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Der Israelit · 1863-02-18 · Heft 7 (18.2.1863) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 7 (18.2.1863)
Date
1863-02-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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80 in keinem Falle aber L'Inp i"22 — sein darf. Herr Löw, der stets einen nichtjüdischen Bürgermeister oder Statthalterei Conzipisten in Bereitschaft hat, der an ihn eine 1212 richtet, hat sich einige Jahre später, ohne tatsächliche Nothwendigkeit, von der Statthalterei fragen lassen ob 2"22 v) 2NO zulässig sei, was er laut einem abgedruckten Gutachten in B. CH. ohne Weiteres bejahrte. — Nun möge er und mit ihm viele sich aus der Entstellung der Wahrheit und Ableugnung Zipser's belehren lassen, daß dies nicht richtig sei. Dem Lehrer des hebräischen Faches yussi deutschen Schriftsteller und magyarischen Patrioten, Herrn Ignatz Reich, aber empfehlen wir etwas mehr — Aufrichtigkeit — nein, was soll er mit dieser anfangen, aber doch mehr Vorsicht. — Gedruckte Lügen gegenüber gedruckten Wahrheiten lassen sehr schlecht. — Nichts für ungut. — kektzte ^i>886k. Frankreich. Aus dem ClsaH, 24. Januar. Die zur Unterstützung der durch den Mangel an Baumwolle, beschäftigungslosen Arbeiter Frankreichs, eröffneten Subscriptionen, brachten bereits Tausende, die theils von Privaten, theils von den Consistorienund Gemeinden der Israeliten gespendet waren. Um jedoch die Betheiligung von Seiten unserer Glaubensgenoffen, noch reger zu machen hat Herr Aron, Groß-Rabbiner von Straßburg nachfolgenden Aufruf an alle Rabbinen, Gemeinden und Vorstände seines Bezirkes ergehen lassen: Strasburg, den 21. Januar. Die Stimme der Mildthätigkeit fand stets Gehör bei den Israeliten. Allen Leiden zugänglich, gerathen die Herzen in Aufregung bei dem Schrei > des Elends, Reiche und Arme, Greise und Kinder bringen ihre Gaben, so oft es sich darum handelt, das Unglück zu lindern, den Schmerz zu mildern und den Hunger, diese schreckliche Plage der Menschheit, HL Der brudermör'oerische Krieg in Amerika wirkt auf unser Vaterland zurück; die Fabriken feiern und über 200,000 Arbeiter sind brodlos sammt ihren Familien aus Mangel an Arbeit. „Die kleinen Kinder verlangen Brod, und es ist Niemand da, der ihnen welches geben könnte." Diese schreckliche Lage scheint noch lange zu dauern. Werden wir zugeben, daß in unserm Frankreich diese Arbeiter, ihre Frauen, ihre Kinder, Hungers sterben, ohne daß wir uns bemühen, ihnen beizustehen? Israeliten! Erinnern wir uns der Gesetzesvorschriften, und wiederholen wir den Ruf der allgemeinen Mildthätigkeit: „Jeder Hungrige nahe und er wird gespeist werden." Ans Werk also, Rabbiner, Verwalter und Gläubige! Eröffnet Subscriptionsliften in allen Gemeinden organisirt Collekten in den Synagogen, an den Wochentagen der öffentlichen Vorlesung der Thora. Obenan an jeder Liste stehe eine Bewilligung aus der Kasse der Synagoge. Dieses Beispiel wird einen edlen Wetteifer unter den zahlreichen frommen Vereinen und Brüderschaften erwecken, und wird eine reiche Ernte von Privatsubfriptionen sichern. Im Namen der Religion erlaffen, wird Euer Aufruf Gehör finden, und Tausende von Unglücklichen werden die hilfreiche Hand segnen, welche ihre Existenz fristet und ihnen beisteht, muthig die verhängnisvolle Krisis zu durchschreiten, unter deren Last sie sich beugen. Der Ewige segne Euch und sende Euch die Schätze seiner himmlichen Gnade. Der Oberrabbiner: Arnaud Aron. So eben beim Schluffe dieser Mittheilung ersehe ich aus dem Moniteur: „Die Herren Emil und Jsak Pereire stellten der Regierung eine Summe von 20,000 Frs. zu, welche unter die Arbeiter der Baumwollenindustrie in den verschiedenen Departements::, wo die, Arbeit aufgehört hat, vertheilt werden sollen." v. >V. Schweiz. Aus der Schweiz berichtet ein Correspondent des Courier äu Las Ubin von dem allgemeinen Fortschritte, den die Wissenschaft sich dort bricht, und sagt zum Schluffe: Die Israeliten schließen sich in dieser Hinsicht dem allgemeinen Streben an und zeigen in mehreren Cantonen durch ihre Handlungen und ihr Betragen,

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