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Der Israelit · 1863-04-22 · Heft 16 (22.4.1863) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 16 (22.4.1863)
Date
1863-04-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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19t) keine Macht der Erde konnte ihn wieder von der Stelle bewegen. Der herbeigerufene Erzbischof bestimmte, daß die Leiche am selbigen Orte beigesetzt werden und eine Krypta darüber gebaut werden sollte, was auch geschah. Noch in selbiger Nacht erschien R. Amram seinen Schülern und forderte sie aus nach Mainz zu reisen, um die Bestattung seiner Leicke auf dem isr. Friedhofe zu veranlassen. Die Schüler gehorchten, kamen nach Mainz, erfuhren dort, was geschehen war, bestachen und berauschten die Wächter an der Krypta, nahmen die Leiche ihres Lehrers und begruben sie auf dem isr Friedhofe. Die Krypta aber wurde von den Christen dem h. Emmeran (Amram) geweiht, bis aus ihr die Emmeranskirche entstand, welche zweien Straßen den Namen gegeben hat. — Diese Sage ist im Maaße Nißim erzählt und in Schab's Geschichte der Juden zu Mainz abgedruckt. Die Redaktion. Doch wenn auf Euch sich senket der Schlaf, — er fesselt so oft Euch — Mit den Verfassern zugleich schlafen die Leser dann ein. IV. Cmbarras. War es vernunstloS, daß blendendem Gold das Knie man gebeuget, Als der Finsterniß Wall kaum noch die Sonne zerstört: Sagt mir, wie nennet man das, wenn Männer erhellt von dem Lichte Höherer Bildung, dem Gold opfern das theuerste Gut? V. Fortschritt. Zk e n i e n von Wer wohl vermag es, das Rad der Geschichte am Rollen zu hemmen? Vorwärts! ruft sie uns zu; vorwärts der Weise nur eilt. Svrrn»»»» rVs-rsoUaasr, 2rssls.u. I. Prßach. Wenn auf des Wortes Bedeutung wir seh'n, so feiert den Peßach Jsra'l im Nord und im Süd sowie im Ost und im West. Aber es feiern die Einen ihn nur acht Tage im Nißan, Monde und Jahre hindurch ist ergden Andern ein Fest. II. Jüdisches Drama. Epik und Lyrik pflegte der Geist des jüdischen Volkes; Dramen erschuf er dir nicht. — Drama ist Israel selbst. III. Ja es welkt mit der Zeit, was menschliche Klugheit geschaffen. Doch das Göttliche bleibt, sprosset ein ewiges Grün. Göttlich die Wahrheit ist, sie schreitet nicht vorwärts, nicht rückwärts; Sie wird vergebens gedrängt, dräng' sich d'rum Jeder zu ihr. VI. Genügsamkeit. Auf der Erde sprosset ein Kräutlein, bescheiden und schmucklos, Ueberall lächelt's uns an, bittet um Pflege und Schutz. Doch die Wanderer ziehen vorbei, den Gruß nicht erwiedernd, Wie wenn wucherndes Gift wäre verborgen darin. Skribler! Schläft bisweilen der gute Homer, man kann'S ihm verzeihen: Hält doch den Lesern er stets wach so den Kopf wie das Herz. Pflege es, Menschheit, es lindert den Schmerz dir, es macht dich zufrieden, Willst du wissen, wie's heißt? nenn' ich's Genügsamkeit dir. Verantwortliche Redaktion: vr. Lehmann. — Verlag der Le Ronx'schen Hofbuchhandlung. — Druck von I. GottSleben in Mainz.

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