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Der Israelit · 1863-04-29 · Heft 17 (29.4.1863) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 17 (29.4.1863)
Date
1863-04-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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199 gestrebt werden muß, um zu dem ersehnten Ziele zu! gelangen und schließe mit der Bitte um gefällige Zusendung der Statuten des Vereins und mit den heißesten Wünschen für Ihr Wohlergehen. t ünjim vuviä (ÜL8LL. Hw Mcher Amen- Md HügerdrohlMMgen in Jerulnlem. Ungenannter 15 Sgr. — Herrm. Moritz in Mainz für seine Söhne 1 fl. 12 kr. — Die Expedition des Israelit als Ertrag einer Anzeige, deren Zahlung verweigert worden war und durch gütige Vermittelung des Herrn Rabbiners W. in G. eingegangen ist 1 fl. 10 kr. — Durch M. S. Sonn, Lehrer in Steinach bei einer "v ^2 bei Mos. Straus das. gesammelt 2 fl. 42 kr. — Durch Rabb. L. Wißmann in Schwabach: Ordenstein 3 fl. 30 kr.; Ungenannter 3 fl. 30 kr.; zusammen 7 fl. (Durch Rabb. Wälder in Laupheim für d. A d. h. L. an Challa Geldern 22 fl.; abz. Porto 21 fl. 36 kr.) Mayer Reis in Neustadt a. d. S. 5 fl. 15 kr. — I. M. in W. 1 fl.; abz. Porto 50 kr. Zeitungsnachrichten n. LorrespondenM. Deutschland. Neustadt a. d. S., den 13. April. Seit mehreren Jahren besteht dahier ein Institut der kath. Schulschwestern als allgemeine Elementar- und Industrieschule, in welchem also auch die jüdische weibliche Jugend den Unterricht genießt. Die Zufriedenheit mit diesem Institute war bisher allgemein. Am 11. d M., am letzten Peßachfeste, ließ sich nun die Oberin des Instituts, Schwester Wennefriede beikommen, den christlichen Kindern zu befehlen, daß sie fortan mit den jüdischen Kindern außerhalb der Schule keinen gesellschaftlichen Umgang mehr pflegen sollten. Weinend überbrachten katholische Kinder ihren jüdischen Nachbarinnen diese Nachricht, bemerkten jedoch, sie wollten auch fernerhin gute Freundinnen bleiben und hierin der ehrwürdigen Schwester nicht folge». Sofort machte ein jüdisches Gemeindemitglied dieser ehrwürdigen Schwester geeignete Vorstellung und erhielt als Antwort, es sei dieß ein Mißverständniß, sie habe nicht den Umgang mit jüdischer, sondern allgemein mit schlechter Gesellschaft verboten. Heute am 13. d. M. als auch die jüdischen Kinder wieder in der Schule erschienen, hat wirklich die Oberin, Schwester Wenne friede, der ganze» Schuljugend gegenüber erklärt, daß sie nicht die jüdische, sondern schlechte Gesellschaft überhaupt verboten habe Woher aber ist es gekommen, daß schon am 11. d. M., gleich nach beregtem Vorgänge, manche christliche Kinder ihren jüdischen.Gespielinnen ausgewichen waren? Zur Ehre der hiesigen Bürgerschaft muß aber erwähnt werden, daß dieser Vorgang allgemeine Entrüstung erregt hat. 'Nvx Karlsruhe, 13. April. Dem Orientalisten Hrn. Professor Weil in Heidelberg wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die muselmännische Geschichte von dem König von Italien das Ehrenzeichen des Moritz- und Lazarusordens verliehen. Zugleich ist dem berühmten Orientalisten ein Lehrstuhl in Neapel angeboten worden. (Bad. L.) Heidelberg, 15. April. Die dem Orientalisten und ebenso genialen als gewissenhaften Geschichtsforscher Professor Weil in Anerkennung seiner Verdienste um die muselmännische Geschichte von Seite» des Königs von Italien zu Theil gewordene Verleihung des Ehrenzeichens des Moritz- und LazarusordenS ist binnen Jahresfrist die dritte Auszeichnung, die dem verdienten Manne zu Theil ward, indem die französische Akademie ihn zu ihrem Mitglieds ernannte und der König von Preußen ihm den Kronenorden verlieh. Wie wir mit Bestimmtheit erfahren, wurde ihm mit der Verleihung des Ordens eine Professur in Neapel unter glänzenden Bedingungen angeboten. Man hofft allgemein, daß es der Regierung gelingen möge, diese Lehrkraft der hiesigen Universität zu erhalten.

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