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Der Israelit · 1863-01-14 · Heft 2 (14.1.1863) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 2 (14.1.1863)
Date
1863-01-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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18 in diesem leben und wirken, sollst würde man ja wahrlich nicht so große Summen Geldes an den Druck dieser „alten Sephorim" wagen! Demnach meine ich nun, wäre es höchst wünschenswerth, wenn der „Israelit" sich unter dem Titel „Büchermarkt" eine Rubrik schaffen möchte, wodurch, wenn auch nur dem Namen oder einer kurzen Skizze nach, die jüngst erschienenen oder die zu erscheinenden jüdischen Werke dem Publikum zur Kenntniß gebracht werden. Die Verleger von jüdischen Werken zu Lemberg, Königsberg, Stettin, Wien, Berlin, Wilna, Frankfurt, Hamburg u. a. wurden, darauf aufmerksam gemacht, diese Gelegenheit mit Freuden begrüßen, und jede neue Erscheinung durch eine passende Skizze mittheilen lassen. Wohl aber wird Mancher dagegen einwenden, daß diesem Bedürfnisse ja durch die in Berlin allzweimonatlich erscheinende Zeitschrift „Hamaskir" abgeholfen wäre, allein dem ist schon aus folgenden Gründen nicht so: Der Hamaskir ist ein Fach-Journal, hauptsächlich für Gelehrte, die darin enthaltenen Kritiken, Artikel über Vergqngenheitsliteratur u. dgl. sind nicht „Jedermanns-Kost", auch ist derselbe sehr wenig verbreitet. Deshalb sehe ick der Gewährung meines im Interesse des Publikums gestellten Vorschlags entgegen, und erlaube mir schließlich noch die Bemerkung, daß, wenn es löbl. Redaktion genehm, demnächst vom Einsender dieses, einige Proben eines solchen „Büchermarktberichts" Nachfolgen werden (Wir sind gern bereit unter der Rubrik „Literarisches" derartigen Skizzen und Anzeigen die Spalten unserer Zeitschrift zu öffnen. Red.) Frankreich. Paris, 29. Dezbr. Goudchaux, der ehemalige Finanzminister und Volksvertreter aus dem Jahre 1848, ist nach langer Krankheit gestorben und wurde gestern beerdigt. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch und zum lebhaften Bedauern seiner zahlreichen Freunde, die ihm gerne die letzte Ehre erzeigt hätten, geleiteten ihn nur wenige Mitglieder seiner Familie zum Grabe. Paris, 2. Jan. Die Gebrüder Pereire haben, wie alle Jahre, der Direction der Pariser Wohlthätigkeitsanftalten 30,000 Kilogramm Brod zur Vertheilnng unter die Armen zur Verfügung gestellt. D.rrs Frankreich, 26. Dezbr. Frankreich, im Begriffe einen Handelsvertrag mit der Schweiz abzuschließen, ließ sich vom Bundesrath Auskunft geben über mehrere in diesem Lande bestehende Gesetze, die als Basis des Handelsvertrags dienen sollen. 5 derselben bezieht sich auf unsere Glaubensgenossen in der Schweiz, und lautet: „Welche Gesetze oder polizeiliche Vorschriften sind in Kraft, in Betreff des Aufenthaltes und der Ansässigmachung der Israeliten und der Ausländer, die nicht zu einer im Staate anerkannten Confession gehören." Die Zeitungen berichten außerdem noch, daß Frankreich die gleiche Behandlung der Israeliten und die Abschaffung der, rücksichtlich ihrer bestehenden Ungleichheiten als Bedingung des Handelsvertrages fordert. Man mußte also in der Bundesverfassung die Verfügungen ändern, welche die Rechtsgleichheit auf die christlichen Confessionen beschränken. Wahrlich, eine Frankreich ehrende Bedingung! Wird dis Schweiz diese Gelegenheit benutzen, den dortigen Juden die so lange verweigerte Emanzipation zu ertheilen? Feuilleton. Jüdische Professoren an deutschen Universitäten. Als Beitrag zur Beleuchtung der Thatfache, der Nichtanstellung des vr. Herz Ln Erlangen werden dem „Nürnb. C." einige statistische Notizen über die an deutschen Hochschulen gegenwärtig lehrenden Professoren jüdischer Confession mitgetheilt, welche indessen keinen Anspruch auf Vollständigkeit machen. Es sind angestellt und doziren: in Wien: Zeisl, als oxtraoi-äin. in der medizinischen Facultät; — in Prag: Wessely, als orckinar. in der Juristenfakultät; — in Berlin: Traube, or<1. in der medicinischen Facultät und Abtheilungsvorstand an der Charitö; Remak, extraorä. der medizinischen Facultät; Jaffe, extraorck. der Geschichte, der ausgezeichnete Sprachforscher

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