Wegfälle, und daß dem dritten Absatz folgende Fassung gegeben werde: „Sowohl Ehescheidungen, als auch die Trennung der Ehegatten von Tisch und Bett sind aus allgemein gesetzlichen Gründen zulässig. Auch können dieselben nach den bestehenden jüdischen Religionsgrundsätzen, soweit dieselben nicht etwas den allgemeinen Vorschriften Zuwiderlaufendes enthalten, vorgenommen werden." So weit der Ausschußbericht, der die beiden streitenden Parteien aussöhnte. Die Frommen freuten sich über die Streichung des Passus, daß der Scheidebrief nicht erforderlich sei und die andere Partei jubelte, daß der Ausschuß diesen Schlußsatz Nicht im Sinne der Orthodoxen änderte. Doch war hiermit jene ursprüngliche, indifferente Ruhe und Einigkeit in die Altonaer Gemeinde nicht eingekehrt, der Gemeindevorstand fand sich in seiner Autorität tief verletzt und dieses durfte nicht ungesühnt hingehen. Wie dies endlich auch herbeigeführt wurde, und welchen Einwand die Regierung noch machte, bevor sie den §. 7 nach dem Anträge des Ausschuß annahm, werde ich Ihnen nächstens mittheilen. '212' V'8 Auszug aus dem >->^2p.-I1 2 N 2,-1 deutsch bearbeitet von Oaro Lir LavivL. I. Jakob aber hatte gegeben (nicht gab) dem Esaw Brod und ein Gericht Linsen. 2'V2)? 1'»: 22^> 1V)?^ sm 2P)?'1 Auffallend ist es, daß in dem ganzen Capitel immer das Zeitwort vor dem Hauptworte steht, als: 2I'1 ,1V)? 82'1 ,1V)? 228'1 ,2p)?' 228'i; nur im letzten Verse;rir 2p)?'i befindet sich das Zeitwort nach dem Hauptworte, warum steht nicht hier 2p)?';ri'i, das Zeitwort vor dem Hauptworte? Dieser Satz gab zu der falschen Auffassung Veranlassung, daß 2pp' dem iV)? nur dann erst die Speise reichte, nachdem er ihm zugeschworen hatte, Verzicht auf die Rechte der Erstgeburt zu leisten; allein dem ist nicht so, 2p)?' hatte seinem Bruder nichts vorenthalten. Gleich als er, ermattet von der Jagd, Speise von ihm verlangte, reichte er sie ihm, ohne jede Bedingung dar; für die Richtigkeit dieser Austastung spricht die Aenderung der Wortstellung, da es heißt 2pp'i und nicht 2pp' sli'?. Wir haben, wie es allgemein bekannt ist, in der hebräischen, ebenso wie in andern Sprachen ein Jmpersectum und ein Plusquamperfektum. Die kaumvergangene Zeit, wird vom 222p mit Voransetzung eines mit einem 222 punktirten i"8i gebildet, dann befindet sich aber, immer das Zeitwort vor dem Hauptworts, wie wir hier selbst viele Beispiele haben, als: 2P)?' ,1V)? X2'1 ,2p)?' 2N1 ,PI2L' 228'1 hier steht das Zeitwort vor dem Hauptwort, weil die kaumvergangene Zeit ausgedrückt ist; wo hingegen das Zeitwort nach dem Hauptworts gesetzt ist, zeigt es die längstvergangene Zeit an, als: rix )?->' 2281 12V8 212, 228 hatte seine Frau 212 erkannt- '"V2, der große Sprachkenner, bemerkt, daraus daßes228i )?2' und nicht 228 )?22 heißt, ist zu ersehen, daß diese Geschichte sich viel früher zutrug, bevor er sündigte und aus dem Paradiese vertrieben wurde; so heißt es auch 22V 28 2pv ^21; hier macht uns '"V2 wieder darauf aufmerksam, daß, da das Zeitwort nach dem Hauptwort sich befindet, erwiesen ist, daß dieses Ereigniß sich viel früher zutrug; ferner ^8i ^2 ^8 2s?)? 228 2VO hier folgt wieder das Zeitwort dem Hauptworte, um die längstvergangene Zeit anzudeuten; dem Moscheh hatte er verkündet, steige hinauf; bevor die Zehngebote gegeben worden, erhielt 2V2 diesen Auftrag, also auch hier iV)?^ 2p)?'i; wenn es hieße iV)?^ 2p)";wi, so wäre daraus zu entnehmen, daß 2p)?' dem iVp die Speise nicht früher als er ihm die Erstgeburt zusicherte, reichen wollte, jetzt aber da 2p)?'i, das Zeitwort nach dem Hauptworte steht, zeigt es uns die längstvergangene Zeit an, um uns aufmerksam zn machen, daß das Darreichen der Speise sich viel früher zutrug, wie so oft Thaten, die sich früher ereigneten, erst später in der Thora erzählt werden. Jacob hatte demnach seinem Bruder nichts vorenthalten, gleich als Esaw ermattet von der Jagd nach Hause kam und Speise von ihm verlangte, reichte er diese ihm auf seinen Wunsch, ohne dafür etwas zu beanspruchen, allein während der Mahlzeit machte Jacob seinen Bruder auf die Rechte und Pflichten der Erstgeburt aufmerksam, und bei dieser Gelegenheit verachtete Esaw die Erstgeburt. Der Erstgeborne hatte den Nutzen, einen doppelten Antheil von dem elterlichen Vermögen beanspruchen zu können; dafür lag ihm aber die Pflicht ob, das väterliche Haus in dem Sinne der Eltern fortzuführen, er hatte die Verpflichtung die edlen Sitten, Tugenden und guten Handlungen eben so wie seine Ellern und Voreltern zu verbreiten; wenn Esaw die

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