Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 7 (18.2.1863)
- Date
- 1863-02-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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82 und Tag bezüglicher Substantive in dem engen Rahmen des Skizzen-Zeichners ein Bild zu entwerfen, für das wir zugleich den warmen Wunsch hegen, daß es seiner eigentlichen Bestimmung entsprechen und zu einem Ganzen sich abrunden möge. Bei der Anordnung des; Stoffes folgen wir wohlweislich den Worten der Genesis, nach denen der Tag, entg.gen der Annahme mancher Völker und Glaubensgenossenschaften, mit dem Abend beginnt, und werden in der Erklärung des Nomen die plausible Ansicht der älteren Sprachforscher wieder finden. Ihnen zu Folge ist es aus demAdjekt. lieblich und dem Verb. vermischen herzuleiten. Die ewige Sonne ist als glühender Feuerball am westlichen Himmel niedergesunken und alle Gegenstände treten im dämmernden Zwielicht unklar hervor. Die schärfsten Formen streßen in einander. Nichts Klares, nichts Deutliches läßt sich mehr erkennen. Aber wer wird das in dem flammenden Orient als einen Verlust bezeichnen, nachdem sich mit dem Dunkel zugleich eine angenehme Kühle über die Landschaft verbreitet, die den Schweiß des müden Arbeiters und matten Wanderers kosend und fächelnd trocknet. sagt Hiob, 7, 2. Also kennt der große Dulder kein treffenderes Bild für die Sehnsucht nach Ruhe, als das Dürsten des müden Knechtes nach einem kühlenden Abendschatten. Deshalb darf auch schon dieser Abend „das Angenehme" bezeichnen, und die Dämmerung von wehen, blasen, hergeleitet werden. Aber mit dieser lieblichen Kühle beginnen unzählige Blumen und Blüthen ihre köstliche — „ambrosische" Würze zu verhauchen, das aufgeregte Herz in sanfte Gemüthsruhe einzuwiegen. Und der erquickte Natursohn will gerne jene Fluth von Düften dem aufsteigenden Monde vindiciren. Er nennt ihn schmeichelnd von ^-,1 (sprengen und werfen) fi'i (---- von und dem syrischen tief sein. M. vergl. Gesenius.) Es ist der Mond, der in seinen glänzenden Silberstrahlen ein Uebermaß der besten Wohlgerüche über die weite Landschaft verstreut. Also Gewürzespender! — Sein klarer, sanfter Schein soll aber nicht weniger beachtet werden und deßhalb heißt er ferner j .-1^ von weiß, wie er den Namen (Hohes Lied 7. 3) von ->7>' (mit dem schärfern als eine i Steigerung wie rvi? seines reichen, vollen Glanzes trägt. Er, von dem Kranze der Milliarden j funkelnder Sterne umgeben — er ist der Herr, der! die Nacht regiert, (1. B. M. 1. 16) weil sein Licht! ein überwältigendes ist, im Vergleich zu dem milden Schimmer jener andern zahllosen und kaum geahn-! ter Welten. Sie heißen v'Zvw Composition von M rrw (das rn"n wie oft, durch Assimilation verschmolzen.) Lichter, deren Strahlenkraft erloschen — scheint. Um diese Ansicht einigermaßen plausibel zu finden, wolle man sich zugleich der herrlichen, und wie uns nachzuweisen bleibt, auf astronomischer Wahrheit begründeten Erzählung des Midrasch R. 6 erinnern, nach welcher selbst das Licht des Mondes uranfänglich ein viel kräftigeres, intensiveres gewesen und jetzt mehr ein verglommenes sei. (Schluß folgt.) Psalm 150. Freudig sollt den Herrn ihr loben, Hier in seinem Heiligthum; Lobet ihn, den Vater droben, Lobet seinen Tdatenruhm! Lobt den mächtigen Gebieter, Lobt ihn mit Posaunenhall! Lobet ihn mit Psalter, Cither, Lobet ihn mit Paukenschall! Lobet ihn mit frohem Reigen, Saitenspiele und Schalmei'»; Laßt auch nicht die Cymbel schweigen, Hell erschall' die Cymbel d'rein! Alles, was sich regt aus Erden, Soll ein Sänger Gottes werden! Lreslau. Herrmaim stuä. xbLI. Das unbekannte Grab.*) Als er, der Israels Stamm entwand Dem Joch der Knechtschaft und der Schmach, Erblickte das gelobte Land Und sterbend auf dem Hügel lag, Da hat ihm Gott ein Grab gemacht, Wo ragend Moabs Felswand steht, Zu ruhen in des Dunkels Nacht, Solange bis die Welt vergeht. So, wenn nach dieses Lebens Pein Zur Ruh' sich der Gerechte streckt, Bewacht der Himmel sein Gebein, Bis ihn des Geistes Hauch erweckt. Ob auch vergesserl, unbekannt Die Spur sich seiner Gruft verlor, Gezeichnet hat sie Gottes Hand Und ruft ihn einst daraus hervor. *) Aus denl Englischen srvilliam 6ulleu Lr^nul) ü ber- (Hierbei eine Beilage.)