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Der Israelit · 1863-02-04 · Heft 5 (4.2.1863) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 5 (4.2.1863)
Date
1863-02-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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56 religiösen Wifsensschätze rege zu machen und dadurch die religiöse Praxis zu kräftigen. Während wir bei der Gründung des Vereines uns auf Vorträge aus mit der Erklärung von 'p"-> beschränkten, find wir jetzt durch die rege Theilnahme, der sich derselbe erfreut, in den Stand gesetzt, eine besondere Zeit für rmuvv festzusetzen. — Wie wir hören, hat unser Beispiel in unsrer Nachbarstadt Hamburg Nachahmung hervorgerufen. Daselbst wurde von einem Herrn Bachrach die Gründung eines ähnlichen Vereines angeregt, der trotz der kurzen Zeit seines Bestehens bereits gegen 50 Mitglieder zählt, die in einer mehrmaligen allwöchentlichen Zusammenkunft einige Stunden dem Studium der und des rnx "si widmen. — Wir halten es für überflüssig über die Notwendigkeit derartiger Vereine ein Wort zu verlieren. Sie allein sind es, die das Judenthum in der Gegenwart beleben, die es stärken und kräftigen können im Kampfe gegen Heuchelei und Abfall. 3. (...ii. (Auch innerhalb der isr. Religionsgesellschaft in Mainz besteht jetzt schon im vierten Jahre ein solcher Verein, in welchem der Herausgeber d. Bl. "N -iixO.-i und die Hapthara vorträgt swährend des Sommers auch Pirke Aboth.^ Dieser Verein zählt über sechszig Mitglieder und entfaltet eine überaus gedeihliche Wirksamkeit; auch in unserer Nachbarstadt Bingen existirt ein ähnlicher Verein, in welchem Herr Chotzen, Buchhalter der Herren Gebr. Lob daselbst, die Vorträge hält. Wir führen Namen und Stand des strebsamen jungen Mannes deßhalb an, um dadurch Anregung zu geben, daß das Wort der Weisen w'-r bui pnw MPQ2 Beachtung finde, damit allüberall solche Vereine der Jugend Gelegenheit geben, sich die notwendigste Lebensbedingung des Juden „Thorakenntniß" zu verschaffen. Die Redaction.) Preußen. Berlin. Herr Baruch Auerbach, Direktor und Gründer der hiesigen isr. Waisenhäuser hat den 17. Jahresbericht des isr. Waisenhauses für Mädchen veröffentlicht. Herr A. hat dasselbe im I. 1843 mit zwei Waisenmädchen eröffnet und jetzt werden darin zwölf Mädchen erzogen. Im Verlaufe der verflossenen neunzehn Jahren betragen die Ausgaben 18,867 Thlr., während es dem Gründer gelungen ist, den eisernen Fond auf 25,407 Thlr. zu bringen. Berlin, 23. Jan. In Betreff des Judeneides hat, wie die „Voss. Ztq." sagt, jüngst der Präsident des Stadtgerichts, Herr Holzapfel, mit dem Rabbiner hiesiger Gemeinde, Herrn Rosenstein, eine Unterredung gehabt und den Letztern um ein Gutachten ersucht. Das Gutachten des Herrn Rosenstein spricht sich in motivirter Weise dahin ans, daß die üblichen Formalitäten bei dem Eide mors Mäaioo im jüdischen Gesetze nicht begründet sind Es ist dem Gutachten um so mehr Gewicht beizulegen, als Herr Nosenstein der streng orthodoxen Richtung angehört. Bonn a. Rh. Seit einiger Zeit sind wir im Besitze des zweifelhaften Glückes, den in seinen eigenen Augen so großen ehemaligen Rabbiner in Magdeburg, Philippson, in unserer nächsten Nähe weilen zu sehen. Einsender könnte Ihnen gar manches Amüsante aus eigener j Anschauung erzählen, allein er zieht es vor, die Eitelkeit der Eitelkeiten, aus den Schriften,des Mannes der Beurtheilung zu unterbreiten. In früherer Zelt war es etwas ganz Gewöhnliches, daß man in den PH. Zeitungen von dem überschwenglichen, welterfüllenden Ruhm des „großen" Mannes las. Seit dem Erscheinen des „Israelit" ist H. PH. etwas sparsamer mit seinem so schön duftendem Eigenlobe geworden. Hat vielleicht die sich selbst vergötternde Eigenliebe einer edlen Bescheidenheit Platz gemacht? Nicht doch, H. PH. fürchtete nur den Spott der Gegner. Jetzt scheint aber auch diese Furcht durch den Durst nach Ruhm überwunden zu sein — mögen dich Fremde loben, wenn nicht, — dein eigener Mund, so scheint H. PH. den Ausspruch des weisen Königs zu interpretiren. Zu der am 4. Jan. in Leipzig abgehaltenen Mendelssohn-Feier hat Herr PH. eine Rede eingeschickt; es genügt ihm nicht, dieses sein Geistesprodukt in Nr. 4 des von ihm redigirten jüdischen t?) Volksblattes als „trefflich" bezeichnen zu lassen.', sondern man liest in derselben Nummer von dem H. Redakteur desselben Blattes Folgendes: „.... des gefeierten vr. Philippson, der als Ritter ohne

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