Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 5 (4.2.1863)
- Date
- 1863-02-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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55 Oriksäox-rsr. MelsnMI. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohl - feiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: 8'^r-r 10 fl. Ein Ungenannter 25 Thaler — 43 fl. 45 kr. Gesammtsumme 7706 fl. 29^ kr. Hm Mlcher Armen- und MgerwohnunM in Icrnl^lem. Von LehrerSalomon Falk in Aub gesammelt: bei der Hochzeit des Jiak Rosen selb mit Maila geb. Mannheimer beide von hier 5 fl.; Simon Zuker 3 fl.; Ungenannter 2 fl.; zusammen 10 fl. Zrituilssimchrichtrn n. CorrrspmideiiM. Deutschland. Aus Bayern. Um auch mich an dem kochst wichtigen Unternehmen der orthodox-iZr. Vibelanfta.lt zu betheiligen, nberschicke ich fl 10.*), wobei ich mich zu folgenden Bemerkungen veranlagt fühle: Es mögen die Worte der „Leiter der orthodoxisr. Vibelanstalt" in Re. 3, Ihres geschätzten Blattes die gehörige Würdigung, Beachtung und Folgeleiftnng finden, die sie verdienen! Man wolle erstens bedenken, welchen unberechenbaren Nutzen ein solcher Urtext von ganz der ohne Zweifel fehlerfrei ans dem Drucke hervorgehen wird, gewährt, was gewiß äußerst selten ist; dann möge zweitens erwogen werden, welches Große hiemit geschieht, wenn eine gleichst) rmigeUebersetzung der heiligen Schrift, bei welcher der Wortfinn und die traditionelle Bedeutung gleichen Schritt halten, durch alle Länder, aufjeden Fallin den Händen aller echtglänbigen Israeliten vorhanden sein wird! Ich sage durch alleLänder, weil ich durchaus nicht zweifle, daß durch himmlischen! Beistand diese Uebersetzung auch in fremde Sprachen übertragen wird und auf diese Weise eine allgemeine Verbreitung findet; denn Worte die vom Herzen kommen, gehen wieder zum Herzen und ein Werk, das aus so reiner, edler Absicht, so fern von Eigennutz ins Dasein gerufen wurde, wird sich gewiß über den ganzen Erdenrund seinen Weg bahnen. Nach Rabbenu hat ja Derjenige, der sich solch ein correctes um daraus zu lernen und seine Kinder daraus unterrichten zu lasten, verschafft, die .-im?: Di nnpi ausgesührt! Wenn daher die würdigen Herren Rabbiner, die verehrten Herren Lehrer die Wichtigkeit dieses Unternehmens so reiflich überlegen, wie ich mir (wenn auch jetzt erst) es überlegt habe, so werden sie gewiß bei allen ihren Onmeiaden, wenn auch auf nur geringe Gaben Anspruch machend, dahin wirken, daß dieses hohe Werk um so schneller seiner Vollendung zugeführt werden könne. Möge der Himmel seinen Beistand dazu verleihen. Frankfurt a. M., 23. Jan. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde hat die Eingabe einer Anzahl Gemeindemitglieder zu Gunsten einer Neactivirung des früheren Rabbiners, Hrn. Vr. L. Stein, mit! s gegen 3 Stimmen abschläglich beschieden. Altona, im Januar. Die Constituirung von Vereinen, denen das Studium der heiligen Schrift als leitendes Princip zu Grunde liegt, muß stets vom religiösen Standpunkt aus als ein freudiges Ereigniß begrüßt werden- Während hier schon seit mehreren Jahren ein Verein besteht, in welchem allwöchentlich mehrmals vor einem zahlreich versammelten Auditorium religiöse Vorträge gehalten werden, ist vor einiger Zeit von dem Herrn W. Goldschmidt die Idee zur Gründung eines ähnlichen sogenannten Vereines angeregt und in der That realisirt worden. Allwöchentlich kommen die Mitglieder besagten Vereines — nur aus jungen Leuten bestehend — zusammen, um nach vollbrachtem Tagewerk einige Stunden in echt jüdischer Weise zuzubringen, nicht um lernen zu hören, sondern um sich selbst unter der Leitung des durch seine Wirksamkeit rühmlichst bekannten Oberlehrers Herrn E. Munk in dem Thorastndium zu vecvollkommenen. Es hat sich unser Verein, in diesem Sinn, zu diesen Zwecken coustituirt, damit unsre heilige Thora nicht Sondergut der Gelehrten bleibe, sondern auch Eigenthum des Volkes werde, um eines Jeden Sinn für die