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Der Israelit · 1863-03-18 · Heft 11 (18.3.1863) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 11 (18.3.1863)
Date
1863-03-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage zu Nr. 11 des Israelit Zeitungsnachrichten n. CorrespondenM. Preußen. Berlin, 9. März. Den Schluß der heutigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten bildet eine Petition des Oberrabbiners Sutro in Münster um Ausführung des Art. t2 der Verfassung. Die Verhandlung über dieselbe wird jedoch vertagt. Halberstadt, den l2. März. Die hiesige isr. Gemeinde hat die erledigte Nabbinerstelle wieder besetzt und zwar ist die eine seltene Einstimmigkeit ergebende Wahl aus Herrn Nalbiner IW B. H- Auerbach zu Franksuri a. M. gefallen. Seit uralten Zeiten hat Halberstadt stets das Glück gehabt, der Sitz talmudischer Gelehrsamkeit zu sein und namentlich höchst bedeutende Nabbinen au der Spitze der Gemeinde zu sehm. Durch die Wiederlusetzu' ' des Rabbinats durch Herrn Du. A. besitzt Halbe; fiadi wieternrn. ein rabbinisches Collegium , das a-- srrü weit und drei: bekannten tatmudischen Größen beste,u, denn auch die beiden Nabbinatsasskssorcn, Herr Josaphat und Herr Lange stehen dem neuerwählten Rabbiner würdig zur Seite. 6—1. S ch w e i z. Hengnau, 6. März. So eben kömmt mir dtr. 9 der Z. D. I. zu Gesichte, worin in einer Eorrespondenz von Biel berichtet wird, daß in dem von dortigen Israeliten errichteten Lescverein Ihr Blatt als hyperorthodox nicht aufgelegt und dasselbe trotz der Mainzer GoinnnZ-vova^eurs in der Schweiz wenig Verbreitung und Anklang finde. Es mag Ihnen nun bei der immer größeren Verbreitung Ihres ge-! schätzten Blattes ganz gleich sein, ob Einzelne, wie j z. B. Herr Gustav Dreifuß in Biel — der Richtung Ihres Blattes nicht ganz hold sind. Wie bekannt hat sich das orthodoxe Judenthum, seitdem es auch i schreibt und schreiben kann und für seine heiligsten! Interessen mit Muth in die Schranken tritt, von i seinen reformistischen Gegnern noch weit mehr Ver-! folgung zugezogen. Sie haben übrigens dessen Bruder Herr Gemeindeamman Benedikt Dreifuß in O'En dingen als treuer und eifriger Anhänger auf ihrer Seite. — Was jedoch die Verbreitung des „Israelit" in der Schweiz betrifft, so ist dies sowohl für Sie als auch für den Unterzeichneten de-- Rufes wegen von größerer Wichtigkeit und finde ich mich deschalb veranlaßt, Ihnen die Mittheilnng zu machen, daß fragliche Korrespondenz nicht aus Wahrheit beruht. Ihre Blätwr werden in beiden Gemeinden und von Israeliten in vielen Niederlassungen mit größtem Interesse gelesen und fiuoet Ihr Wirten zum Wohl und Aufrechchaltung unserer heiligen Religion allgemeine Anerkennung. Ihre Reisenden machen deßhalb ganz gute Geschäfte, finden raschelt Absatz, man ist mit Ihrer Waare, was die Hauptsache ist, ganz gut zunüden und erhallen, was im Geschäft-Reben gewiß ühr selten, außer der Bezahlung noch den innigsten Dank für Anschaffung einer solch guten Waare! — lffrviä i-n^oulloim. auch ein Coiui>!ck-vovu><>an''R ZofilNHen. Einsender, der einzige hier wohnende Israelit, liest sowohl die a. Z. d. I. alo auch den Jsraelet; erstere jedoch nur noch einige Wochen, da ich m derselben nur Dinge gegen das wahrhafte Judenthnm finde, während der Israelit mir in Wahr heit zum religiösen Bedürsnifi geworden. Soviel ich erfahren, genießt der Israelit in der ganzen Schweiz der größten Verbreitung; dies zur Nachricht für den isr. Leseverein in Biel. — l>. F rank r e i ch. Paris. (Pariser Briefe au einen Freund.) 2. Serie. I. Warum hast du so lange Anm. der Red.: Herr T'avid Guggenbeim ist einer der achtbarsten isr. Tünpr der Schweiz; wollte Gott, wir hätten reckt viele solcher (ünmiuis vo^L^erirs. Wir benutzen diese Gel egenheit, alle unsere wackeren Freunde, die mit unserm Streben einverfiandcn sind, zu bittcn, für die Verbreitung des Israelit recht thätig zu sein.

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