Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 8 (25.2.1863)
- Date
- 1863-02-25
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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94 als auch der Ehrfurcht für den Repräsentanten Ihrer Majestät in diesem Theil Ihrer Herrschaft, von Seiten der Bürgerschaft zu Melbourne zu versichern. Seine Excellenz drückte in der Erwiederung besondere Freude aus, daß die Bürgerschaft einen Mann gewählt habe, der fähig sei, ihre Interessen bei der Gesetzgebung dieser Colonie zn vertreten und dessen hohe sociale und commercülle Stellung eine Garantie bieten würde für die Erhaltung der Würde und der Achtung des Rathes. Er würde sich zu jeder Zeit glücklich fühlen, für das Wohl der Stadt mit den Vertretern derselben gemeinschaftlich zu wirken. (I- CH.) Feuilleton. Zk e n i e n i. Der Jungfrau. Was erschloß denn das Herz Ahaswers der armen Hadassa? War es Neichthum, der ihr setzte die Krone auf's Haupt? Oder der Stammbaum vielleicht, der Fürsten zu Ahnen ihr zählte? Ließ sie das schönste Geschmeid ihn sich erkiesen zur Frau? Ihre Einfachheit lenkte den Blick des mächtigen Herrschers Von dem Adel und Glanz anderer Jungfrau'« auf sie. Esther gewann sein Herz, und bemühte sich nicht zu gefallen; Merk' es, die Einfachheit feiert den schönsten Triumph. II. Aebertriebenes Lob. Fei'rlich erklärte einst Romas Senat Palästinas Eroberer Als des Menschengeschlechts Liebe und wonnigen Stolz. Eintracht und Friede brachte sein Scepter den römischen Gauen. Aber war Roma allein Stätte des Menschengeschlechts? Roll' nur des Orients Annalen dir auf, du siehst, wie die Geißel Titus racheentflammt über die Menschen dort schwang. III. Die Scheinphilosophen. „Wahrheit will ich ergründen!" so hören wir Manchen wohl rufen. Meinst du, daß Wahrheit es ist, was er verkündet so ernst? IV. Ausreise korte8 — kor1Lvre8 — forti88imM. 7^ (sj^-12 wp?) „Männer der Mode meiden mich scheu, wie der Steu'rmann die Klippe! Und ich frag sie: „Warum?" „Freund, weil wir dich nicht versteh'n!" „Mich verstehen sie wohl, doch wenig auch mich sie beachten; Und ich frag sie: „Warum?" „Freund, du entsprichst nicht der Zeit!" s'X (l1l'2X W) „Mir auch wenden den Rücken sie zu, mit höhnendem Lächeln, Ich bin verständlich, es strahlt ewige Wahrheit in mir. Und ich frag sie: „Warum?" Sie zucken die Achseln und sprechen: „Freund du beklagst dich mit Recht, aber wir haben genug." V. Die Macht -es Gesanges. Wenn aufbrauste der Sturm in Sauls verödetem Herzen, Und den weiten Palast Schrecken und Zittern durchfuhr: Da ließ David der Lei'r die lieblichsten Weisen entquillen Und der Brust den Gesang, sieh' da verstummte der Sturm. VI. Äharons Epitaph. „Der du den Frieden geliebt und oftmals die Herzen der Brüder Hast durch Frieden erfreut, ruhe in Frieden hier sanft. (Hierbei eine Beilage.)